Nvidia hat auf der Siggraph Erweiterungen seiner Simulationsplattform Omniverse vorgestellt. Dazu gehören Integrationen mit dem Open-Source 3D-Animationstool Blender und den 3D-Anwendungen von Adobe.
(Quelle: Nvidia)
Auf der Siggraph hat Grafikspezialist Nvidia eine umfangreiche Erweiterung seiner Simulations- und Collaboration-Plattform Omniverse vorgestellt.
Sie soll den Grundstein für das Metaversum legen, eine immersive und vernetzte virtuelle Welt.
Zu den Erweiterungen gehören neue Integrationen mit Blender und Adobe, die die Plattform für Millionen weiterer Nutzer öffnen sollen.
Mit seiner erweiterten Simulations- und Collaboration-Plattform Omniverse will Nvidia dem Metaversum Millionen neue Nutzer zuführen. Blender, ein Open-Source-3D-Animationstool, unterstützt ab sofort Universal Scene Description (USD) und ermöglicht 3D-Künstlern den Zugang zu Omniverse-Produktionspipelines. Adobe arbeitet gemeinsam mit Nvidia an einem Substance 3D-Plugin, das die Plattform um die Unterstützung von Substance-Materialien erweitert und damit neue Möglichkeiten der Materialbearbeitung für Omniverse- und Substance 3D-Anwender eröffnet.
Die Simulationslösung ermöglicht es Designern und Künstlern, in Echtzeit über gängige Softwareanwendungen in einer gemeinsamen virtuellen Welt von überall aus zusammenzuarbeiten. Experten in über 500 Unternehmen, darunter SHoP Architects, South Park und Lockheed Martin, evaluieren die Plattform. Seit dem Start der offenen Beta-Phase im Dezember wurde Omniverse von über 50'000 Entwicklern heruntergeladen.
"Nvidia Omniverse verbindet Welten, indem es die Vision des Metaversums zur Realität werden lässt", sagt Richard Kerris, Vice President der Omniverse-Entwicklungsplattform bei Nvidia. "Mit dem Input von Entwicklern, Partnern und Kunden entwickeln wir diese revolutionäre Plattform weiter, so dass jeder, von Einzelpersonen bis hin zu großen Unternehmen, mit anderen zusammenarbeiten kann, um erstaunliche virtuelle Welten zu erschaffen, die genauso aussehen, sich anfühlen und verhalten wie die physische Welt."
Das Metaversum ist eine immersive und vernetzte gemeinsame virtuelle Welt. In ihr können Künstler einzigartige digitale Szenen erschaffen, Architekten können Gebäude entwerfen und Ingenieure können neue Produkte für den Haushalt entwerfen. Diese Kreationen lassen sich dann in die reale Welt übertragen.
Ökosystem von Omniverse expandiert
Die Simulationsplattform verfügt über ein schnell wachsendes Ökosystem von unterstützenden Partnern. Der Schlüssel zur Akzeptanz der Plattform in der Branche ist Pixars Open-Source-USD (Universal Scene Description) -- die Grundlage der Kollaborations- und Simulationsplattform. Sie ermöglicht es großen Teams, gleichzeitig mit mehreren Softwareanwendungen an einer gemeinsamen 3D-Szene zu arbeiten. Dieser offene Standard bietet Software-Partnern mehrere Möglichkeiten, Omniverse zu erweitern und sich mit ihm zu verbinden, sei es durch die Übernahme und Unterstützung von USD, durch die Entwicklung eines Plug-ins oder durch einen Connector.
Apple, Pixar und Nvidia haben zusammengespannt, um fortschrittliche Physikfunktionen in USD einzubringen und offene Standards zu nutzen. Somit lassen sich 3D-Workflows für Milliarden von Geräten bereitstellen. Blender und Nvidia werden die USD-Unterstützung für die kommende Version von Blender 3.0 bereitstellen, und damit für die vielen Künstler, welche die Software verwenden. Nvidia steuert USD- und Materialunterstützung in Blender 3.0 alpha USD bei, das bald für Entwickler verfügbar sein wird.
Nvidia und Adobe arbeiten gemeinsam an einem Substance 3D-Plug-in, das neue Materialbearbeitungsmöglichkeiten für Omniverse- und Substance 3D-Benutzer freischalten wird. Künstler und Kreative werden direkt mit Substance-Materialien arbeiten können, die entweder von der Substance 3D Asset-Plattform stammen oder in Substance 3D-Anwendungen erstellt wurden, wodurch ein nahtloser 3D-Workflow entsteht.
Das Ökosystem wächst weiter und verbindet branchenführende Anwendungen von Softwareunternehmen wie Adobe, Autodesk, Bentley Systems, Blender, Clo Virtual Fashion, Epic Games, Esri, Golaem, Graphisoft, Lightmap, Maxon, McNeel & Associates, Onshape von PTC, Reallusion, Trimble und wrnch Inc.
Große Unternehmen nutzen Omniverse
Lockheed Martin verwendet die Simulationslösung bei der Simulation, Vorhersage und Bekämpfung von Waldbränden. Das KI-Exzellenzzentrum von Lockheed Martin hat zusammen mit Nvidia eine Initiative mit dem Namen Cognitive Mission Management gestartet, um eine Strategie für Notfallmaßnahmen und Brandbekämpfung zu entwickeln.
Stand: 16.12.2025
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"Der Einsatz von Nvidia Omniverse und KI zur Simulation von Waldbränden wird uns dabei helfen, vorherzusagen, wie schnell und in welche Richtungen sie sich ausbreiten, und die Auswirkungen von Umweltvariablen wie Wind, Feuchtigkeit und Bodenbedeckung auf ihr Verhalten zu erforschen, damit die Feuerwehrteams besser reagieren und ihre schädlichen Auswirkungen verringern können", sagt Shashi Bhushan, leitender KI-Software- und Systemarchitekt bei Lockheed Martin. "Unser Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, die Sensordaten und Echtzeitanalysen koordinieren, um eine KI zu entwickeln, die das menschliche Eingreifen auf verschiedenen Ebenen steuert."
SHoP Architects mit Sitz in New York nutzt Omniverse für die Zusammenarbeit und Visualisierung in Echtzeit. Mit Omniverse kann das Team des Büros die richtige Software für die richtige Aufgabe verwenden und alle daraus resultierenden Daten an einem Ort zusammenführen, wo sie über die Plattform erweitert und eingesetzt werden können.
South Park, die seit langem laufende und mit dem Emmy ausgezeichnete Zeichentrickserie, nutzt die Simulationsplattform, um mehreren Künstlern die Zusammenarbeit an Szenen zu ermöglichen und die wahnsinnig knappe Produktionszeit zu optimieren.
Verfügbarkeit und Preise
Die Enterprise-Version befindet sich derzeit im Early Access. Die Plattform wird im Laufe des Jahres auf Abonnement-Basis über das Nvidia-Partnernetzwerk -- darunter Asus, Boxx Technologies, Dell Technologies, HP, Lenovo, PNY und Supermicro -- erhältlich sein.