Schauplätze beim Extended-Reality-Event Places waren wie immer dezentrale ungewöhnliche Orte in einem ganzen Stadtquartier.
(Quelle: Ravi Sejk)
Die Bochumer Straße in Gelsenkirchen war wieder der Treffpunkt für die Extended-Reality-Szene Deutschlands.
Am Freitag, 5. Mai, und am Samstag, 6. Mai erlebten Besucherinnen und Besucher beim Places Festival die neuesten Anwendungen in diversen Bereichen der virtuellen Realität.
Über 30 kostenfreie Teststationen luden dazu ein, die “Digitalisierung anzufassen”. Im Fokus standen fünf aktuell gesellschaftlich relevante Themen und wie Virtual (VR) und Augmented Reality (AR) in diesen Bereichen
Fortschritt vorantreiben - von der Verbesserung menschlicher Interaktion über Bildung und Integration, modernes Arbeiten bis hin zur Stadtentwicklung. Vorträge, Networking, Konzerte und DJ-Sets komplettierten das Angebot. Schauplätze des Places Festival waren wie immer dezentrale ungewöhnliche Orte in einem ganzen Stadtquartier. Dazu gehörten ein leerstehender ehemaliger Supermarkt oder die backstein-expressionistische Heilig-Kreuz-Kirche aus den 1920er Jahren, heute eine moderne Kultur-Spielstätte.
100 Tech-Unternehmen und -Experts, 30 Erlebnisstationen mit den aktuellen Virtual- oder Augmented-Reality- Entwicklungen und 3'000 Besucher und Besucherinnen -- das war das Places Festival 2023. Deutschlands größtes Festival für Technologien der Extended Reality fand am vergangenen Wochenende zum vierten Mal in Gelsenkirchen statt. Auch die Schaufenster der Straße dienten als Ausstellungsflächen.
Places Festival: Schauplätze an ungewöhnlichen Orten
In einem präsentierten vier Entwicklerinnen, die im Vorfeld des Festivals am Places Hackathon-Wettbewerb teilgenommen und diesen gewonnen haben, ihre Idee eines Augmented-Reality-Prototyps zur Vitalisierung des stationären Einzelhandels. Die Anwendung „LookARound“ nutzt dabei Schaufenster von Ladenlokalen als Gaming-Zone.
Passanten können ein darin ausgestelltes ARGame auf ihren Smartphones spielen, versuchen einen Highscore zu knacken sowie Rabatte erhalten -- als Anreiz, in diesem Geschäft oder im Umfeld einzukaufen.
AR-Gamification für den stationären Einzelhandel
Dass speziell Augmented Reality, die niederschwellig über das eigene Smartphone nutzbar ist, künftig breite Anwendungsfelder haben kann, ist eines der Fazits des diesjährigen Places. Den alltäglichen Mehrwert von AR sieht auch Robin Römer, der die App Cityscaper mitentwickelt hat. Cityscaper ist eine AR, mit der Bürgerinnen und Bürger geplante städtebauliche Veränderungen direkt an den jeweiligen Standorten auf dem Smartphone scannen und kommentieren können. Bei Places wurde dies direkt anhand des Festivalorts selbst vorgeführt. Denn auch die Bochumer Straße in Gelsenkirchen wird demnächst umgebaut.
“Unsere App soll bei den Menschen eine höhere Akzeptanz für Veränderungen in ihrer Stadt erzielen. Sie zeigt ihnen vorab sehr plastisch, wie alles wirkt, wenn zum Beispiel Parkplätze verschwinden. Mit der Kommentar- und Ideen-Funktion gibt sie ihnen zudem eine demokratisch Partizipationsmöglichkeit”, erklärt Römer.
Im Virtual-Reality-Bereich bot das Festival unter anderem technisch-praktische Innovationen wie Holoride. Die Anwendung minimiert mittels einer VR-Brille Reiseübelkeit bei Beifahrerinnen, die im Auto auf dem Smartphone spielen oder lesen wollen. Aber speziell auch Entwicklungen zur Verbesserung sozialer Interaktion zwischen Menschen waren Teil von Places 2023. Entwickler Dario Morazan präsentierte seine Antirassismus- VR Debug, mit der von Rassismus nicht-betroffene Menschen durch die VR-Brille erleben können, wie sich rassistische Mikro-Aggressionen anfühlen. “Immer wiederkehrende Sprüche oder Fragen bedeuten für die Betroffenen Stress, der in der virtuellen Realität nachempfunden werden soll - nicht als Anklage, sondern zur Sensibilisierung für ein besseres Miteinander”, so Morazan.
Places Festival bringt Innovationen auf die Straße
Places 2023 bewies: Virtual und Augmented Reality kommen in immer mehr Bereichen unseres Lebens an. Dennoch galt für das Festival auch dieses Jahr wieder: Wo neue Hypes aufkommen, beleuchtet Places sie aufgeschlossen und kritisch zugleich, um ihren tatsächlichen Mehrwert herauszufinden. Places war und ist stets Treffpunkt, Austausch und Erlebnis, nicht Messe, Kongress oder Leistungsschau. “Wir sind vollends zufrieden, wie unsere Leitmotive dieses Jahr ineinander gegriffen haben”, resümiert Festivalleiter Matthias Krentzek. “Vor allem sind wir begeistert von den vielen Innovativen, wie den AR-Schaufenstern, die wir direkt weiterentwickeln und jetzt auf die Straße bringen wollen.”
Stand: 16.12.2025
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