Nie mehr Probleme mit Verwitterung Flächenausbeute im Neubau durch Holzzementplatten maximieren

Von Thomas Lübke 3 min Lesedauer

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Nutzfläche maximieren und dabei auch noch Kosten sparen? Das geht mit einschaligen und witterungsbeständigen Holzzementplatten von Overtec. Das Unternehmen hat dieses Konzept marktreif gemacht.

Durch den Materialmix des Zements mit Holzfasern, beschränkt sich der Zementeinsatz auf knapp unter 25 Prozent im Vergleich zur traditionell betonierten Bauweise.(Bild:  Overtec)
Durch den Materialmix des Zements mit Holzfasern, beschränkt sich der Zementeinsatz auf knapp unter 25 Prozent im Vergleich zur traditionell betonierten Bauweise.
(Bild: Overtec)

„Mit den schlanken Sichtbrüstungen und Attiken optimieren wir die Flächenausbeute im Neubau – für höhere Renditen,“ sagt Sebastian Hilscher, Geschäftsführer Overtec Deutschland aus München. „Mit unseren Holzfaserplatten bekommen wir drei der größten Herausforderungen beim modernen Immobilienbau in den Griff“, sagt Hilscher. „Das sind die Optimierung der Nutzfläche, der Fachkräftemangel und das Thema Nachhaltigkeit. Darüber hinaus sei der Baustoff resilient gegenüber allen erdenklichen Umwelteinflüssen.“ Selbst Extremwetterlagen können der Holzzementplatte nichts anhaben. Der exotische Baustoff, der aus einer cleveren Mischung von Holzfasern und Zement besteht, ist genormt und erfüllt damit alle Anforderungen der modernen Bauwirtschaft.

Der Clou ist aber Gewicht und Dicke des Materials. Durch die schlanke Linie der Holzzementplatten von lediglich 40 Millimetern lassen sich, im Vergleich zu herkömmlichen Brüstungskonstruktionen, Terrassenflächen um bis zu 35 Zentimeter pro Meter Hauswand vergrößern. Bei einer durchschnittlichen Größe einer Loggia in Deutschland von siebeneinhalb qm habe man schon 1,75 qm wertvolle Fläche pro Einheit, also über 20 Prozent gewonnen“, so Hilscher. Durch diese Flächenoptimierung wird Overtec für Bauträger, Architekten und Projektentwickler interessant. Schließlich korreliert der Wert der Immobilie unmittelbar mit der möglichen Nutzfläche.

Einfachheit der Montage spart Fachpersonal

Dass es in Europa einen enormen Fachkräftemangel gibt, wirkt sich auch auf den Baustellen aus. Hierzu hat sich das Team um Hilscher Gedanken gemacht: Wie lässt sich Overtec auf jeder Baustelle möglichst einfach installieren? „Unsere Idee war es, komplexe Montagevorgänge weg von der Baustelle und rein in unsere Fertigung zu holen. Das Arbeiten dort ist wesentlich effektiver und vor allem unabhängig vom Wetter“, erklärt der Geschäftsführer. „Unser System verlagert 60 bis 70 Prozent der komplexen Handgriffe in unsere Produktionshalle. Das ist wertvolle Zeit, die anschließend bei der Ausführung gespart wird.“

Herausfordernde Arbeiten wie Eisenbiegen oder das Bauen von Schalungen entfallen komplett. Durch die Vorarbeiten in der Produktion brauchen Anwender, die Overtec am Gebäude anbringen, lediglich einen Akkuschrauber und einen Gummihammer, aber keine Fachausbildung. So sind auch die Montageanleitungen für das System der bayerischen Baustoffprofis denkbar einfach gehalten, ohne Worte.

Nachhaltig und kreislauffähig

Die Umweltbelastung beim Bau von neuen Gebäuden ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema. „Es gibt einen ganz deutlichen Trend in unserer Branche“, sagt Hilscher. „Nachhaltigkeit wird großgeschrieben, und das wurde auch höchste Zeit. Besonders wichtig ist es, den Klimakiller CO2 einzusparen.“

Durch den Materialmix des Zements mit Holzfasern, beschränkt sich der Zementeinsatz auf knapp unter 25 Prozent im Vergleich zur traditionell betonierten Bauweise. Holzzementplatten
Durch den Materialmix des Zements mit Holzfasern, beschränkt sich der Zementeinsatz auf knapp unter 25 Prozent im Vergleich zur traditionell betonierten Bauweise.
(Bild: Overtec)

Die Zementherstellung ist weltweit für etwa acht Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, das ist mehr als die gesamte Luftfahrtindustrie emittiert. Um also Zement an der Baustelle zu sparen, bedurfte es eines intelligenten Ansatzes. Hilscher: „Durch unseren Materialmix des Zements mit Holzfasern, beschränken wir den Zementeinsatz auf knapp unter 25 Prozent im Vergleich zur traditionell betonierten Bauweise. Bei den gleichen Anforderungen an Materialbelastung und Lebensdauer der Elemente.“

Gebäude arretieren lässt, können die Platten ebenso einfach wieder abgeschraubt werden. Für das Thema Zirkularität, also eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, ist das relevant: Am Ende des Lebenszyklus eines Gebäudes wird Overtec wieder abmontiert und an anderer Stelle wiederverwendet. Das ist Nachhaltigkeit zu Ende gedacht.

Baufertigteile aus Holzzementplatten

Overtec ist ein 1978 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz im österreichischen Attnang-Puchheim. Entwickelt werden dort Baufertigteile wie Attiken, Brüstungen und Schächte. Ein zentrales Element ist die Holzzementplatte. Leitsatz des Unternehmens ist: „Amaze people, exceed expectations, set new standards“ mit dem Ziel Bauprozesse zu vereinfachen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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