Die Technologie der erweiterten Realität birgt viel Potenzial für die Industrie. Forschende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) zeigen im Projekt „RoBoCut-AR“, wie sich AR-Anwendungen im Kundenservice einsetzen lassen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Stegelmeyer, Professor für Service im Maschinen- und Anlagenbau, hat das Forschungsteam Applied Research in Industrial Service (APPRISE) der Frankfurt UAS ein AR-basiertes Fernservice-Konzept für den „RoBoCut“ entwickelt: Eine einzige, hoch technisierte Maschine, die alle Produktionsschritte vereint und so Pflanzen in sterilem Umfeld vermehren kann. Das Bremer Start-up RoBoTec PTC GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, mit dieser Maschine die weltweite Massenherstellung von im Labor vermehrten Pflanzen zu industrialisieren. Das Fernservice-Konzept von APPRISE komplettiert und unterstützt RoBoTec bei diesem Vorhaben.
Mit dem Projekt qualifizierte sich APPRISE für das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und erhielt dafür eine Fördersumme von 85'000 Euro. „Ziel der Ausschreibungsrunde ‚Digitale und Datengetriebene Geschäftsmodelle‘ war es, neue Geschäftsmodelle sowie marktorientierte Lösungen unter Verwendung neuer Digitalisierungsmöglichkeiten und Datenverarbeitung zu entwickeln“, erklärt Stegelmeyer und ergänzt: „Dieses Ziel wurde erreicht, indem im Projekt RoBoCut-AR anhand von Kundenbedürfnissen ein auf AR-Technologie basierendes Fernservice-Konzept entwickelt wurde.“
Wie funktioniert das AR-basierte Fernservice-Konzept?
Das AR-basierte Fernservice-Konzept ermöglicht es den Kunden weltweit, sich von RoBoTec-Fachkräften über AR-basierte Videokollaboration unterstützen zu lassen. Diese müssen dann nicht vor Ort sein. Mithilfe von Smartphones, Tablets oder Datenbrillen mit installierter Remote-Software (Anwendung zur Fernverbindung zwischen mehreren Geräten) können die Kunden ihre Umgebung visuell übertragen und erhalten Unterstützung in Echtzeit. Die RoBoTec-Fachkraft sieht dabei dieselben Bilder wie der/die lokale RoBo Cut-Bedienende. Sie kann bei Bedarf Anweisungen geben sowie virtuelle Informationen in das Sichtfeld des Kunden einblenden. Sämtliche Dienstleistungen wie Wartungen, Reparaturen aber auch Softwareupdates können auf diese Weise unterstützt werden.
Die AR-basierte Videokollaboration kann den RoBoTec-Fachkräften dazu verhelfen, Fehler schneller zu identifizieren und gegebenenfalls benötigte Ersatzteile zu ermitteln. „Insgesamt sollen dadurch Maschinenausfallzeiten reduziert und unnötige Reisen von Servicetechnikerinnen und -technikern verhindert werden, wodurch wiederum Reisekosten und Schadstoffausstöße minimiert werden. In einem international verteilten Servicegeschäft stellt dies einen großen Vorteil dar, sowohl für die Kunden als auch für RoBoTec selbst. Der qualifizierte Teil der Mitarbeitenden kann somit in Deutschland verbleiben und einen wesentlichen Beitrag zur Resilienz des Unternehmens leisten“, fasst Stegelmeyer zusammen.
Die kollaborative Fehlerbehebung mittels AR-Technik im Kundenservice verspricht neben den genannten Kosteneinsparpotenzialen auch Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung. So soll sich der AR-Fernservice später auch auf andere Serviceprodukte anwenden lassen (zum Beispiel Remote-Schulung).
Transferaktivitäten durch RoBoCut-AR
Das mittlerweile abgeschlossene Forschungsprojekt fördert die Transferstrategie der Hochschule. Zudem führte die Forschungsgruppe APPRISE bereits zwei Transferworkshops am KompetenzCampus – Weiterbildung und Lebenslanges Lernen der Frankfurt UAS durch und stellte die Projektergebnisse im „Arbeitskreis Digitalisierung“ von HESSENMETALL sowie als Keynote im VDMA Future Business Summit „Service 2035“ vor. Weitere Transferaktivitäten sowie Publikationen zu AR-Technik in der Industrie sind bereits in Planung.
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