Schöck Bauteile ist ein Anbieter für Lösungen, die Wärmebrücken und Trittschall reduzieren, für thermisch trennende Fassadenbefestigungen sowie Bewehrungstechnik. Zu den strategischen Handlungsfeldern zählt auch die Digitalisierung. Im Jahr 2024 stand die Einführung des Argvis; Maintenance Portals auf der Schöck-Agenda.
(Bild: Schöck Bauteile)
Schöck nutzt bereits seit 2017 das SAP-Instandhaltungsmodul Plant Maintenance (SAP PM) für die Erfassung von Störmeldungen und zu planenden Instandhaltungsmaßnahmen (IH), zur systemgestützten und automatisierten Wartungsplanung sowie zur IH-Auftragsabwicklung für die Dokumentation von IH-Maßnahmen und Ermittlung interner IH-Kosten. Im Jahr 2024 hat Schöck dann dasArgvis; Maintenance Portal eingeführt.
Schöck bietet mit den Tronsole-Produkten komplette Schallschutzsysteme für unterschiedliche Treppenkonstruktionen.
(Bild: Schöck Bauteile)
Die Schöck Bauteile GmbH (Baden-Baden) ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit über 900 Mitarbeitenden, die mehr als 40 internationale Märkte bedienen. Schöck hat sich auf Lösungen zur Verminderung von Wärmebrücken und Trittschall, für thermisch trennende Fassadenbefestigungen sowie Bewehrungstechnik spezialisiert. An sechs Produktionsstandorten in vier europäischen Ländern werden Schöck Produkte hergestellt. Ein weiterer Produktionsstandort wurde in den USA aufgebaut.
Permanenter Zugriff auf systemgestützte Prozesse von überall im Werk
2022 wurde zu SAP PM auch die Bestandsführung der IH-relevanten Ersatzteile über SAP Materials Management (SAP MM) realisiert, die in das SAP PM integriert wurde. Dazu Sebastian Schmelz, ProductOwner Produktion, Schöck Bauteile GmbH: „Wir wissen seitdem immer, welche IH-Aufträge und somit welche Anlagen welche Ersatzteile verbraucht haben - inklusive der Ermittlung der Ersatzteilkosten pro Anlage.“
Die tragenden Wärmedämmelemente von Schöck minimieren Wärmebrücken.
(Bild: Schöck Bauteile)
Die entsprechenden Prozesse waren zwar direkt auf Schöck zugeschnitten und auch funktional, aber der Zugriff auf diese SAP-Prozesse war nur über einen PC-Arbeitsplatz möglich. „Schaut man sich die täglichen Arbeitsabläufe der Instandhalter an, so sind diese logischerweise mehr im Werk unterwegs als am PC“, so Schmelz. Die Folge: Immer, wenn die Instandhalter Informationen aus dem SAP-System benötigen, oder Schöck verlangte, dass das SAP-System mit Informationen versorgt werden soll, mussten die Mitarbeiter extra einen PC aufsuchen. Sebastian Schmelz erklärt: „Wir suchten daher nach einer Lösung, mit der die Instandhalter von überall im Werk permanent auf unsere systemgestützten Prozesse zugreifen können.“ Die Mitarbeiter in der Instandhaltung sollten mit der neuen Software zum einen Zugriff auf beispielsweise Arbeitsvorräte oder Materialbestände haben, wenn sie diese benötigen und zum anderen auch ihre Dokumentation von IH-Maßnahmen durchführen können, wenn sie noch an der Anlage sind und die Tätigkeit noch sehr präsent ist.
Das Argvis; Maintenance Portal
Zusammenfassend versprach sich Schöck von der neuen mobilen Instandhaltungslösung eine Reihe von Vorteilen. So sollte diese vor allem eine deutliche Effizienzsteigerung des Instandhaltungspersonals sowie eine Verbesserung der Datenqualität bringen -- über alle Instandhaltungsmaßnahmen hinweg.
„Dies sollte es uns erstmals ermöglichen, ein aussagekräftiges Reporting für die Instandhaltung aufzubauen und die Grundlage bilden, datenbasierte Steuerungsmechanismen zu etablieren“, resümiert Schmelz. Im Rahmen der Suche und Entscheidungsfindung hatte Schöck in den vergangenen zwei Jahren sechs verschiedene Anbieter von mobilen IH-Lösungen gehört und gesehen.
Sebastian Schmelz erinnert sich: „Neben Argvis gab es noch zwei weitere Anbieter, die uns funktional überzeugt haben.“ Letztlich machte Argvis mit dem Argvis; Maintenance Portal das Rennen. Überzeugt hatten die Verantwortlichen Funktionen wie individuelle Kunden-Anpassungen, SAP-Standard-Schnittstelle, Auswahl zwischen Remote- und Cloud-Betrieb sowie die Kostenbetrachtung über mindestens fünf Jahre.
info: schöck bauteile gmbh
Die Schöck Bauteile GmbH mit Sitz in Baden-Baden ist ein Unternehmen in der Bauindustrie. Es ist führender Anbieter für zuverlässige und innovative Lösungen zur Verminderung von Wärmebrücken und Trittschall, für thermisch trennende Fassadenbefestigungen sowie Bewehrungstechnik. Produkte von Schöck ermöglichen eine rationellere Bauweise und sichern nachhaltig die Bauqualität. Im Mittelpunkt stehen der bauphysikalische Nutzen und die Energieeffizienz. Für das Bauen von morgen treibt Schöck mit dem Bereich Digitalisierung den Workflow von der Planung bis zur Baustelle voran.
Fertigung bei Schöck Bauteile.
(Bild: Schöck Bauteile)
SAP-Prozesse funktionieren mit der Argvis-Lösung
Die Freigabe für die Einführung von Argvis durch den Vorstand – inklusive Budgetfreigabe – erhielt das Projektteam von Schöck dann Anfang Juni 2024. Die Installation der Lösung selbst war innerhalb von ein bis zwei Wochen erledigt. Anschließend folgte eine fünfwöchige Test- und Korrekturphase für kleinere kundenindividuelle Anpassungen und Korrekturen. Summa summarum habe man einen sehr sportlichen Zeitplan gehabt: von Vertragsunterschrift bis Go-Live vergingen gerade einmal zehn Wochen inklusive Urlaubsphase.
Sebastian Schmelz erläutert: „Unser Projektteam bestand aus einem SAP Inhouse-Berater inklusive Projektleitung, einem Meister der Instandhaltung (Prozessverantwortlicher) inklusive stellvertretender Projektleitung sowie aus zwei Instandhaltungsmitarbeitern als permanente Test-User.“ Ideal war, dass Schöck bereits vor der Beauftragung einen Testzugang erhielt und das Produkt ausprobieren konnte. Da man im Bereich der Instandhaltung keinerlei SAP-Eigenentwicklungen hatte, sondern diese nun erst in Argvis abgebildet werden sollten, konnte sich Schöck ziemlich sicher sein, „dass unsere SAP-Prozesse mit der argvis-Lösung funktionieren“ (Schmelz).
Stand: 16.12.2025
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Zudem wurde vor der Beauftragung ein Anforderungsworkshop gemeinsam mit Argvis durchgeführt, um die Anforderungen und Ziele von Schöck zu besprechen, zu konzipieren und den Zusatzaufwände abzuschätzen, so Schmelz: „So konnten wir vor der Beauftragung und dem Projektstart sehr gut abschätzen, was zu tun ist und was auf uns zukommt.“
Mit Argvis-Lösung zur datengetriebenen Instandhaltung
Heute unterstützt das Argvis; Maintenance Portal den Instandhaltungsalltag bei Schöck im Werk Baden-Baden auf verschiedenen Ebenen. So können beispielsweise die Vorarbeiter aus der Produktion, die bisher für die Erfassung von Störmeldungen einen PC suchen mussten, diese direkt am Ort der Störung erfassen und den Meldungen relativ einfach Fotos anhängen. Die Instandhalter selbst haben diese Meldungen als Arbeitsvorrat immer bei sich und können von überall im Werk auf die Daten des Systems zugreifen. Auch hier entfällt der Gang zum PC.
„Schließlich liefern uns die Instandhalter – durch die Verfügbarkeit der Informationen überall im Werk – auch wesentlich genauere Daten in Form ihrer Rückmeldungen, was nun ein aussagekräftiges IH-Reporting jetzt ermöglicht und ein erster Schritt in Richtung datengetriebene Instandhaltung ist.“
Aktuell arbeiten im Werk Baden-Baden mit Argvis; Maintenance Portal zehn Vorarbeiter und Meister der Produktion (mobile Meldungserfassung), zwölf Instandhalter (Arbeitsvorräte nutzen, Zeiten rückmelden, Ersatzteile entnehmen, IH-Maßnahmen dokumentieren) vier IH-Kollegen mit erweiterten Funktionen wie Aufgaben verteilen und Auswertungen durchführen. Der Roll-out des Argvis; Maintenance Portals in den Schöck Werken Essen und Halle a. d. Saale ist für das erste Halbjahr 2025 vorgesehen. Damit wird sich die Anzahl der Nutzer in etwa verdoppeln.
Genauere Rückmeldungen und Zeitersparnis
Im täglichen Einsatz bei Schöck im Werk Baden-Baden hat vor allem die mobile Erfassung von Störmeldungen einen hohen Stellenwert, wie Sebastian Schmelz erklärt: „Zum einen wird die Erfassung der Meldung nicht mehr vergessen, da die Meldung jederzeit und von jedem Ort aus erfasst werden kann, zum anderen sind die Meldungen durch die Angabe des Störungsbeginns und die gute Dokumentation des Schadens durch Bilder per Smartphone wesentlich genauer.
Leistungsmerkmale des Argvis; Maintenance Portals
genauere Rückmeldungen und somit detailliertere Daten für Auswertungen;
Zeitersparnis für die Mitarbeiter durch Reduktion von Wegen zu PC-Arbeitsplätzen;
bessere Dokumentationsmöglichkeiten lösen manuelle Schicht-Reports und Störungsbibliotheken ab;
einfache Zuweisung von Störungen und Wartungen durch IH-Meister an verfügbare Instandhalter durch grafische Plantafel.
Sebastian Schmelz fasst das Einführungsprojekt Argvis; Maintenance Portal wie folgt zusammen: „Das Argvis; Maintenance Portal wurde vor allem implementiert, um unsere Mitarbeiter an das System heranzuführen, damit unsere bereits implementierten SAP-Prozesse sowohl für sie selbst als auch für uns Schöck den gewünschten Mehrwert bringen. Die Zusammenarbeit mit Argvis verlief sowohl vor als auch während des Projekts sehr gut.“ Sämtliche Anfragen und Fragen wurden schnell und effizient beantwortet, technische Probleme gab es kaum und wenn, dann wurde schnell reagiert.
Fazit und Ausblick
„Kurzum: Vom ersten Kontakt bis zum erfolgreichen Projektabschluss fühlten wir uns bei Argvis gut betreut und als Kunde mit all unseren Bedürfnissen wahrgenommen“, so Schmelz abschließend. (anm)
Der Autor, Frank Ostwald, ist Head of Sales/Marketing bei Argvis.