Baumanagement Digitale Qualitätssicherung: Mängel vermeiden statt verwalten

Ein Gastbeitrag von Martin Grolms 4 min Lesedauer

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In der wettbewerbsintensiven Baubranche ist die kontinuierliche Verbesserung von Effizienz und Qualität unverzichtbar. Ditting setzt als Bauunternehmen mit n.core auf eine Lösung für digitale Qualitätssicherung, die beide Aspekte vereint. Die Bausoftware optimiert nicht nur Prozesse, sondern hat auch das Potenzial, die Bauindustrie nachhaltig zu verändern.

Anne Christine Gaedeke (rechts) bereitet mithilfe von n.core die Abnahme vor.(Bild:  Richard Ditting)
Anne Christine Gaedeke (rechts) bereitet mithilfe von n.core die Abnahme vor.
(Bild: Richard Ditting)

Das mittelständische Bauunternehmen Richard Ditting GmbH & Co. KG hat eine mehr als 140 Jahre lange Geschichte. Um weiterhin und langfristig erfolgreich zu sein, hat der Hamburger Projektentwickler mit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern längst den Weg der Digitalisierung eingeschlagen. „Wir nutzen beispielsweise Software zur effizienten Materialbeschaffung und eine andere Lösung, um unseren CO2-Fußabdruck zu erfassen“, sagt Anne Christine Gaedeke von der Abteilung Unternehmensentwicklung und Digitalisierung bei Ditting.

Schon länger befasst sich das Bauunternehmen mit Lean Construction. Anfang der 2010er-Jahre hat Ditting die Methode auf die eigenen Bedürfnisse in der Baubranche übertragen und seitdem konsequent weiterentwickelt. Die Prozesse werden sehr genau getaktet und gesteuert. „Es gibt immer einen Strukturplan und alle Termine auf der Baustelle sind optimal aufeinander abgestimmt“, sagt Bernd Pätzke, Leiter Ausführung Hochbau und Prokurist bei Ditting.

Mangelmanagement: Digitale Qualitätssicherung

Anne Christine Gaedeke wollte schließlich gezielt das Thema Mangelmanagement angehen. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Mängel von Hand erfasst und nachgehalten“, beschreibt die Projektleiterin. „Qualitätsprüfungen haben wir anhand von Exceltabellen durchgeführt. Das wollten wir effizienter gestalten und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit verbessern.“ „Wir haben uns viele Tools angesehen bis ein Kollege gezielt nach n.core fragte“, so Gaedeke weiter. Gemeinsam mit einem Polier fuhr man nach Aachen, um sich die Software vor Ort auf einer Baustelle anzuschauen.

Die Analyseergebnisse visualisiert n.core als Tabellen oder Diagramme.(Bild:   n.core)
Die Analyseergebnisse visualisiert n.core als Tabellen oder Diagramme.
(Bild: n.core)

Im Juni 2022 starteten die ersten Testprojekte bei Ditting, um konkret die Prüfpläne und das Mangelmanagement mit n.core zu testen. „Der erste Eindruck war so gut, dass wir die Testphase auf unser Ipanema-Projekt in Hamburg ausweiteten mit insgesamt 520 Wohnungen, Gewerbeeinheiten, Tiefgarage und einem 50 Meter hohen Büroturm“, schildert der Prokurist. „Hier bereiten wir mithilfe von n.core die Abnahme vor“, sagt Anne Christine Gaedeke. Die Bauzeit begann schon 2020 und soll 2024 enden. Um alle Funktionen der Software zu testen, war man schon zu spät dran, aber allein der Mehrwert der digitalen Unterstützung bei den Abnahmen hat nach eigenen Angaben Begeisterung ausgelöst.

Der Ipanema-Büroturm erhält 13 Stockwerke, 22.000 Quadratmeter und einen ovalen Grundriss. Die beiden wellenförmigen Wohngebäude umfassen fast 30.000 Quadratmeter mit großen und kleinen Wohnungen.

Unkomplizierte Handhabung

Als Generalunternehmer und Projektentwickler pflegt Ditting langjährige Partnerschaften mit bewährten Unternehmen. So war das Feedback auch entsprechend wichtig und fiel durchweg positiv aus. Besonders die Haustechnik lobt den Funktionsumfang der Software sowie die Anwenderfreundlichkeit und klare Gestaltung.

Usability ist ein wichtiger Aspekt und n.core braucht keine langwierige Schulung oder Eingewöhnung. Eine zielgerichtete Anleitung versetzt die Nachunternehmer schnell in die Lage, die Software eigenständig zu nutzen.

Ditting will flexibel bleiben und testet immer wieder Kooperationen mit neuen Nachunternehmern. „Insbesondere auf großen Baustellen arbeiten wir beispielsweise mit mehreren kleineren und größeren Putzfirmen parallel“, so Pätzke. „Die Arbeitsvorbereitung, Durchführung und Qualitätssicherung erfordert eine Menge Kommunikation und einen hohen Bedarf an Abstimmungen.“ Hierbei hat sich n.core als effektive Kommunikations- und Koordinationsplattform erwiesen, die den Informationsfluss optimiert und die Zusammenarbeit erleichtert. Dabei müssen die Nachunternehmer die Software nicht einmal selbst installieren. Sie bekommen bei jedem festgestellten Mangel zusätzlich eine E-Mail, die einen Link zu dem spezifischen Problem enthält. So lssen sich die Mängel direkt vor Ort bearbeiten und als erledigt markieren.

Digitale Qualitätssicherung: Das sind die Ergebnisse aus der Testphase

Die Testphase der Bausoftwarelösung hat bereits beeindruckende Ergebnisse hervorgebracht. Insbesondere im Kontext großer Bauprojekte, bei denen zahlreiche Fachkräfte involviert sind, erweist sich die Software als äußerst vorteilhaft. Ein zunehmend aktuelles Anliegen auf Baustellen betrifft die Standardisierung und Optimierung von Prozessen, um Ressourcen, Arbeitszeit und Nacharbeit effektiver zu nutzen. „Wenn wir 500 oder noch mehr gleiche Fenster einbauen müssen, ist die App ein riesiger Vorteil“, findet die Projektleiterin. n.core adressiert diese Herausforderungen gezielt, indem es als Werkzeug für Qualitätsmanagement und Mangelmanagement gleichermaßen dient, inklusive Dokumentation.

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n.core braucht keine langwierige Schulung oder Eingewöhnung.(Bild:   n.core)
n.core braucht keine langwierige Schulung oder Eingewöhnung.
(Bild: n.core)

Die Kontroll- und Analysemöglichkeiten der gesammelten Daten eröffnen neue Einblicke: „Ich habe auf meinem Handy die komplette Übersicht über die Baustelle, etwa den Status der Bearbeitung einzelner Gewerke oder entdeckte Mängel. Außerdem etliche Auswertungsmöglichkeiten auf Grundlage unterschiedlicher Parameter. So kann ich direkt Schlussfolgerungen für das laufende Bauvorhaben oder auch nachfolgende Baustellen ziehen“, sagt Pätzke.

Die verknüpften Daten enthüllen Muster und Trends, die sonst schwer zu erkennen wären, und zeigen, an welchen Stellen des Bauprozesses Optimierungen möglich sind. Durch die An.alyse und Interpretation von Mängeln können Unternehmen unentdeckte Probleme aufdecken und gezielt darauf reagieren.

Die Transformation manueller Abläufe zur Automatisierung mithilfe der Bausoftware erfolgt Schritt für Schritt, konzentriert und in Ruhe. Routineaufgaben in der Kommunikation wie das Beantworten von Mails, Telefonaten und das Scannen von Dokumenten werden nun automatisiert. Um handfeste Zahlen zu nennen, ist es aber noch zu früh. Absehbar ist aber, dass Ditting für die Qualitätssicherung enorm viel Zeit sparen wird, was auch die Gesamtqualität und Kundenzufriedenheit steigert.