DigitalBAU 2024: Künstliche Intelligenz beschleunigt die Baubuchhaltung

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 3 min Lesedauer

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Fachkräfte entlasten, der Krise trotzen – KI in der Baupraxis sichert entscheidende Vorteile. Wie das gelingen kann, zeigt BRZ auf der DigitalBAU 2024.

(Quelle:  BRZ)
(Quelle: BRZ)
  • BRZ will auf der DigitalBAU 2024 zeigen, dass Assistenzsysteme mit künstlicher Intelligenz bereits heute einen wichtigen Beitrag leisten, um Kernprozesse im Baubetrieb zu optimieren.  

  • Zusätzlich zur KI-Baukalkulation stellt das Unternehmen nun auch ein KI-System für den kaufmännischen Bereich im Baubetrieb vor.

  • Weitere Schwerpunkte des vorgestellten BRZ-Lösungsportfolios liegen auf dem ESG-Reporting (ESG: Environmental, Social, Governance) und der digitalen Bürgschaftsverwaltung.

Künstliche Intelligenz kann schon heute dazu beitragen, Bauprozesse zu optimieren. Das zeigen die Anwendungen die BRZ auf der DigitalBAU 2024 vorstellt. Im Fokus der neuen KI-Anwendung von BRZ steht die weitgehend automatische Verbuchung von eingehenden Belegen und Rechnungen. Christian Jurasin, verantwortlich für die Entwicklung der kaufmännischen Cloudlösung BRZ 365 Finance: „Die Erkenntnisse aus unserem aktuellen KI-Projekt haben uns überrascht. Die Baubuchhaltung wird dadurch stark beschleunigt und der Einsatz von KI auf ein neues Niveau katapultiert.“ 

BRZ auf der DigitalBAU 2024: Einsparpotenziale mit KI

In Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Bauunternehmen wurde ein komplettes Geschäftsjahr manuell nachgebucht und die Ergebnisse mit denen der KI verglichen. Die KI-Trefferquote lag bei über 92 Prozent. „Ein Resultat, das mit der bisher üblichen, traditionellen Vorgehensweise bei der Kontierung mithalten kann“, erläutert Jurasin. Er betont jedoch, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz keine Fachkräfte ersetze, sondern vielmehr hochwirksam unterstütze. Schwerpunkt der weiteren Entwicklung legt das BRZ-Team auf das gezielte, baufachkundige Training der KI. Nur so könnten angesichts der Besonderheiten im Bau-Rechnungswesen die KI-Vorteile wie Schnelligkeit, Transparenz und Genauigkeit in vollem Umfang realisiert werden, so Jurasin. 

KI kann die Baukalkulation beschleunigen

Cloud, KI und BIM sind die Treiber der digitalen Transformation im Bau. Mehr Mobilität, transparente Information in Echtzeit, schlanke Prozesse und nicht zuletzt mehr Schnelligkeit sind die erwünschten Ergebnisse. Johannes Gunkel, verantwortlich für die Softwareentwicklung BRZ 365 Bautechnik: „Unsere Pionierarbeit für Cloud- und KI-Anwendungen in Bauprozessen trägt nun Früchte. Wir sehen uns darin bestätigt, nicht nur, weil auch andere die Idee aufgreifen. Vor allem bestätigen uns die positiven Rückmeldungen aus der Baupraxis, dass der Ansatz richtig ist, gerade in Zeiten großer Herausforderungen praxisorientierte Innovationen für die täglichen Aufgaben der Bauunternehmen einfach und unkompliziert nutzbar zu machen.“ 

Die Unterstützung durch die KI in der BRZ-Baukalkulation ist dabei in drei Stufen abrufbar: von Stufe 1 mit Empfehlung von Schwer­punktpositionen über Stufe 2 mit vorstrukturierten Positionen, Kalkulations­details und Langtextvergleichen bis hin zu Stufe 3 mit vollautomatischer Kalkulation aller Positionen. Als Datenbasis dienen frühere Angebotskalkulationen sowie semantische Analysen bestehender Lang- und Kurztexte. So gelinge es, so Gunkel, den Wissensschatz im Unternehmen gezielt zu heben und aus „MyData“ einzelner Mitarbeitender eine große Datenbasis, „ein unternehmensspezifisches ‚Big Data‘ zu machen“. 

ESG-Reporting für Baubetriebe

Um ESG-Anforderungen zu erfüllen, die mittelständische Baubetriebe ab 2025 dokumentieren müssen, seien bereits jetzt Erweiterungen in den Datenstrukturen sowohl der baubetrieblichen als auch der kaufmännischen Anwendungen sowie im Materialmanagement sinnvoll, ist sich Christian Jurasin sicher. Besonders herausfordernd für den Bau sind nach Einschätzung vieler Branchenexperten die Nachweispflichten bei CO2-Emission, Energieverbrauch und recyclingfähigen Materialien. Christian Jurasin: „Hier ist es entscheidend, valide und prüfbare Informationen ohne Mehraufwand bereitzustellen, transparent auszuwerten und zu dokumentieren.“ 

Effektiver Technologiesprung: Digitale Bürgschaften

Mit der Integration der digitalen Bürgschaften in die Anwendung der BRZ-Bürgschaftsverwaltung gelingen, so Christian Jurasin, „spürbare Zeit- und Kostenvorteile für Baubetriebe, Auftraggeber und Bürgen.“

Durch die Anbindung an die unabhängige Plattform Trustlog entsteht zwischen allen Beteiligten ein durchgängig digitalisierter Bürgschaftsprozess - von der Beantragung über Ausstellung, Prüfung und Annahme bis hin zur Rückgabe. Somit lassen sich aufwändige Korrekturläufe und Postversendungen der Bürgschaften vermieden und die Fachkräfte aller Beteiligten im Arbeitsalltag entlasten. Zusätzlicher Vorteil: Die Nutzung der digitalen Bürgschaft über Trustlog ist für Baubetriebe nicht mit Mehrkosten verbunden.

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