Natur-Klimadecken bei Outdoor-Spezialist Bever Der Taupunktfalle entkommen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

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Eigentlich ist der Mensch fürs Draußensein gemacht. Das gehört zum Credo des niederländischen Outdoor-Experten Bever, der mit seinen Produkten ermöglichen will, selbst bei Wind und Wetter im Freien aktiv zu sein. Beim Neubau des Hauptsitzes samt Vertriebszentrum in Pijnacker hat das Unternehmen jetzt gezeigt, dass es auch Wert aufs Wohlbefinden im Büro legt und hat seinen Verwaltungsbereich mit Natur-Klimadecken von Argillatherm ausgestattet. 

Flächenkühlung ohne zentrale Lüftungsanlage und Taupunktüberwachung. (Bild:  Evabloem)
Flächenkühlung ohne zentrale Lüftungsanlage und Taupunktüberwachung.
(Bild: Evabloem)

Im Objektbau sind herkömmliche Klimadecken seit den 2000er-Jahren Stand der Technik. Doch dabei stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Wie lässt sich speziell beim Kühlen verhindern, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigt und diese sich letztendlich an der kühlen Deckenoberfläche niederschlägt? Eine Möglichkeit: die zugeführte Frischluft zunächst mittels Lüftungsanlage zu entfeuchten. Der Energieaufwand für diese Vortrocknung ist aber genauso groß wie das eigentliche Kühlen. Als Alternative bietet sich eine Taupunkt-Überwachung an. Sie schaltet die Kühlung bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent ab. Die paradoxe Konsequenz: Die Klimadecke ist gerade an besonders heißen Tagen nicht in Betrieb.

Klimadecken aus Tonmineralen

Bei Natur-Klimadecken ist das anders: Die Humid-Module von Argillatherm bestehen vor allem aus polaren Tonmineralen. Sie können deswegen pro Quadratmeter über zwei Liter Wasser aufnehmen, ohne selbst zu überfeuchten und es kann nicht zu Quellungen, Schwindungen oder Rissbildungen kommen. Für den Luftaustausch reicht dann eine dezentrale Lüftung völlig aus – oder einfach das Stoßlüften über die Fenster.

Die Humid-Module gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die sich je nach Bedarf miteinander kombinieren lassen. (Bild:  Argillatherm)
Die Humid-Module gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die sich je nach Bedarf miteinander kombinieren lassen.
(Bild: Argillatherm)

„Im Fall von Bever stellte uns die Deckenarchitektur allerdings vor besondere Aufgaben", sagt Axel Lange, Geschäftsführer von Argillatherm. Denn für die Holzrippenkonstruktion in Wabenform war mit den herkömmlichen quadratischen Modulen nichts anzufangen. „Wir haben deswegen alle Felder einzeln mit CAD geplant, um den Holzbau mit den nötigen Infos zu Aussparungen in den Balken zu versorgen." Tatsächlich gelang es so, alle Felder mit Humid-Modulen auszustatten sowie alle Rohrleitungen für die Heiz-Kühl-Funktion kupplungsfrei zu verlegen und an den Heizkreislauf anzuschließen.

Beim Einbau erwiesen sich die Humid-Module ansonsten als unkompliziert. Sie lassen sich einfach an der Decke verschrauben. Die dazu nötigen Aussparungen sowie weitere Befestigungspunkte wurden bei der Montage berücksichtigt.

Abschließend wurde ein Universal-Lehmputz aufgebracht, der auf Wunsch von Bever nicht gestrichen wurde, um die natürliche Lehmoptik zu erhalten. Auch im Hinblick auf die spätere Entsorgung passen die Humid-Module übrigens zum nachhaltigen Gesamtkonzept des Outdoor-Spezialisten: Da die Platten nur aus Naturprodukten bestehen, können sie später einfach gemahlen und neu verpresst werden. Dieser Recycling-Kreislauf lässt sich laut Argillatherm unendlich oft wiederholen. Weitere Informationen gibt es hier

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