Architekturbiennale 2025 Biokohle macht Bauwerke zu Kohlenstoffsenken

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Eine neuartige Biokohle-Technologie verwandelt Gebäude in Kohlenstoffsenken. Das Verfahren lässt sich mit Zement, Mörtel und Beton für alle Projekte nutzen. Erste Anwendung ist ein Prototyp für eine Wohneinheit der Grundversorgung in Originalgröße.

Die in Venedig an der Architekturbiennale 2025 vorgestellte Technologie kommt zum ersten Mal in einem Prototyp einer Grundversorgungseinheit in Originalgröße zum Einsatz. (Bild:  celestiastudio)
Die in Venedig an der Architekturbiennale 2025 vorgestellte Technologie kommt zum ersten Mal in einem Prototyp einer Grundversorgungseinheit in Originalgröße zum Einsatz.
(Bild: celestiastudio)

Holcim arbeitet mit dem mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Architekten Alejandro Aravena und seinem Büro Elemental zusammen, um eine neue Biokohle-Technologie zu präsentieren, die Gebäude in Kohlenstoffsenken verwandelt. Die in Venedig auf der Architekturbiennale 2025 vorgestellte Technologie kommt zum ersten Mal in einem Prototyp einer Grundversorgungseinheit in Originalgröße zum Einsatz. Der Prototyp folgt dem Prinzip des inkrementellen Designs, das einen schnellen und effizienten Bau durch die Bereitstellung grundlegender Wohnkomponenten ermöglicht, während die Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Haus selbst fertig zu bauen. Die Netto-Null [1]-Biokohle-Betonmischung von Holcim berücksichtigt auch den Kreislaufgedanken und verwendet zu 100 Prozent recycelte Zuschlagstoffe.

Inkrementeller Wohnungsbau, auf den Punkt gebracht

Miljan Gutovic, CEO von Holcim: „Holcim ist der führende Partner für nachhaltiges Bauen, und wir arbeiten mit allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Durch unsere Partnerschaft mit Alejandro Aravena und dem Elemental-Team haben wir gezeigt, wie die neue Kohlenstoffsenken-Technologie von Holcim die Zukunft des Bauens gestalten kann.“

Der Prototyp folgt dem Prinzip des inkrementellen Designs, das einen schnellen und effizienten Bau durch die Bereitstellung grundlegender Wohnkomponenten ermöglicht.(Bild:  Elemental)
Der Prototyp folgt dem Prinzip des inkrementellen Designs, das einen schnellen und effizienten Bau durch die Bereitstellung grundlegender Wohnkomponenten ermöglicht.
(Bild: Elemental)

Alejandro Aravena, Gründer von Elemental: „In Venedig bringen wir den inkrementellen Wohnungsbau auf den Punkt: Eine strukturelle Sanitäreinheit aus vorgefertigten Platten deckt die Grundbedürfnisse des Wohnens ab. Die neue Dekarbonisierungstechnologie von Holcim ermöglicht es uns, dem Umfang und der Geschwindigkeit der Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, ohne die Umwelt zu belasten.“

Biokohle bindet CO2

Am Ende ihres Lebenszyklus setzen organische Stoffe CO2 frei; durch die Umwandlung in ein kohleähnliches Material, die Biokohle, wird das freigesetzte CO2 dauerhaft gebunden. Wenn sie kohlenstoffarmen Zement-, Mörtel- oder Betonrezepturen zugesetzt wird, verringert sich ihr CO2-Fußabdruck weiter, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird. Ein Kilogramm Biokohle verhindert die Freisetzung von bis zu drei Kilogramm CO2. Diese Kohlenstoffsenken-Technologie erweitert das Angebot an innovativen Lösungen von Holcim, angefangen bei den nachhaltigen Baustoffen EcoPact und EcoPlanet bis hin zur Kreislauftechnologie EcoCycle.

Die Netto-Null-Biokohle-Betonmischung von Holcim berücksichtigt auch den Kreislaufgedanken und verwendet zu 100 Prozent recycelte Zuschlagstoffe.(Bild:  celestiastudio)
Die Netto-Null-Biokohle-Betonmischung von Holcim berücksichtigt auch den Kreislaufgedanken und verwendet zu 100 Prozent recycelte Zuschlagstoffe.
(Bild: celestiastudio)

Das Projekt von Holcim und Elemental wird vom 7. Mai bis zum 23. November 2025 im Rahmen der vom Europäischen Kulturzentrum in Venedig organisierten Ausstellung „Time Space Existence“ zu sehen sein.

[1] Umfang der Betonproduktionsphasen (A1-A3 cradle to gate) in der Ökobilanz. Geht von einer durchschnittlichen Transportentfernung von 300 km für Zement und Füllstoffe und 100 km für Zuschlagstoffe aus.

Weitere Informationen: 
https://www.holcim.com/
https://www.elementalchile.cl/

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