Die Baumanagementlösung von Procore verbindet alle an einem Bauprojekt Beteiligten auf einer einheitlichen Plattform. Bereits in mehr als 150 Ländern im Einsatz, startete sie im November des vergangenen Jahres auch in Deutschland.
(Quelle: Procore)
Andreas Steyer, Product Marketing Manager Central Europe bei Procore Technologies, erklärt, wodurch sich die Plattform auszeichnet und wie sie den Besonderheiten der deutschen Baubranche gerecht wird und sich durch sie Bauprozesse optimieren lassen.
Endlich: Jetzt lassen sich auch in Deutschland Bauprozesse optimieren
Die Baumanagement-Plattform von Procore ist bereits in 150 Ländern im Einsatz, darunter auch schon bei Kunden im deutschsprachigen Raum. Warum startet sie jetzt in Deutschland?
Andreas Steyer: Procore wird in der Tat fast überall auf der Welt bereits eingesetzt. Durch den offiziellen Markteintritt in Deutschland können wir unsere Kunden in der Region mit einer lokalisierten Plattform, deutschsprachigen Support und Beratung sowie unserem Team vor Ort nun aber wesentlich besser bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.
Betrifft diese Entscheidung auch den Markteintritt in Österreich und der Schweiz?
Steyer: Kunden in Österreich und der Schweiz werden von unserem D-A-CH-Team mit derselben Aufmerksamkeit wie in Deutschland betreut. Auch in diesen Ländern haben wir schon einige Anwender.
Wie sehen Sie Ihre Aufgabe beim weiteren Aufbau der Marktpräsenz?
Steyer: Meine wichtigste Aufgabe ist es, unsere globale Baumanagementplattform optimal auf die Bedürfnisse der Anwender in der Region anzupassen. Dabei helfen mir natürlich meine langjährige Erfahrung in der deutschen Bauindustrie, aber auch die vielen Gespräche mit unseren Kunden und anderen hiesigen Bauexperten.
Länderspezifische Unterschiede
Worin unterscheiden sich die Planungsverfahren und Bauprozesse in Deutschland beispielsweise von denen in den USA oder anderen Ländern, in denen Procore bereits besonders aktiv ist?
Steyer: In den USA ist beispielsweise die Kommunikation zwischen den verschiedenen Beteiligten eines Projekts wesentlich stärker formalisiert. Für Vorgänge wie Rückfragen an den Auftraggeber oder Abstimmungen zwischen den Akteuren gibt es eigene Prozesse wie Request-for-Information (RFI) oder Submittals.
Inwiefern kann Procore hier Lösungen bieten, die auf dem deutschen Markt noch fehlen?
Steyer: Um diese Kommunikationsprozesse sowie das gesamte Projektmanagement effizient zu gestalten, ist der zentrale Ansatz von Procore: Alle Projektbeteiligten kommen auf einer Plattform zusammen - vom Bauherrn über den Generalunternehmer bis zu den Subunternehmern. Dies ist in dieser Form einzigartig, vor allem weil es keine Beschränkungen in Nutzerzahl oder Speicherplatz gibt.
(Aufbau der Baumanagementplattform von Procore. Bild: Procore)
Was kann die Plattform besonders gut, beispielsweise im Vergleich zu Lösungen wie der Autodesk Construction Cloud?
Steyer: Procore hat einen klaren Fokus auf das effiziente Management von Bauprojekten. Das Unternehmen wurde von einem Bauunternehmer gegründet und ist tief in der Baubranche verwurzelt. Dass wir verstehen, wie Bau funktioniert, zeigt sich in unserer mehrfach ausgezeichneten Nutzerfreundlichkeit und in dem Ineinandergreifen der unterschiedlichen Prozesse.
Können Sie uns, bitte, ein Beispiel dafür nennen?
Steyer: Sie können beispielsweise in Procore während einer Inspektion vor Ort festhalten, dass eine Nachbesserung notwendig ist, und aus diesem Vorgang direkt einen Nachtrag erstellen, der wiederum automatisch Auswirkungen auf das Budget und die Rechnungsstellung hat. Das ist wesentlich effizienter, als, wie in anderen Lösungen, diese einzelnen Vorgänge manuell anzustoßen – falls sie diese Funktionalitäten überhaupt bieten.
Wie sieht die Integration mit bereits bei den Unternehmen vorhandenen Projektmanagement- und BIM-Lösungen aus?
Steyer: Über unsere einfach zu nutzende API-Schnittstelle können sich diese und andere Lösungen ganz einfach an die Procore-Plattform andocken und auf alle Daten zugreifen. Sie werden dabei von unserem Partnermanagement begleitet und unterstützt und sind dann weltweit auf unserem App-Marketplace verfügbar. Dort finden sich bereits mehr als 400 Integrationen zu verschiedensten Softwarelösungen.
Wo werden die Daten gespeichert?
Stand: 16.12.2025
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Steyer: Wir sind weltweit DSGVO-konform und legen sehr großen Wert auf Datensicherheit. Mit unserem verstärkten Engagement in Europa haben wir auch in unsere digitale Infrastruktur in der Region investiert. Die wichtigen Informationen der deutschen Kunden, wie Dokumente und Pläne, werden zum Beispiel in Frankfurt am Main gehostet.
Nach aktuellen Studien arbeitet nur eine Minderheit der deutschen Planungs- und Bauunternehmen mit der Planungsmethodik BIM, und das sind dann eher größere Unternehmen. Inwiefern will Procore auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen mit seinen Lösungen adressieren?
Steyer: Es gibt in der Tat einige Lösungen, die sehr auf BIM fokussiert sind und dadurch weniger geeignet für die tatsächliche Realität auf den meisten Baustellen. Auf Procore hingegen können zwar ebenfalls BIM-Projekte umgesetzt werden, aber ebenso effizient auch ganz klassische Projekte. Kommunikation, Aufgabenmanagement, gemeinsame Arbeit an Plänen und Dokumenten und Qualitäts- und Sicherheitsmanagement kommen in jedem Projekt vor und werden von kleinen und mittelständischen Unternehmen genauso ausgeführt. Und gerade die Nutzerfreundlichkeit, die die Plattform auch ohne langwierige Schulungen einsetzbar macht, wird von diesen Unternehmen besonders geschätzt.
(Andreas Steyer, Product Marketing Manager Central Europe bei Procore Technologies Bild: Procore)
Welche Trends kommen ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren auf die Baubranche zu?
Steyer: Wir führen derzeit eine Studie in der deutschen Baubranche durch, und dort zeigt sich – ohne den Ergebnissen vorgreifen zu wollen – dass die Befragten weniger auf Innovationen wie Virtual Reality oder 3D-Druck setzen, sondern vielmehr auf solche, die ihnen kurzfristig helfen, effizienter zu arbeiten: Big-Data-Analysen, Tracking von Baumaschinen, Vorfertigung und eben auch integrierte Baumanagementplattformen. Das ist meiner Meinung nach aufgrund der Herausforderungen der letzten Jahre – Fachkräftemangel, Corona, Einbruch von Lieferketten, enorme Kostensteigerungen – überaus verständlich. Hinzu kommt noch ein Trend, der an Relevanz für uns alle kaum zu überschätzen ist: Das Bestreben, zukünftig nachhaltiger und ressourcenschonender zu bauen und dahingehend Bauprozesse optimieren zu können.