Herausforderung urbanes Bauen Bauprojekt Patio in Stuttgart

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

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Lange stand die ehemalige Signa-Baustelle in der Stuttgarter Königstraße still. Jetzt geht es weiter: Das Bauunternehmen Wolff & Müller beginnt mit der Umsetzung des Projekts Patio als Herausforderung für urbanes Bauen.

Patio Stuttgart: Einkaufen und arbeiten in bester Lage.(Bild:  Moriet & Brro)
Patio Stuttgart: Einkaufen und arbeiten in bester Lage.
(Bild: Moriet & Brro)

Mit dem Patio entsteht im Herzen Stuttgarts eine Herausforderung des urbanen Bauens: ein Büro- und Geschäftshaus, das sich durch natürliche Belichtung und begrünte Dachterrassen auszeichnen soll und in dessen Inneren sich die namensgebenden Lichthöfe, Patios, befinden. Das Gebäude bietet rund 7.000 Quadratmeter Mietfläche – davon etwa 2.300 für Einzelhandel und 4.800 für Büroflächen. Die Handelsflächen entlang der König- und Schulstraße will Thalia nutzen, inklusive Café und Eventfläche. Die Eröffnung ist für Winter 2027/28 vorgesehen.

Urbanes Bauen und effizientes Anlieferungsmanagement 

Die Baustelle liegt in der Stuttgarter Fußgängerzone – mit begrenztem Platz und schwierigen Bedingungen für die Anlieferung. Die Planer begegnen diesen Herausforderungen mit einem durchdachten Logistikkonzept: Zwei separate Anlieferzonen, von denen eine ganztägig nutzbar ist, sorgen für reibungslose Materialflüsse und minimieren zugleich Störungen des Umfelds. „Gerade in der Innenstadt entscheidet ein präzises Anlieferungsmanagement über den Projekterfolg. Unsere Erfahrung und die enge Abstimmung mit allen Beteiligten sind hier entscheidend“, betont Stephan Drews, Geschäftsführer von Wolff & Müller. 

Lean und BIM für störungsfreie Abläufe

Um die Prozesse dises urbanen Bauens optimal zu steuern, setzt man auf Lean Management. Einer der Anwendungsfälle, der bereits in der Planungsphase zum Einsatz kommt, ist das Last-Planner-System (LPS): eine kollaborative Arbeitsmethode, bei der alle am Bau beteiligten Gewerke gemeinsam realistische und verbindliche Ablaufpläne erstellen, um Terminzuverlässigkeit und Transparenz auf der Baustelle zu erhöhen. Das LPS wird im Rohbau mit der Taktplanung und dem Shopfloor Management kombiniert, um auch im laufenden Betrieb Kollisionen zu vermeiden. „Lean Management ist für uns mehr als eine Methode – es ist die Grundlage für effizientes, partnerschaftliches und nachhaltiges Bauen“, erklärt Drews. Die digitale Koordination möglich macht ein BIM-Modell im Level of Development (LOD) 300 – also ein 3D-Modell des Projekts mit detaillierten Informationen zu Abmessungen, Formen und Ausrichtungen von einzelnen Elementen des Gebäudes.

Die Planung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Büros, die bereits in der früheren Projektphase unter Signa tätig waren. Der Bauherr strebt für das Projekt Patio eine DGNB-Zertifizierung in Gold an. Weitere Informationen gibt es hier

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