Aufzüge bilden das digitale Rückgrat von intelligenten Gebäuden. Mit Hilfe von IoT-Technologie kann Digital Spine jede Aufzugsanlage digitalisieren – egal wie alt und von welchem Hersteller.
(Quelle: Russ Ward/Unsplash)
Worauf es beim digitalen Aufzugsmanagement ankommt und wie das Ganze funktioniert, erläutert uns Simon Vestner, CEO und Gründer von Digital Spine.
Aufzugsmanagement der Zukunft
Herr Vestner, wer verbirgt sich hinter der Marke Aufzughelden?
Simon Vestner: Aufzughelden ist ein Produkt von Digital Spine. Mit der Aufzughelden-Box und ihrer Technologie lassen sich Aufzüge digitalisieren. Entwickelt, installiert und betreut wird das Angebot von einem Team aus Aufzugexperten, IoT-Entwicklern und Spezialisten aus den Bereichen Data Science, Machine Learning und künstliche Intelligenz (KI).
Digital Spine ist das Dachunternehmen, das sich als Ziel gesetzt hat, die Digitalisierung im Gebäudemanagement durch Innovationen voranzutreiben.
Welche Zielgruppe adressieren Sie mit Ihrem Unternehmen?
Vestner: Kurz gesagt: Wir bieten unsere Leistung jedem an, der einen Aufzug im Eigentum hat oder verwaltet. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um Wohnungsgesellschaften, Altenpflegeheime oder Krankenhäuser handelt. Auch Hotels und mehrstöckige Büroimmobilien gehören zu unseren potenziellen Kunden. Neben den Eigentümern und Verwaltern zählen auch Wartungsfirmen zu unseren Zielgruppen.
Was sind die wichtigsten Herausforderungen Ihrer Kunden und wie kann Digital Spine dabei unterstützen?
Vestner: Für unsere Kunden sind zwei Punkte wichtig: erstens ESG (Environmental Social Governance – Nachhaltigkeit) und zweitens die Senkung der Betriebskosten. Dabei erreichen wir ein vorausschauendes Wartungsangebot auf Basis einer vollumfänglichen transparenten Datenlage über den Aufzug. Das heißt, die notwendigen Beteiligten sollten frühzeitig über technische Störungen erfahren – auch vorausschauend, so dass sie im Idealfall erst gar nicht entstehen. Dabei spielt neben der Häufigkeit der Nutzung eines Aufzugs auch die Zeit eine Rolle.
Durch unsere Aufzughelden-Box können wir die Wartungskosten und den Ressourceneinsatz eines Aufzugs deutlich und nachhaltig senken. Unser innovatives Predictive-Maintenance-System ermöglicht es, Ausfälle aktiv zu reduzieren. Der geringere Wartungsaufwand wirkt sich dabei positiv auf den ökologischen Fußabdruck aus: Weniger Wartungsfahrten schonen Umwelt und Budget. ESG spielt also immer eine übergeordnete Rolle.
(Die Aufzughelden-Box lässt sich ohne großen Aufwand an die Steuerung jedes Aufzugs anschließen – unabhängig vom Alter, Zustand sowie Hersteller. Damit lässt sich der Aufzug mit dem Internet verbinden. Bild: Digital Spine)
Vorteile der Digitalisierung
Welche Vorteile bietet die Digitalisierung von Aufzügen?
Vestner: Die Digitalisierung bietet für die Immobilienwirtschaft ein immenses Potenzial – über alle Bereiche hinweg. Bei Aufzügen liegen die Vorteile der Digitalisierung in der Wartung, Instandhaltung und der Verwaltung von Aufzugsanlagen. Dank modernstem Aufzugsmanagement sowie Gebäudeautomatisierungs-Systemen mit Technologien des Internet of Things (IoT) können Gebäudebetreiber ihr gesamtes Portfolio und den Zustand der kompletten technischen Gebäudeausrüstung in Echtzeit überblicken. Dies führt zu mehr Transparenz und zu einer stärkeren Vernetzung des gesamten Gebäudes.
Was bedeutet die Digitalisierung für die Nachhaltigkeit?
Vestner: Auch in Bezug auf ESG, bietet die Digitalisierung von Gebäuden einen entscheidenden Hebel. Die Datenerfassung und -auswertung ist ein wichtiger Aspekt, der mit einem nachhaltigen Gebäudemanagement ineinandergreift. Erst wenn alle Daten von einem Gebäude erfasst und anschaulich werden, ist Nachhaltigkeit messbar. Nur so können wir gemeinsam den Verbrauch unserer Gebäude kontrollieren. Die Digitalisierung von Gebäuden im Allgemeinen und von Aufzügen im Speziellen bringt also nicht nur einen immensen Kosten- und Aufwandsvorteil, sondern trägt auch zu einer nachhaltigeren Zukunft von Gebäuden bei.
Welches Einsparpotenzial bieten smarte Aufzüge?
Vestner: Je nach Lösung lassen sich ab Tag eins der Installation unserer Aufzughelden-Box bereits Kosten von bis zu 15 Prozent einsparen – ohne dass dafür Kosten auf irgendeiner anderen Seite entstehen. Über smarte Aufzüge kann zudem ausgewertet werden, wie die Auslastung der einzelnen Aufzüge ist. Man erkennt Stoßzeiten und Unterauslastung. Dies macht die Planung von Aufzügen effizienter. Der größte und nachhaltigste Vorteil ist jedoch die Reduzierung der Störungen und somit die Verlängerung der Lebensdauer von Aufzügen: Je weniger ein Aufzug defekt ist, desto weniger Ressourcen müssen eingesetzt werden, um den Aufzug instand zu halten und umso länger lässt er sich in Betrieb halten. Dies steigert die Mobilitäts- und Ressourcenbilanz.
Die Aufzughelden-Box ist das Herzstück der Lösung von Digital Spine. Was ist das Besondere an dieser Lösung und welche Technologie steckt genau dahinter?
Stand: 16.12.2025
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Vestner: Unsere Box lässt sich ohne großen Aufwand an die Steuerung jedes Aufzugs anschließen – unabhängig vom Alter, Zustand sowie Hersteller. Damit bringen wir den Aufzug ins Internet. Unterschiedliche Algorithmen erkennen ab der ersten Sekunde mögliche zukünftige Störungen. Somit generieren wir für unsere Kunden gleich zwei Vorteile. Zum einen wird durch Predictive Maintenance dazu beigetragen, dass eine Störung gar nicht erst entsteht. Zum anderen ist unsere Strategie darauf ausgelegt, unnötige Kosten durch Steigerung der Effizienz zu vermeiden.
Wie digitales Aufzugsmanagement funktioniert
Wie arbeitet die Aufzughelden-Box in der Praxis?
Vestner: Nachdem die Aufzughelden-Box installiert wurde, versieht sie die Steuerungssignale des Aufzugs mit Zeitwerten und kann daraus Rückschlüsse auf die Funktionalität und den Betriebszustand in Echtzeit ziehen. Eine Verlangsamung der Türschließzeit lässt zum Beispiel auf eine defekte Türlaufrolle schließen. Dies funktioniert über unterschiedlichste Schnittstellen, die mit der Steuerung verbunden sind. Diese Informationen werden im Anschluss verarbeitet, mit eigenen Analyse-Methoden angereichert und dann über die IoT-SIM-Karte gesendet. Das kann man sich vorstellen, wie eine SIM-Karte für ein mobiles Device, welche die Daten des Aufzugs an uns sendet.
Wie ist der Status quo der IoT-Technologie bei Aufzügen?
Vestner: Der Status Quo der IoT-Technologie bei Aufzügen basiert bei vielen Marktbegleitern in der Verwendung von Sensoren. Wir haben uns bewusst gegen diese einfachere Technologie entschieden, da diese im Vergleich wenig Aussagekraft hat. Es geht nicht darum, Daten zu sammeln, sondern auswertbare Daten zu generieren und dadurch bessere Entscheidungen treffen zu können. Aus diesem Grund sind wir den sehr mühsamen Weg gegangen, dass wir uns direkt mit der Steuerung verbinden. Dadurch haben wir in Echtzeit das Wissen, in welchem Zustand der Aufzug ist.
(Simon Vestner ist CEO und Gründer von Digital Spine. Bild: Digital Spine)
Welche Rolle spielt die künstliche Intelligenz beim intelligenten Betrieb und der Wartung von Aufzügen?
Vestner: Aufzüge neigen dazu, schnell fehleranfällig zu sein – das liegt an der hohen Nutzung im täglichen Betrieb. Da sie permanent beansprucht werden, nutzen sie schnell ab. Hier hilft künstliche Intelligenz (KI), eine adäquate technische Überwachung der Anlagen umzusetzen.
KI ist dabei ein entscheidender Hebel: Durch lernende Algorithmen lassen sich Muster in komplexen Datenmengen erkennen und daraus resultierende intelligente Rückschlüsse für das Aufzugsmanagement ziehen.
Herr Vestner, vielen Dank für das interessante Gespräch!