Wichtiges Küstenschutzsystem in Niederlanden wird erneuert

LafargeHolcim hat einen wichtigen Auftrag zur Erneuerung eines der bedeutendsten Küstenschutzprojekte der Niederlande gewonnen, dem sogenannten Abschlussdeich (Afsluitdijk). Zum Einsatz kommt eine spezielle, neu entwickelte Lösung, die Deiche vor starkem Wellengang und dem steigenden Meeresspiegel schützt: Der Holcim Basalton Quattroblock wird auf einer Fläche von mehr als 700'000 m² des insgesamt 32 Kilometer langen Deichs verlegt.

LafargeHolcim hat zudem ein nachhaltiges und effizientes Logistikkonzept entwickelt und liefert die Baustoffe auf dem Wasserweg an. So wird zusätzlicher Verkehr auf dem Damm vermieden. Die Gesamtkosten für das Projekt, das aktuell zu den größten Infrastrukturerneuerungen der Niederlande gehört, liegen bei 550 Millionen Euro.

Um das Projekt optimal zu unterstützen, investiert LafargeHolcim zudem in die Erweiterung seines Werks für Betonprodukte in den Niederlanden, das Teil des Segments Lösungen & Produkte ist. Nach der Fertigstellung dieses Jahr wird das Werk über eine Kapazität von 1'000 Tonnen Quattroblocks pro Tag verfügen und Kunden in den Niederlanden, Belgien und Deutschland beliefern. LafargeHolcim hat mehr als 40 Jahre Erfahrung bei Küstenschutzmaßnahmen in den Niederlanden. Die neue Investition erlaubt dem Unternehmen nun, dieses Geschäft weiter auszubauen.

Marcel Cobuz, Konzernleitungsmitglied für die Region Europa: „Im Rahmen unserer Strategie 2022 – „Building for Growth“ wollen wir im Segment Lösungen & Produkte weiter wachsen. Wir freuen uns, Partner bei diesem bedeutenden Projekt zu sein. Damit können wir unsere erstklassige Expertise bei herausfordernden Infrastrukturprojekten erneut unter Beweis stellen. Vor dem Hintergrund steigender Meeresspiegel haben wir eine Lösung für besonders gefährdete Länder wie die Niederlande entwickelt.“

Fertigstellung der Bauarbeiten im Jahr 2023

Der Abschlussdeich gilt als Paradebeispiel niederländischer Wasserbaukunst. Seit 1932 schützt der Deich grosse Teile des Landes vor Überflutungen aus dem Wattenmeer. Nach mehr als 85 Jahren wird der Deich nun erneuert und deutlich verstärkt. Nach den Arbeiten wird er einem 10'000-jährigen Hochwasserereignis standhalten können und bietet zudem Schutz vor steigenden Meeresspiegeln. Die Rijkswaterstraat-Behörde als Teil des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hat die Verstärkung des Deiches sowie die Erhöhung der Abflusskapazität und Installation von Pumpen beauftragt, so dass mehr Wasser ins Wattenmeer gelangen kann. Das Projekt wird vom Levvel-Konsortium umgesetzt, zu dem die Unternehmen BAM, Van Oord und Rebel gehören. Die Bauarbeiten wurden Ende 2018 begonnen und werden 2023 abgeschlossen.

Die Lösung von LafargeHolcim wird auf dem oberen Teil des Deiches zum Einsatz kommen. Umfangreiche Tests haben gezeigt, dass der neue Quattroblock mehr als 40 Prozent stabiler ist als die bisherigen Basalton-Steine. Dadurch kann eine relativ geringe Steinhöhe für das Projekt genutzt werden, die wiederum unter anderem deutliche Vorteile bei Haltbarkeit, Kosten und Praxistauglichkeit ermöglichen.

Ein Video zu den Küstenschutzlösungen von LafargeHolcim ist hier abrufbar.

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