BIM – Building Information Modeling

Building Information Modeling, kurz BIM, zu Deutsch Gebäudedatenmodellierung, ist eine Planungsmethode, die auf detailgetreuen digitalen 3D-Modellen basiert. Dabei werden Bauwerke über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von Konzept bis zum Betrieb – mit allen zugehörigen relevanten Informationen abgebildet und zentral verwaltet. Das Modell befindet sich dabei immer auf dem aktuellen Stand der Planung.

Ein Ziel von BIM ist es, die Zusammenarbeit aller an einem Bauprojekt Beteiligten zu verbessern und dadurch Planungsfehler zu vermeiden. So werden beispielsweise Kollisionen zwischen einzelnen Gewerken bereits frühzeitig erkannt und kostspielige Korrekturen auf der Baustelle gehören der Vergangenheit an.

Mit BIM Building Information Modeling Änderungen einfach vornehmen

Verschiedene Planungsalternativen lassen sich erproben, Änderungen einfach vornehmen, der Materialbedarf kann genau ermittelt werden. Die Steigerung von Qualität und Effizienz im gesamten Prozess sind die nachweisliche Folge.In den Vereinigten Staaten, Skandinavien und Großbritannien hat sich BIM bereits durchgesetzt und wird auch staatlich gefordert und gefördert. In Deutschland hingegen steht man hier noch am Anfang, wenn auch aus dem Ruder gelaufene Großprojekte wie der Flughafen Berlin oder die Hamburger Elbphilharmonie die Politik zum Handeln mahnen. (ak)

UL, Dienstleister im Bereich der Produktsicherheit, hat SPOT vorgestellt, ein webbasierendes Informationswerkzeug zur Nachhaltigkeit von Bauprodukten. Es soll die Auswahl von umweltfreundlichen Lösungen vereinfachen und Architekten in die Lage versetzen, diese Informationen in den BIM-Workflow einfließen zu lassen. Derzeit enthält die Datenbank, die erste ihrer Art für Architekten, Designer und Planer, mehr als 40‘000 Produkte.

Was liegt bei der Digitalisierung noch im Argen? Welche Bedingungen sollte die Politik schaffen? Wie können sich die Baubeteiligten den Herausforderungen durch BIM stellen? Anlässlich des Deutschen Obermeistertages in Berlin am 8. November 2016 hat Dipl.-Ing. Laura Lammel, Koopt. Mitglied des Vorstands des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, Stv. Obermeisterin der Baugewerbe-Innung München, den aktuellen Stand und die Herausforderungen der Digitalisierung in der Bauwirtschaft einer kritischen Würdigung unterzogen.
Das beste BIM-Projekt in diesem Jahr ist der Campus Thales in Bordeaux (Frankreich) von der GA-Gruppe, die mit BIM einen reibungslosen Arbeitsablauf erreichte. Die Tekla Global BIM Awards würdigen Projekte, die Trimbles BIM-Software Tekla Structures auf innovative Weise für den Bau von außergewöhnlichen Gebäuden weltweit einsetzen.
Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, haben heute eine Finanzierungsvereinbarung für 13 Pilotprojekte auf der Schiene unterzeichnet, bei denen das digitale Planen und Bauen („Building Information Modeling“, BIM) angewendet wird. Der Bund investiert in die Pilotprojekte rund 20 Millionen Euro. Die DB investiert aus Eigenmitteln weitere rund 9 Millionen Euro.
Die Baubranche denkt um. Die jüngsten Vorgänge bei Großprojekten wie der Hamburger Elbphilharmonie und dem Berliner Flughafen haben auch deutlich gemacht: Die Planungs- und die damit verbundenen Bauprozesse leiden unter den aktuellen Standards der Branche. Die Planung mit intelligenten 3D-Modellen, wie in der BIM-Bibliothek von Assa Abloy könnte Abhilfe schaffen.
Putzmeister, einer der Marktführer in der Betonförderung, entwickelt gemeinsam mit dem Digitalberatungsunternehmen etventure digitale Geschäftsmodelle. Die digitalen Innovationsprojekte betreffen die Bereiche Geschäftsmodell, Machine-to-Machine-Communication und Building Information Modeling. Mit PUMPNOW, einer Online-Plattform zur flexiblen Vermietung von Estrichpumpen, startet aktuell ein erstes marktreifes Digitalprojekt.

Das Eisenbahnprojekt Cross Rail in London ist das derzeit größte Bauvorhaben Europas. Bentley Systems, Anbieter umfassender Softwarelösungen für nachhaltige Infrastrukturprojekte, gab bekannt, dass der Übergang zur gemeinsamen Datenumgebung (Common Data Environment CDE) für Anlageninformation, also zu einer hybriden, durch Microsoft Azure unterstützten Cloud-Computing-Plattform, erfolgreich abgeschlossen wurde - unter Verwendung der hauseigenen AssetWise Managed Services.

Seit dem 18. April ist Revit 2017 erhältlich. Die Software bietet neue Optionen für Architekten, Bauingenieure, Haustechnik und TGA-Spezialisten und Konstrukteure, die den multidisziplinäre BIM-Workflow effizienter machen helfen sollen.

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