Studie: Wie lassen sich Wohnungsbauvorhaben erfolgreich umsetzen?

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Eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt anhand von 13 Fallstudien, wie Investoren und Kommunen Vorhaben des innerstädtischen Wohnungsbaus erfolgreich realisieren.

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Eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt anhand von 13 Fallstudien, wie Investoren und Kommunen Vorhaben des innerstädtischen Wohnungsbaus erfolgreich realisieren.

Neue Wohnungen entstehen innerstädtisch vor allem im Zuge der Nachverdichtung bestehender Quartiere – in Baulücken, auf Brachen und durch die Umnutzung ehemals gewerblich und öffentlich genutzter Bauten. Die Beispiele in der Studie zeigen, welche Herausforderungen viele Vorhaben des innerstädtischen Wohnungsbaus begleiten: Dazu gehören Nutzungskonflikte sowie eine komplizierte und langwierige Willensbildung, Planung und Genehmigung. Hinzu kommen nachbarschaftliche Widerstände, die teilweise mit grundlegenden Auseinandersetzungen über wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Fragen einhergehen.

„Um das Wohnungsangebot insgesamt auszuweiten, müssen alle beteiligten Akteure intensiv nach Möglichkeiten der Innenentwicklung suchen. Die Beispiele zeigen, wie Kompromisse und sensible Formen der Information und Beteiligung zu gelungenen Projekten führen und Neubauvorhaben Akzeptanz verschaffen können. Sie bereichern die Debatte um gute Lösungen für den innerstädtischen Wohnungsbau und regen zur Nachahmung an“, sagt der stellvertretende Leiter des BBSR Robert Kaltenbrunner.

Die Untersuchung betrachtet Beispiele aus sechs Städten mit einem hohen Bedarf an neuen Wohnunge.  Unter den Städten finden sich wachsende Großstädte wie Augsburg und Bonn, Universitätsstädte (Göttingen), mit Berlin auch eine Metropole (Bezirk Pankow) und mit Wedel eine Umlandgemeinde im Speckgürtel von Hamburg. Im einzelnen wurden folgende Projekte untersucht: 

  • Augsburg, Ulmer Straße
  • Augsburg, “Martinipark”
  • Berlin-Pankow – „Neue Häuser am Wasserturm“
  • Berlin-Pankow – ehem. Güterbahnhof Greifswalder Straße
  • Bonn – „Südstadtgärten“ 
  • Bonn – „Siebengebirgsterrassen“ 
  • Göttingen – „Lebensquartier am Nonnenstieg“
  • Göttingen – „Wohnen am Klosterpark“
  • Kassel – „Wohnen am Mulang“ 
  • Kassel – „Sternberg Carrée“ 
  • Wedel – „Wedeler Au“ 
  • Wedel – Rudolf-Breitscheid-Straße
  • Wedel – Rissener Straße

Aus den Fallstudien leiteten die Autoren Erfolgsfaktoren für Vorhaben des Wohnungsbaus in Städten ab: Die Stadtverwaltungen sollten der Studie zufolge die unterschiedliche Interessen der Bürgerschaft gleichmäßiger berücksichtigen – beispielsweise über aufsuchende Formen der Beteiligung. Die Autoren empfehlen, Sachargumente für mehr Wohnungsneubau besser für die Bürgerschaft aufzubereiten. Dazu zählen Informationen zur Entwicklung der lokalen Wohnungsmärkte, zum Neubaubedarf und zu den in der Kommune bebaubaren Grundstücken. Baulandrichtlinien, Baulandmodelle und Konzeptvergaben ermöglichen der Studie zufolge effizientere Abläufe. Eine koordinierende Stelle für den Wohnungsbau kann die Vorhaben zudem unterstützen, indem sie die Abstimmungen zwischen Fachämtern in die Hand nimmt und den Dialog mit Bürgerschaft sowie kommunalpolitischen Gremien und Investoren aufeinander abstimmt

Das Forschungsinstitut Quaestio hat die Studie im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) realisiert. Interessierte können die Veröffentlichung „Erfolgsfaktoren für Wohnungsbauvorhaben im Rahmen der Innenentwicklung von dynamischen Städten“ kostenfrei beim BBSR unter forschung.wohnen@bbr.bund.de anfordern. Eine PDF-Version ist unter www.bbsr.bund.de (Veröffentlichungen) abrufbar.

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