Studie von Autodesk: Was der BIM-Stufenplan bewirkt hat

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Autodesk stellt eine neue Studie zum Einfluss des BIM-Stufenplans und zu seiner Umsetzung in der Bauindustrie vor.
BIM-Stufenplan: Studie von Autodesk

Quelle: Autodesk

  • Autodesk stellt eine Studie zur BIM-Nutzung vor.
  • Der BIM-Stufenplan hatte merklichen Einfluss auf den Digitalisierungsgrad der Branche.
  • Anwender sehen Wettbewerbsvorteile durch BIM-Nutzung und realisieren Effizienzgewinne.

Seit Anfang des Jahres ist die BIM-Technologie (Building Information Modeling) bei zukünftigen Infrastrukturprojekten des Bundes verpflichtend, und die 2015 begonnene, schrittweise Einführung des BIM-Stufenplans damit abgeschlossen. Autodesk stellt in diesem Rahmen eine neue Studie zum BIM-Stufenplan und zu seiner Umsetzung in der Bauindustrie vor. Das Ergebnis: Die Maßgaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) haben der Branche wichtige Impulse gegeben und den Weg für einen flächendeckenden Einsatz der Technologie geebnet, auf dem sich die Unternehmen derzeit befinden. Dabei können die Organisationen, die bereits auf BIM-Lösungen setzen, deutliche Wettbewerbsvorteile realisieren. Für die Studie hat USP Consulting im Auftrag von Autodesk insgesamt 138 Ingenieure führender Ingenieursbüros und Tiefbauunternehmen befragt.

BIM-Stufenplan und seine Umsetzung in der Bauindustrie

Beim BIM-Stufenplan sollte die Nutzung der BIM-Technologie in drei Stufen bis 2020 immer weiter gesteigert werden. Der 2015 vom BMVI vorgestellte Plan sieht unter anderem vor, dass öffentliche Aufträge ab dem 30. 12. 2020 nur noch an Unternehmen vergeben werden, die mindestens in der Planungsphase auf BIM setzen. Die Ergebnisse dieser Politik sind anhand der Studie deutlich zu erkennen: Von allen Befragten, die BIM bisher noch nicht einsetzen, wollen 29 Prozent der Ingenieurbüros und 18 Prozent der Tiefbauunternehmen bis Ende 2022 damit starten. Ab dem Jahr 2023 haben weitere elf Prozent (Ingenieurbüros) beziehungsweise sechs Prozent (Tiefbauunternehmen) geplant, BIM einzuführen. Ein großer Teil ist sich über den exakten Zeitpunkt der Einführung noch nicht sicher, plant aber dahingehend. Die Tendenz ist eindeutig: In den nächsten Jahren wird die Anzahl der BIM-Nutzer deutlich ansteigen.

Die Nutzer, die sich bereits mit BIM-Lösungen vertraut gemacht haben, sind von der Technologie überzeugt: So glauben etwa 38 Prozent der befragten Ingenieursbüros, dass die Nutzung von BIM ihre Bauausführung effizienter macht, 30 Prozent, dass die Arbeitsvorbereitung deutlich effizienter erledigt werden kann und 23 Prozent, dass eine BIM-Lösung die Effizienz bei Kalkulationen erhöht. Auch die Tiefbauunternehmen sehen diese Vorteile – neben den bereits genannten, erkennen 22 Prozent der Befragten hier auch eine Kostenreduktion als klaren Vorteil einer BIM-Anwendung.

Warum einige Unternehmen die BIM-Einführung bisher vor sich hergeschoben haben, lässt sich vor allem an einer Zahl ablesen: 62 Prozent der Ingenieursbüros und 65 Prozent der Tiefbauunternehmen geben an, keine Kundennachfrage nach einer BIM-Planung zu sehen. Die Gründe, erstmalig in einen BIM-basierten Workflow einzusteigen, sind dabei bei Ingenieursbüros und Tiefbauunternehmen unterschiedlich. Während die Ingenieursbüros eher extern motiviert sind (59 Prozent geben „Druck der Politik“ als Primärmotivation an), sehen die Tiefbauunternehmen die intrinsischen Vorteile der BIM-Technologie. Dort geben 50 Prozent der Befragten eine Optimierung der internen Prozesse und der Bauabläufe als Hauptgründe für eine BIM-Einführung an.

BIM eröffnet neue Möglichkeiten, nicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen

Unabhängig davon, welchen Grund die Einführung einer BIM-Lösung in ihrem Unternehmen hat, realisieren die Befragten zunehmend, dass BIM sich zu einem Wettbewerbsvorteil entwickelt. Über die Hälfte der befragten Ingenieure in Ingenieursbüros gaben an, mit BIM Probleme effizienter zu lösen und insgesamt einen besseren Projektfortschritt zu erreichen. Kombiniert mit den kommenden neuen Vergaberichtlinien haben Unternehmen so besonders in Zukunft deutliche Vorteile durch eine hohe Kompetenz im BIM-Umfeld. Dies führt auch dazu, dass die BIM-Nutzung deutlich ansteigen wird.

Aktuell können Unternehmen sich noch als Vorreiter in der Digitalisierung der Baubranche positionieren – eine Chance, jetzt schon alle Vorteile für das eigene Unternehmen zu realisieren. 58 Prozent der befragten Ingenieursbüros gaben etwa an, mit einer BIM-Implementation die Probleme eines Projektes effektiver lösen zu können. Dazu gehört auch die Umsetzung, bei der ebenfalls 58 Prozent der Befragten angeben, bessere Projektfortschritte zu erzielen.

Individueller Einstieg in die Digitalisierung

Oft finden Unternehmen den Einstieg in die BIM-Technologie durch Pilotprojekte. Sie setzen nur in den seltensten Fällen auf eine komplette Einführung von BIM in allen Prozessschritten: „Einer der großen Vorteile der Technologie ist, dass Unternehmen für sich eine ganz individuelle Einführungsstrategie und das passende Tempo wählen können“, kommentierte Theo Agleopoulos, Senior Director für Infrastructure Business, Strategy und Marketing bei Autodesk. In so einer Pilotphase erkennen die meisten Unternehmen die großen Vorteile der Technologie und planten von dort aus eine weitreichendere Einführung, wie die Autodesk-Studie belegt.

Bild oben: BIM macht das digitale Arbeiten auf der Baustelle möglich. © Autodesk

Informationen zur Studie und einen Selbsttest für Unternehmen sind hier verfügbar.

Die gesamten Studienergebnisse als Ebook können hier heruntergeladen werden.

Erfahren Sie hier mehr über, wie sich die Produktivität in der Bauindustrie entwickelt hat.

Lesen Sie auch: „Plexscape und Airbus: Aktuelle Satellitenbilder für die Baubranche“

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