Studenten gewinnen Architektur-Wettbewerb für Kasernenareal in Paderborn

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Beim 8. Schlaun-Ideenwettbewerb haben gleich drei Studenten des Masterstudiengangs Städtebau NRW an der Fakultät für Architektur der TH Köln mit ihren Entwürfen zur zukünftigen Nutzung eines Kasernengeländes in Paderborn überzeugt.

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Beim 8. Schlaun-Ideenwettbewerb haben gleich drei Studierende des Masterstudiengangs Städtebau NRW an der Fakultät für Architektur der TH Köln mit ihren Entwürfen zur zukünftigen Nutzung eines Kasernengeländes in Paderborn überzeugt.

Der erste Preis mit 3’000 Euro ging an Nico Volkhausen. Ein zweiter Platz ging an Luisa Dahmen und wurde mit 2’000 Euro dotiert. Katrin Laumeier belegte mit 1’000 Euro einen dritten Platz. Alle Entwürfe sind Abschlussarbeiten. Insgesamt gab es Preisgelder in Höhe von 24’000 Euro. Die Preise werden  am 2. Juni 2019 um 11.00 Uhr im Erbdrostenhof in Münster verliehen.

„Nico Volkhausen entwirft ein bemerkenswertes architektonisches Modul, das überraschend vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Die planerische und städtebauliche Ausarbeitung des Beitrages beeindruckt durch eine besonders gründliche Auseinandersetzung mit dem Ort und durch die tiefe planerische Durcharbeitung der komplexen und vielschichtigen Aufgabenstellung”, so die Jury zur Vergabe des ersten Preises an Nico Volkhausen im Bereich Städtebau.

Nico Volkhausen erarbeite in seinem Konzept „The new Era of Barker – eine Kaserne wird Stadtteil von Paderborn“ ein Stadtgebiet mit vielfältig gemischten Standortpotenzialen und Nutzungen. In seinem Entwurf liegen urbane Quartiere und Nachbarschaften an einem mittigen, neu gestalteten Stadtteilpark. Das Kasernengelände wird über Wege und Straßen mit der Umgebung vernetzt. Historische Bauten und Mannschaftsunterkünfte der Kaserne werden städtebaulich eingebunden und können umgebaut und genutzt werden. Neben der Transformation der Bestandsgebäude spiegelt sich außerdem das Thema Nachhaltigkeit in Form eines ökologischen Regenwassermanagements wider. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Bernd Borghoff und Prof. Johannes Böttger.

Luisa Dahmen widmete sich in ihrem Entwurf „Stadtteil mit Her(t)z – Balance in der digitalen Stadt“ der Lenkung digitaler Einflüsse im Städtebau und der Schaffung eines erholsamen, differenziert gestalteten Grünzugs. Smarte Lösungen für das Wasser- und Energiemanagement des Barker Areals sowie für Mobilität und Logistik sind Bestandteil ihres Wettbewerbbeitrags. Die Arbeit wurde von Prof. Andreas Fritzen und Prof. Christian Moczala betreut.

Katrin Laumeier schlägt mit ihrem Konzept „Urban Green Connected – Nachnutzung des Barker-Areals“ den Rückbau und die Neuplanung der gesamten Fläche vor, um die bisherige Trennung zum übrigen Stadtgefüge aufzuheben. Eine Grünzone strukturiert das Plangebiet in Quartiere mit unterschiedlicher Nutzung und bindet an bestehende Strukturen an. Diese Arbeit wurde von Prof. Marian Dutczak und Prof. Bernd Borghoff betreut.

Der 8. Schlaun-Ideenwettbewerb befasste sich mit der Fläche von 54 Hektar der sogenannten Barker-Kaserne, die überwiegend in den 1930er Jahren für die deutsche Wehrmacht in Paderborn als Panzerkaserne errichtet worden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Britische Armee die Kaserne. 2019 soll sie planmäßig freigezogen werden. Unter dem Vorsitz von Prof. Martin Korda aus Münster bewerteten elf Preisrichter 103 Arbeiten aus den Fachrichtungen Städtebau/Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen von 36 verschiedenen Hochschulen.

Der Schlaun-Ideenwettbewerb in Nordrhein-Westfalen wird seit 2011 jährlich ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, in jeder der genannten Fachrichtungen hervorragende künstlerische und technisch-wissenschaftliche sowie nachhaltige Planungsleistungen für Studierende und junge Berufsanfänger auszuschreiben.

Bild oben: Entwurf Katrin Laumeier, Ausschnitt. (Bild: Katrin Laumeier/TH Köln)

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