Straßenschäden: Überladene LKWs schneller aus dem Verkehr ziehen

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Straßenschäden: Überladene LKWs schneller aus dem Verkehr ziehen

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Ein LKW mit 30 Tonnen Gesamtgewicht nutzt die Straße so ab wie 7'500 PKWs. Das Resultat: nachhaltige Straßenschäden, zumal bei Überladung.
Straßenschäden: wie überladene LKWs aus dem Verkehr gezogen werden

Quelle: Kistler

  • Aufgrund des derzeitigen Verkehrsrückgangs sind sie besonders sichtbar: Spurrillen, Schlaglöcher und andere Straßenschäden.
  • Sie kosten den Steuerzahler mehrere Milliarden jährlich und verursachen regelmäßig Ärgernisse im Straßenverkehr.
  • Hauptverantwortlich für den Zustand der Fahrbahne: Überladene LKWs, die Straßen und anfällige Infrastrukturen wie Brücken beanspruchen.
  • Um Abnutzungen langfristig zu reduzieren, müssen überladene Fahrzeuge erkannt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Weltweit wächst der Konsum, der Onlinehandel verzeichnet Rekordzahlen. Um diese Güter zu transportieren und Konsumenten täglich zu versorgen, sind allein in Deutschland drei Millionen registrierte Lastkraftwagen unterwegs. Hinzu kommen zahlreiche Gütertransporte aus dem Ausland. Jedes überladene Fahrzeug belastet mit seinem Gewicht Verkehrsinfrastrukturen: Das Fahrzeuggewicht wirkt nämlich sogar in der vierten Potenz auf die Lebensdauer der Straße. Übersetzt bedeutet das, dass ein LKW mit 30 Tonnen Gesamtgewicht die Straße im selben Maß abnutzt wie 7’500 PKWs. Das Resultat sind nachhaltige Straßenschäden, Baustellen und steigende Unterhaltskosten. Vielerorts werden Lastkraftwagen stichprobenhaft aus dem Verkehr zu einer Wiegestation geleitet, um Verstöße gegen die zulässige Gesamtmasse einzeln festzustellen und zu ahnden. In manchen Fällen erfolgt bereits eine Vorselektion per Weigh In Motion (WIM). Dabei messen Weigh In Motion-Systeme das Gewicht passierender Fahrzeuge über im Asphalt eingelassene Sensoren. Da die Genauigkeit dieser Systeme den gesetzlichen Bestimmungen noch nicht entspricht, müssen Polizisten Fahrzeuge, bei denen das System Alarm schlägt, einzeln überprüfen. Eine statische Waage bestätigt anschließend das Ergebnis der WIM-Sensoren. Der zeitliche Aufwand für die Polizeibeamten ist entsprechend hoch.

Zwischen 2000 und 2018 wuchs der Straßengüterverkehr in Deutschland um 44 Prozent auf über 500 Milliarden Tonnenkilometer. Bildquelle: Kistler Group

Automatischer Gebührenbescheid bei Überladung

Eine technisch Neuheit der Kistler Gruppe, eines Anbieters von Lösungen für die Messtechnik und Sensorik, verspricht hier Abhilfe: Ein neues WIM-System mit deutlich verbesserter Messgenauigkeit lässt nun zu, dass die Fahrzeuge wie bei Geschwindigkeitskontrollen automatisch per Kameratechnik erfasst werden. Der Gebührenbescheid kommt anschließend per Post – Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender gesetzlicher Rahmen, der in einigen europäischen Ländern bereits eingeführt wurde. Grund für verbesserte Zuverlässigkeit, ist ein neuartiger Sensor. Unabhängig von der Straßenqualität, der Geschwindigkeit oder dem Winkel, in welchem das Fahrzeug die Sensoren passiert, ermitteln sie das exakte Gewicht. Die Datenübertragung erfolgt digital, was zusätzlich Signalstörungen verhindert. Den Verkehrsfluss behindert die WIM-Anlage auch weiterhin nicht. Dass sein LKW gerade gewogen wurde, bemerkt der Fahrer nur dank des Blitzlichts aus der Kamera. In Zukunft wird es außerdem möglich sein, mit WIM-Systemen auch mangelnden Reifendruck festzustellen. Zu geringer Druck verkürzt nicht nur die Lebensdauer der Reifen, sondern verlängert auch den Bremsweg. Dazu besteht die Gefahr des Überhitzens, was dazu führen kann, dass sich Reifenteile ablösen.

Weigh in Motion
Die Weigh In Motion Systeme von Kistler können auch Reifenanzahl und Unterdruck während der Fahrt erkennen. Bildquelle: Kistler Group

Straßenschäden verhindern: Test auf Schweizer Straßen

Das bereits auf Schweizer Straßen und im Versuchsgelände in Kefikon getestete System wird in Kürze auch auf der Schweizer Autobahn getestet. Auf zentralen Verkehrsadern eingesetzt, könnte die Technologie schon bald die Verkehrssicherheit erhöhen und eine abschreckende Wirkung auf Speditionen ausüben, die versuchen, mit Überbeladung ihrer Fahrzeuge Geld auf Kosten des Steuerzahlers zu sparen.

Bild oben: In die Straße eingelassene Messstreifen ermitteln die Achslast der LKW während der Fahrt. Bildquelle: Kistler Group

Weitere Informationen: https://www.kistler.com/

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sensoren helfen, Brücken sicherer zu machen.

Lesen Sie auch: „Altbausanierung: Warum sie mit der Elektroinstallation beginnen sollte“

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