Spezialtiefbau für Düsseldorfs höchstes Wohnhaus

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Am nördlichen Stadteingang von Düsseldorf entsteht ein 120 Meter hoher Wohnturm mit 29'200 m² Nutzfläche auf 36 Etagen. Die Baugrubenumschließung zeichnet sich durch wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen Verbauverfahren aus. 

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Am nördlichen Stadteingang von Düsseldorf entsteht ein 120 Meter hoher Wohnturm mit 29’200 m² Nutzfläche auf 36 Etagen. Die Baugrubenumschließung zeichnet sich durch wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen Verbauverfahren aus.  Mit rund 617’000 Einwohnern belegt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf Platz sieben der größten Städte Deutschlands und ist nach Köln die zweitgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens. Um der steigenden Nachfrage nach Wohnraum effektiv zu begegnen und zugleich ein zeitgemäßes Wohnkonzept zu bieten, entsteht aktuell mit dem UpperNord Tower ein weiteres Highlight der Düsseldorfer Skyline. Am nördlichen Stadteingang gelegen, wird der 120 m hohe Wohnturm der höchste seiner Art in Düsseldorf und das dritthöchste Hochhaus der Stadt. Auf 36 Etagen bietet der UpperNord Tower zukünftig rund 29’200 m² Nutzfläche, der Großteil wird dabei auf die 432 geplanten Wohneinheiten entfallen. Zusätzlich sind verschiedene Gastronomieangebote im Erdgeschoss, eine dreigeschossige Tiefgarage und ein fünfstöckiges Hotel in einem direkt anschließenden Gebäudeteil geplant. Für die Herstellung der wasserdichten Baugrubenumschließung des UpperNord Tower wurde die Arbeitsgemeinschaft „Baugrube UpperNord Tower“, bestehend aus der Bauer Spezialtiefbau GmbH und der Gerhard Kliemt GmbH, vom Auftraggeber UpperNord Tower GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der CG Gruppe AG, mit verschiedenen Spezialtiefbau- und Erdarbeiten sowie der Wasserhaltung beauftragt. Für die Baugrubenumschließung werden rund 6’000 m² Verbauwand im erschütterungsarmen Mixed-in-Place-Verfahren (MIP) ausgeführt. Hauptmerkmal dieses Verfahrens ist die In-situ-Vermischung des anstehenden Bodens vor Ort mit einem Bindemittel. Mittels einer durchgehenden Dreifachschnecke wird ein homogener Erdbeton produziert. Durch die Verwendung des anstehenden Bodens als Baustoff werden Ressourcen geschont sowie wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen Verbauarten genutzt. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Bohrtiefe dar, die mit bis zu 23,5 m vor einigen Jahren mit der damaligen MIP-Gerätetechnik noch nicht realisierbar gewesen wäre. Für die MIP-Arbeiten kommt eine RG 25 S der RTG Rammtechnik GmbH, einem Tochterunternehmen der Bauer Maschinen GmbH, zum Einsatz. Zusätzlich werden 700 t Bewehrung in Form von eingestellten Doppel-Stahlträgern mithilfe einer RG 16 verbaut, die mit einer Länge von bis zu 22 m und einem Gewicht von jeweils bis zu 5,4 t eine weitere Besonderheit des Bauvorhabens markieren. „Um die imposante Baugrube abzusichern werden zusätzlich rund 5’300 m Anker mit drei bis sechs Litzen und einer Bohrlänge von bis zu 24 m hergestellt“, so Tim Erkens, Oberbauleiter bei Bauer Spezialtiefbau. Bei den Ankerarbeiten kommt eine KR 806 der KLEMM Bohrtechnik GmbH zum Einsatz, zudem wird die zweite Lage der Verpressanker gegen drückendes Grundwasser hergestellt. „Aufgrund von Auflagen der Stadt Düsseldorf sind die Anker im Anschluss auch teilweise wieder zurückzubauen“, erklärt Bauleiter Moritz Hahn. Darüber hinaus umfasst der Auftrag die planmäßige Hindernisbeseitigung durch eine Bauer BG 40, die Wasserhaltung für neun Monate sowie den Aushub von rund 57’000 m³ Erdreich inkl. Entsorgung durch die Gerhard Kliemt GmbH. Die Spezialtiefbau- und Erdarbeiten der Arbeitsgemeinschaft „Baugrube UpperNord Tower“ haben im Dezember 2018 begonnen und werden voraussichtlich Ende Juni dieses Jahres abgeschlossen. Bild oben: Für die Mixed-in-Place-Arbeiten kommt eine Dreifachschnecke zum Einsatz. Bild: © Guido Anacker Aktuell entsteht mit dem UpperNord Tower eine weitere Landmarke der Düsseldorfer Skyline. Bauer führt die Spezialtiefbauarbeiten aus.© Guido Anacker
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