Sicherheit am Arbeitsplatz: Vor allem in der Bauindustrie überlebenswichtig

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Sicherheit am Arbeitsplatz: Vor allem in der Bauindustrie überlebenswichtig

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In der heutigen, sich schnell wandelnden Welt, stehen Bauunternehmen unter einem immer stärkeren Druck, Projekte termingerecht und im Rahmen des Budgets umzusetzen. Infolgedessen werden viele Programme für Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden vernachlässigt. Somit ist es wichtiger denn je, dass die Bauindustrie auch einen Fokus ihrer Bemühungen auf die Förderung von Belastbarkeit und den Schutz der Arbeitnehmer legt.
Sicherheit am Arbeitsplatz

Quelle: Happy_stocker/shutterstock

Jedes Unternehmen muss sich um die Gesundheit, Sicherheit am Arbeitsplatz und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter kümmern, und das sollte über die grundlegenden Anforderungen hinausgehen. Nur so ist ein Standard zu erreichen, den die Arbeitnehmer erwarten und auch verdient haben. Deshalb arbeiten viele Experten aus all diesen Bereichen daran, eine Welt zu schaffen, in der Standardisierung und Modernisierung den Weg für sichere, gesündere und ethische Arbeits-räume weist: People-first.

Globale Bauindustrie im Wandel: Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz

Angetrieben von den drei Kernprinzipien in Verbindung mit umfassenden Geschäftsstrategien, schafft diese Bewegung auch eine Reihe von Chancen für die Unternehmen. Es öffnen sich Türen zu neuen Möglichkeiten, neuen kommerziellen Ergebnissen und schließlich zur neuen Welt des Bauens. Die globale Bauindustrie befindet sich mitten im Wandel. Innovative Technologien und Methoden wie etwa das Building Information Modelling (BIM) und das modulare Bauen schaffen eine sich verändernde Arbeitnehmerdemografie, aktualisieren Vorschriften. Und auch moderne Materialien selbst, verändern die Art und Weise, wie wir Gebäude bauen.

Und doch ist in einer Welt voller Chancen und Innovationen in der Branche immer noch vieles veraltet. Zum Teil beherrscht von einer altmodischen Denkweise, die Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen als eine Art Kontrollübung ansieht, die mit dem allgemeinen Geschäftserfolg nichts zu tun hat. Wenn sich Unternehmen allerdings anpassten, ließen sich neue Wege gehen und eine Kultur des Wandels fördern.

Investitionen in den Menschen als Zukunftschance

Was also hält die Bauexperten davon ab, genau das einzuführen? Mangelnde Regulierung oder Durchsetzung ausgereifter Richtlinien, die Kosten für die Einführung neuer Verfahren und der unerschütterliche Glaube, dass Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden schon immer so gehandhabt wurden und werden, mögen nur einige der Gründe sein.

Zudem sehen viele Führungskräfte oft nicht den Mehrwert, den proaktives Risikomanagement für das Unternehmen brächte. Um diesen Wandel voranzutreiben, bedarf es einen grundlegenden kulturellen Wandel des gesamten Unternehmens – von allen Geschäftsbereichen bis hin zu Finanzen, HR und IT. Die Investitionen in Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden sollte man als Instrument ansehen, das Erfolgschancen schaffen kann. Diese proaktive Denkweise würde es ermöglichen, präventive Risikomanagementstrategien zu implementieren, die den Unternehmen einen Mehrwert bringen, etwa geschäftliche Belastbarkeit, Agilität und Produktivität.

Um dies zu fördern, müssten Unternehmen aller Größen einen auf Standards basierten Ansatz für Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden verfolgen. Normen, wie etwa ISO 45001 für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, sind ein unverzichtbares Instrument, das großen und kleinen Bauunternehmen hilft, wichtige Entscheidungen in allen Bereichen zu stützen (siehe www. bsigroup.de).

Sicherheit am Arbeitsplatz
Geschäftserfolg und Arbeitssicherheit sind eng verbunden. Bild: lovro 77/istockphoto

Sicherheit am Arbeitsplatz: Der Ansatz „People-first“

Laut WHO „ist ein gesunder Arbeitsplatz der, an dem Arbeitnehmer und Führungskräfte aktiv zur Arbeitsumgebung beitragen, indem sie die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Beschäftigten fördern und schützen.“ Hier ist es entscheidend, anzuerkennen, dass sich das Wohlbefinden in dieser Definition wiederfindet.

Die Beweislage zeigt und belegt die gravierenden Auswirkungen von „Hochleistungs“-Arbeitsbedingungen etwa auf die psychische Gesundheit von Bauarbeitern. Diese globalisierte „stille Epidemie“ kann zu Arbeitsausfällen, Depressionen, Angstzuständen, Produktivitätsverlust, Stress und Burnout führen, ja gar zum Selbstmord – allesamt Nebenwirkungen arbeitsbedingter Risikofaktoren.

Während die Stigmatisierung zur Untätigkeit von Organisation und Regulierung beigetragen hat, verschärft der Mangel an Bewusstsein und Aufklärung seitens der Führungsebene das Problem noch mehr. Viele Unternehmen verfügen über keine robuste Gesundheits- oder Wohlbefindensstrategie. Falls doch, konzentrieren sie sich jedoch eher auf präventive Maßnahmen. Die Lösung für die psychische Belastbarkeit sollte aber Vorrang haben, da sie von Beginn an den beruflichen Stress reduzieren kann. Um Gesundheits-, Sicherheits- und Wohlfühlstrategien zu entwickeln, die die Arbeitnehmer proaktiv vor diesen psychosozialen und physischen Risiken schützen und unterstützen, wurden internationale Normen wie die ISO 45001 herausgegeben und wird die ISO 45002 entwickelt.

Strategisch digital

In der Bauindustrie adaptieren Bauunternehmen zunehmend digitale Arbeitsweisen, während sie sich in die vierte industrielle Revolution begeben. Infolgedessen ist zu erkennen, wie Technologie und die Nutzung von Daten nicht nur die Effizienz und Leistung der Arbeitnehmer, sondern auch ihre Gesundheit, Sicherheit und ihr Wohlbefinden verbessern können. Viele Unternehmen betrachten diese zwei Strategien jedoch oft isoliert. Investitionskapital für neue Technologien wird gewöhnlich größere Beachtung geschenkt als Humankapital.

Führende Unternehmen haben begonnen, die Punkte zwischen diesen beiden Strategien miteinander zu verbinden und zu integrieren. Da sie erkannt haben, dass Unternehmensleistung und erfolgreiche Ausschreibungen nicht immer das Ergebnis ihrer technologischen Innovation sind, sondern das Ergebnis von Engagement, Produktivität und Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Dies öffnet ihnen nicht nur Türen zu neuen Möglichkeiten, sondern sie beginnen auch, Investitionen zu rationalisieren, den kommerziellen Nutzen zu maximieren und die Sicherheit und das Engagement der Arbeitnehmer zu verbessern.

People-first ist eine dauerhafte Veränderung

Durch die Anwendung dieses „People-first“-Ansatzes können Unternehmen sicher sein, dass ihre Technologie-Investitionen die Leistung ihres Unternehmens und die ihrer Mitarbeiter wirklich und dauerhaft verändern.

Wir befinden uns mitten in einem einzigartigen Wandel. Mehr denn je spüren Unternehmen heute die Auswirkungen der alternden Belegschaft in der Bauindustrie, der steigenden Materialkosten, des Nachhaltigkeitsdrucks und der Digitalisierung. Daher war es noch nie so wichtig, die Belastbarkeit der Unternehmen zu stärken und die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen der Arbeitnehmer zu schützen.

Die Autorin Kate Field ist Global Head Health, Safety and Wellbeing bei der BSI Group.

Lesen Sie auch: 5 Handlungshilfen: Das sollten Betriebe gegen das Coronavirus tun

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