Rotterdam: IoT-Plattform für intelligenten Hafenbetrieb

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat eine neue Internet-of-Things-Plattform entwickeln lassen. Kürzlich wurde der erste Bereich der Plattform, Hydro-/Meteo-Anwendungen, in Gebrauch genommen. Diese Anwendung ist für den Rotterdamer Hafen ein nächster Schritt bei Sicherheit und Effizienz. 

rotterdam_hbr-iot_hydro-meteo_1

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat eine neue Internet-of-Things-Plattform entwickeln lassen. Kürzlich wurde der erste Bereich der Plattform, Hydro-/Meteo-Anwendungen, in Gebrauch genommen. Diese Anwendung ist für den Rotterdamer Hafen ein nächster Schritt bei Sicherheit und Effizienz.

Anhand eines umfangreichen Netzes von Sensoren stellt das System genaue und aktuelle Wasser- (Hydro) und Wetterdaten (Meteo) bereit, insbesondere für die Planung und Abfertigung des Schiffsverkehrs.

Die Entwicklung der IoT-Plattform wurde vor einem Jahr von den kooperierenden Partnern IBM, Cisco, Esri und Axians angekündigt und jetzt unter Leitung des Hafenbetriebs übergeben. „Ein schöner Schritt in der Entwicklung von Rotterdam zum ‘smartest port’”, so Ronald Paul, Chief Operating Officer des Hafenbetriebs Rotterdam. „Mindestens ebenso wichtig ist jedoch, dass wir dank der Cloud-Plattform und der generierten Echtzeitinformationen, z. B. über Infrastruktur, Wasser- und Wetterbedingungen, missionskritische Prozesse in der Dienstleistung für unsere Kunden weiter verbessern können.”

Präzise Daten

Die allgemeinen Plattformelemente, die nun implementiert wurden, bieten dem Hafenbetrieb Rotterdam eine sichere und zuverlässige Grundlage für rasche Innovationen, mit Zugang zu den neuesten Technologien wie Edge Computing, Echtzeitanalysen, künstliche Intelligenz, höchst präzise Daten und Blockchain. Das ist auch notwendig, denn die Abläufe auf dem Hafengebiet entwickeln sich ständig weiter und neue physikalische Infrastrukturen werden zunehmend stärker digitalisiert. So generieren Sensoren, die auf und in Kaimauern, Dalben, (Wasser-) Straßen und Verkehrsschildern eingebaut sind, kontinuierlich Basismessdaten und können mit anderen autonomen Systemen kommunizieren. Damit wird die Grundlage zur künftigen Unterstützung der autonomen Schifffahrt im Rotterdamer Hafen geschaffen.

Erste missionskritische Anwendung

Der Prüfstein für die IoT-Plattform war die Übergabe der Hydro-/Meteo-Anwendung. Es ist das erste Mal, dass die allgemeine IoT-Plattform für eine missionskritische Anwendung eingesetzt wird. Selbstverständlich wurden dabei höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Standardisierung gestellt. Die Anwendung ist nämlich von wesentlicher Bedeutung beim Treffen der richtigen Entscheidungen für die sichere und effiziente Abwicklung der Schifffahrt.

44 Sensoren

In dem nun übergebenen Hydro-/Meteosystem werden Daten über Wasserpegel, Strömung, Salzgehalt, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Sicht durch eine Kombination von 44 Sensoren im Hafen, zahlreichen Prognosemodellen, Daten des niederländischen Wasserwirtschaftsamts Rijkswaterstaat und astronomischen Berechnungen gewonnen. Damit trägt die Anwendung zur Verringerung von Wartezeiten sowie zur Optimierung von Anlage-, Lade-/Lösch- und Abfahrtszeiten bei. Dank der Technologie kann beispielsweise je nach Wasserpegel der beste Zeitpunkt zum Anlegen und für Abfahrten genauer vorhergesagt werden, bei Gewährleistung einer maximalen Ladung.

1,2 Millionen Datenpunkte

Die Lotsenorganisation „Loodswezen“, das niederländische Wasserwirtschaftsamt Rijkswaterstaat, DCMR sowie verschiedene Abteilungen des Hafenbetriebs nutzen das Hydro-/Meteo-System. Es wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Nutzer zunehmen wird. Durch die Nutzung weltweiter und offener Normen war es für externe Interessenten noch nie so einfach, eine Verbindung mit diesen Echtzeitdaten herzustellen. Die Plattform verarbeitet heute bereits täglich rund 1,2 Millionen Datenpunkte für Modelle, Systeme und Nutzer.

Daten und Fakten des Hafenbetriebs Rotterdam und des Rotterdamer Hafens:

  • Hafenbetrieb: 1’150 Arbeitnehmer, Umsatz ungefähr € 710 Millionen. 
  • Hafengebiet: 12’500 ha (Land & Wasser, von denen circa 6’000 ha Industriegebiete).
  • Die Länge des Hafengebiets beträgt mehr als 40 km.
  • Beschäftigungsvolumen: 180’000 Arbeitsplätze.
  • Güterdurchsatz: circa 470 Millionen Tonnen Güter pro Jahr.
  • Schifffahrt: circa 30’000 Hochseeschiffe und 110’000 Binnenschiffe pro Jahr.
  • Wertschöpfung: (direkt und indirekt) mehr als € 21 Milliarden, 3 % des BSP.

www.portofrotterdam.com

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Digitale Planungsmethode BIM:

Effizienz wird messbar

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.