Ressourcenschonendes Bauen: Was Fehlplanungen reduzieren hilft

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Ressourcenschonendes Bauen: Was Fehlplanungen reduzieren hilft

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Eine offene Technologieplattform soll im Projekt MobiDik helfen, mit modernen Technologien Baustellen so zu organisieren, dass Fehlerkosten sinken, Nebenzeiten beim Personal reduziert werden und Qualitäten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes gesichert werden können.
Ressourcenschonendes Bauen: Forschungsprojekt hilft Fehlplanungen zu vermeiden

Quelle: RIF

  • Neue Gebäude sollen zukunftsfähig sein und das Klima schonen, am besten über ihre gesamte Lebensdauer hinweg — von der Entstehung bis zum Recycling.
  • Doch die Verschwendung von Ressourcen beginnt oft schon auf der Baustelle.
  • Änderungen am Bau, Fehler und Pannen verursachen hohe Kosten.
  • Gemeinsam mit Partnern aus Handwerk, IT- und Baubranche arbeitet das RIF Institut für Forschung und Transfer, Dortmund, an der Erstellung einer digitalen Informations- und Kommunikationsbrücke für ressourcenschonendes Bauen.

Drei Viertel der Verantwortung für Ressourcenverbrauch und Kosten gehen auf die Planung des Gebäudes und der Baustelle zurück. Das Problem: diese Kosten werden zu einem großen Teil erst später, also beim Bau und in der Nutzungsphase eines Gebäudes anfallen. Die Fähigkeit von Planern, Handwerker und anderen Beteiligten, sich frühzeitig gegenseitig zu informieren, über Besonderheiten eines Bauprojektes vorab zu kommunizieren und ihr Wissen rechtzeitig zu teilen, ist daher der Schlüssel für ressourcenschonendes Bauen. Eine offene Technologieplattform soll im Projekt MobiDik nun helfen, mit modernen Technologien Baustellen so zu organisieren, dass Fehlerkosten sinken, Nebenzeiten beim Personal reduziert werden und Qualitäten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes gesichert werden können. Grundlegend dafür sind digitale Blaupausen und digitale Zwillinge, mit denen Menschen, Organisationen, Prozesse und Technik für eine konkreten Baustelle interagieren und handeln können.

Das RIF Institut für Forschung und Transfer ist als Forschungspartner an fast allen Teilprojekten beteiligt. Besonders intensiv betreut RIF die Einbindung dezentraler Assistenzsysteme in die digitalen Blaupausen der Ablaufprozesse, die vom Planen und Bauen zum digitalen Zwilling und zum Betreiben des Gebäudes reichen. So sollen Mess- und Prüfsysteme, GPS oder RFID-Ortungen, Sensoren und eingebettete Systeme in die Plattform integriert werden. Zudem prüfen die RIF-Experten, wie Mensch-Technik-Systeme und Robotik-Handhabung genutzt werden können und für ein entsprechendes Wissensmanagement mit Kommunikationsmodulen und Lernsystemen sorgen.

Partner für ressourcenschonendes Bauen

Die IGA mbH, Ingenieurgesellschaft für Automatisierung und Rationalisierung, entwickelt das digitale Workflow-Managementsystem für den Echtzeitbetrieb und ist Projektkoordination des Verbundvorhabens MobiDik. Die NUCE Consulting GmbH bringt ihre Erfahrungen aus dem operativen BIM-Management, der Gebäudedatenmodellierung (BIM Building Information Modelling) ein und entwickelt die Schnittstellenanbindung zur eigenen Blockchain BIM-Technologieplattform KISS-BIM. Die mpool consulting GmbH ist auf die IT-gestützte Begleitung von Veränderungen in Unternehmen mit dem Schwerpunkt „Entwicklung prozessbezogener Mitarbeiterkompetenzen und Ableitung von Lernmodulen“ spezialisiert. Die Circular Building UG vernetzt Gesetze, Normen und Wissen aus dem Bereich ressourcenschonendes Bauen mit den Planungsprozessen.

Das ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH entwickelt und optimiert für das Projekt eine Methode der BIM-gestützten Nachhaltigkeitsbewertung.

Als Anwendungs- und Kooperationspartner sind die Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen, sowie die Dortmunder Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW beteiligt, mit denen konkrete Bauvorhaben auf Basis der neuen Technologien begleitet und erprobt werden können. Das Projekt ist im Mai 2020 gestartet und soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Dann sollen speziell geschulte Instruktoren in der Mobilen, Digitalen Lernfabrik, kurz „MobiDik“, die Beteiligten beim Umgang mit den neuen digitalen Möglichkeiten in einem ganzheitlichen Erprobungs- und Lernfeld, im Idealfall: eine konkrete Baustelle, begleiten.

Bild: Das Tablet als Standardausrüstung auf der Baustelle: RIF-Mitarbeiter David Jung
unterwegs im RIF-Projekt MobiDik, Ziel ist eine neue Technologieplattform für
effizientere, smartere Baustellen. Foto: RIF

Weitere Informationen: https://www.rif-ev.de/

Erfahren Sie hier mehr über nachhaltige Supermärkte in monolithischer Bauweise.

Lesen Sie auch: „Digitale Plattform für alle BIM-Klassen und -Merkmale im Bauwesen“

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