Projekt: Ertüchtigung der Odertalsperre

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Die Odertalsperre ist eine Talsperre im Westharz. Sie liegt östlich am Rand der Stadt Bad Lauterberg im Landkreis Göttingen. Sie dient hauptsächlich der Wasserregulierung für Hochwasserschutz und -entlastung oder Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung. Vielfältige Instandsetzungsmaßnahmen an der Odertalsperre wurden von der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, NL Magdeburg, mit Schal- und Rüstsystemen von Paschal erfolgreich umgesetzt.

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Die Odertalsperre ist eine Talsperre im Westharz. Sie liegt östlich am Rand der Stadt Bad Lauterberg im Landkreis Göttingen. Sie dient hauptsächlich der Wasserregulierung für Hochwasserschutz und -entlastung oder Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung. Vielfältige Instandsetzungsmaßnahmen an der Odertalsperre wurden von der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, NL Magdeburg, mit Schal- und Rüstsystemen von Paschal erfolgreich umgesetzt.

Die Harzwasserwerke GmbH (HWW) mit Sitz in Hildesheim ist der größte Wasserversorger in Niedersachsen und gehört zu den zehn größten Wasserversorgern in Deutschland. Neben der Trinkwasserversorgung sind der Hochwasserschutz und die Niedrigwassererhöhung wichtige Aufgaben des Unternehmens. Das natürliche Gefälle zwischen den Talsperren im Harz und den Versorgungsgebieten im Harzvorland wird dabei zur umweltschonenden Stromerzeugung aus Wasserkraft genutzt.

Deshalb sorgen die Verantwortlichen der HWW regelmäßig für eine rechtzeitige Anlagenertüchtigung und veranlassten jüngst die abschnittsweise Generalüberholung der Odertalsperre mit dem Ziel einen neuwertigen Anlagenzustand zu erreichen.

Hochwasserentlastungsanlage nach 80 Jahren bautechnisch ertüchtigt.  

In den Hauptdamm der Odertalsperre ist die Hochwasserentlastungsanlage zum Schutz des Talsperrenbauwerks bei extremen Hochwässern integriert. Die auf der südlichen, linken Dammseite angeordnete Hochwasserentlastungsanlage, der in den Jahren 1933 bis 1936 errichteten Odertalsperre, besteht aus dem Einlaufbauwerk mit Überfall und Sammelrinne, der Brücke über die Hochwasserentlastungsanlage sowie der Schussrinne einschließlich der Leitwände. Die Schussrinne endet im Unterwasserbecken der Odertalsperre.

Die Hochwasserentlastung hat eine Gesamtlänge von ca. 335 m und eine maximale Längsneigung von 17,5 Grad. Die mittlere Breite der Sammel- und Schussrinne beträgt in Höhe der Sohle 5,00 m. Das Brückenbauwerk überführt die Dammstraße über die Sammelrinne der Hochwasserentlastung. Im Anschluss an das Brückenbauwerk und südlich, hangseitig der Sammelrinne wird die Dammstraße durch eine Schwergewichtswand gestützt. Als wesentlicher Teil der Generalüberholung der Odertalsperre wurde die gesamte Hochwasserentlastungsanlage instandgesetzt und in weiten Teilen nach dem Rückbau neu aufgebaut. Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten der Sammelrinne wurde auch die Dammstraße hinter dem Einlaufbauwerk auf einer Länge von ca. 80 m grundhaft ausgebaut.

Eingespieltes Duo

Der verantwortliche Bauleiter, Bernd Schulze, und sein Kollege Jens Rabenau von der Arbeitsvorbereitung sind bei der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH ein eingespieltes Duo, das schon zahlreiche Betonbauwerke und Betonkonstruktionen mit Systemen von Paschal erfolgreich umsetzte. Deshalb kann die langjährige Zusammenarbeit der ausführenden Bauunternehmung und Paschal als partnerschaftlich eingespielt bezeichnet werden.

Für die Baumaßnahmen an der Odertalsperre ergänzte die Bauunternehmung ihr vorhandenes Schalmaterial der Marke Paschal mit weiteren Mietmaterial des Steinachers Schalungsexperten. Nach vorausgegangener Schalungsplanung, einer hochgeschätzten Serviceleistung, die Paschal auch bei diesem Projekt erbrachte, wurden rund 400 m² des Schalungssystems Logo.3, ca. 150 m² des Rundschalungssystems „TTK“, 50 m² Wandschalung Logo Alu und 50 KBK Einzelkonsolen zum Einsatzort in den Harz gebracht. Mit diesen Systemen konnten die verschiedensten und unterschiedlich geprägten Instandsetzungsarbeiten des ingenieurtechnischen Bauwerks wie geplant umgesetzt werden.

Seitens der Harzwasserwerke wurde hinsichtlich der Betongüte ein Beton mit hohem Wassereindringwiderstand und hinsichtlich der Betonoberfläche eine ebene, porenarme und glatte Sichtfläche (SB 2, SHK 2) vorgegeben. Deshalb wurde bauseits die Schalhaut mit Zemdrain belegt. Die Schalhautbelegung erfolgte vor Ort völlig problemlos und führte zu dem vorgegebenen Oberflächenergebnis der neu erstellten Stahlbetonkonstruktionen.

Rundungen und Neigungen sowie Anpassungen an die Topografie einfach machbar.

Für die Betonage der Sammelrinne im Hang wurde das Rundschalungssystem TTK einhäuptig eingesetzt und präzise auf die vorgegebene Neigung sowie die gewünschten Radien vor Ort eingestellt. Bei größeren Schalhöhen wurde die TTK und auch die Logo.3 um die KBK Einzelkonsolen ergänzt, um den sicheren wie auch effizienten Bauablauf zu gewährleisten.  Die Schalungssysteme Logo.3 und Logo alu wurden sowohl zum Einschalen der Sohle als auch für die Erstellung gerader Wandabschnitte in der Ebene wie auch in dem bis zu 17,5 Grad geneigten Rinnengefälle eingesetzt.

Der Neubau der Sammel- und Schussrinne verlief über mehr als 50 Meter Länge und wurde im Pilgerschrittverfahren betoniert. Dabei musste ergänzend zum exakten Rinnenverlauf auch den korrekten Eibau der zuvor eingebauten Felsanker wie auch auf die Wassersperren geachtet werden. Dies bei einem sportlich ambitionierten Bauzeitenplan, der die Fertigstellung der gesamten Maßnahmen der Talsperrengeneralüberholung für 2018 vorsieht.

Baubeteiligte

  • Auftraggeber/Bauherr: Harzwasserwerke, Hildesheim
  • Bauunternehmung: Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, Blankenburg  NL Magdeburg
  • Tragwerksplaner: Dipl.-Ing. Ulrich Weißwange, Aschersleben
  • Schalungsplanung und Schalungslieferant: PASCHAL-Werk G. Maier GmbH, Steinach

Bild oben: Das Schalungssystem Logo.3 im Einsatz bei der Schussrinnensanierung im mittleren Bereich. Die Neigung der Sohle, dem die Seitenwände folgen, liegt durchschnittlich bei 17,5 Grad. Die Schalungshöhen betragen 2,70 m bis zu 3,40 m. Betoniert wurde die gesamte Schussrinnenkonstruktion im Pilgerschritt mit Betonierabschnitten von ca. 10,00 m. Foto: Paschal

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