Bauen Aktuell 2023-03

Krisenfester durch Digitalisierung

Baureport „How We Build Now“

Von Corona zur Rekordinflation, vom Krieg in der Ukraine zur Energiekrise – die Herausforderungen, mit denen sich die Weltwirtschaft konfrontiert sieht, machen auch dem Bausektor zu schaffen. Eine aktuelle Studie, in Auftrag gegeben von Bausoftware-Spezialist Procore, zeigt, dass deutsche Unternehmen vor allem auf Digitalisierung setzen, um ihre Bauprojekte auch in Zukunft rentabel durchzuführen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bauen Aktuell 2023-03

Mit digitalen Tools zu mehr Nachhaltigkeit

Liebe Leserinnen und Leser,

nach über vier Jahren Pause hat sich die Branchenmesse BAU erfolgreich zurückgemeldet. Rund 190.000 Besucher informierten sich zwischen dem 17. und 22. April auf dem Gelände der Messe München über Neuheiten und Trends der 2.260 Aussteller. Die Messe hat gezeigt, dass die Digitalisierung im Bauwesen im hohen Tempo voranschreitet. Zwar dauert es bis zur nächsten BAU-Messe noch einige Zeit – die nächste Ausgabe findet erst wieder im Januar 2025 statt – bis dahin gibt es aber noch zwei digitalBAU-Formate. Anfang Juli 2023 startet auf dem Münchner Messegelände erstmals die digitalBAU conference & networking (4. bis 6. Juli). Auf dieser neuen Dialogplattform treffen sich Software-Unternehmen, Planer, Architekten, Ingenieure und Handwerker. Neben einer begleitenden Ausstellung stehen in erster Linie interaktive Sessions im Mittelpunkt.

Der Schwerpunkt der digitalBAU conference & networking liegt auf dem persönlichen Austausch. Hierfür stehen unter­schiedliche Kommunikationskanäle zur Verfügung – von klassischen Vorträgen und Diskussionsrunden in Foren über interaktive Sessions bis hin zu Think Tanks, Workshops oder einem Barcamp. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 5. Nach diesem Zwischenformat im Juli 2023 findet dann die reguläre digitalBAU wieder in Köln statt (20. bis 22. Februar 2024).

In der nächsten Zeit dürften Veranstaltungen für die Baubranche jedenfalls großen Zuspruch erfahren. Schließlich steht die Baubranche in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen: Gebäude müssen effizienter und umweltschonender werden. Bis 2030 müssen die CO2-Emissionen im Gebäudesektor um 65 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 sinken. Das bedeutet eine massive Reduktion des Primärenergieverbrauchs bei 20 Millionen Wohngebäuden in Deutschland in den kommenden Jahren. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Kostendrucks in der Bauindustrie wird die
Digitalisierung zu einer zwingenden Voraussetzung, um die Klimaziele auf wirtschaftliche Weise zu erfüllen. Mit intelligenten Planungstools sowie KI- und Machine-Learning-Applikationen lassen sich nachhaltige Gebäude konzipieren und der Baulebenszyklus nachhaltiger gestalten. Wie das im Detail geschieht, lesen Sie im Beitrag auf den Seiten 24 und 25.

Viel Spaß bei Lesen!

Rainer Trummer
Chefredakteur

Bauen Aktuell 2023-03

Themenhighlights

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