Bauen Aktuell 2022-04

Schutz vor Cyber-Attacken absolut notwendig

Gewerkeübergreifende Vernetzung von Gebäuden

Eine umfangreiche Digitalisierung von Liegenschaften bietet vielfältige Chancen für den Betreiber, birgt jedoch auch das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf das Netzwerk. Zur Verwendung der Informationen aus den unterschiedlichen Gewerken und Anlagen müssen die Daten zwingend standardisiert werden. Dabei unterstützt das Gebäudemanagementsystem Emalytics von Phoenix Contact. Die gewerkeübergreifende Vernetzung betrifft nicht nur die klassischen Gewerke wie die Lüftung oder die PV-Anlage. Kaffeemaschinen oder Reinigungsroboter lassen sich ebenfalls in das Unter­nehmensnetzwerk integrieren. Die entsprechenden Sensoren und Aktoren sollten aller­dings in verschiedenen Zonen angeordnet und so von den anderen im Büro- und Fertigungsbereich befindlichen Netzwerkteilnehmern getrennt werden, etwa durch VLANs. Welche weiteren Maßnahmen zum Schutz vor Cyber-Angriffen zu ergreifen sind, wird im Titelbeitrag thematisiert.

 

 

Bauen Aktuell 2022-04

Unabhängiger von fossilen Energieträgern

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Privathaushalte und Unternehmen befürchten für die nächste Zeit einen Energieschock. Die Preise für Gas, Öl und Strom sind im Zuge des Krieges in der Ukraine massiv gestiegen. Dabei ist heute noch gar nicht absehbar, wie die Gas-Versorgungs­lage im Herbst und Winter ist und wie hoch die Gaspreise dann sein werden. Fragen wie „Wo entwickelt sich die Energieversorgung hin?“ und „Bekomme ich genug Strom und Wärme zu einem bezahlbaren Preis?“ treiben aktuell viele Haushalte um. Eines ist aber auch klar: Je unabhängiger man von fossilen Energieträgern und externen Energieversorgern ist, desto gelassener kann man in die Zukunft blicken. Wer jetzt neu baut, sollte unbedingt sein Haus mit Solartechnik und weiteren Anlagen für erneuerbare Energiequellen ausstatten, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Besonders sparsam und klimafreundlich sind Neubauten, die so gedämmt und ganzheitlich geplant sind, dass sie von vornherein einen niedrigen Primärenergiebedarf aufweisen.

 

Wie energieautarkes Wohnen in einem Architektenhaus aussehen kann, zeigt ein Beitrag auf den Seiten 8 und 9. Zum Einsatz kommen unter anderem eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe, ein Pufferspeicher sowie ein elek­trisches Wandheizgerät. Über die an den Speicher angeflanschte Trinkwasserstation steht immer ausreichend Warmwasser zur Verfügung. Eine aufgeständerte Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach der Garage erzeugt zudem grünen Strom – der, wenn er nicht unmittelbar verbraucht wird, in einen Batteriespeicher fließt.

Für die Planung klimaneutraler Bauten gilt es aber auch, über konven­tionelle Denkweisen hinauszugehen. Ein Beispiel dafür ist der Leichtbau. Sein Betrag zum Klima- und Ressourcenschutz steht außer Frage. Welche Trends es hier gibt, konnten Fachbesucher und Experten auf dem von Leichtbau BW veranstalteten Symposium „Leichtbau im urbanen System“ erfahren. Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie auf den ­Seiten 21 bis 23.

 

Viel Spaß beim Lesen!

Rainer Trummer
Chefredakteur

Bauen Aktuell 2022-04

Themenhighlights

Schutz vor Cyber-Attacken absolut notwendig
Titelstory: Gewerkeübergreifende Vernetzung von Gebäuden

Energieautarkes Wohnen mit Komfort
Wärme- und Lüftungstechnik von Vaillant

Trockenschüttung statt Polystyrol
Kleiner CO2-Fußabdruck: KiTa in Meerbusch-Büderich

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