Auf dem Weg zur digitalen Gebäudeplanung

Praxischeck BIM

BIM im Büro, im Alltag, in der Zukunft ... Mit dem Kürzel BIM – für Building Information Modeling – wird nun schon seit einigen Jahren für diverse CAD-Produkte im Umfeld der Bauindustrie geworben. Kritischer Standpunkt eines Praktikers, der die Hoffnung auf einen durchgängigen 3D-Planungsprozess noch nicht aufgegeben hat.

Sonderheft Bauen aktuell 2015-02

Sonderheft Bauen aktuell 2015-02

DER BIM-ZUG KOMMT INS ROLLEN

Liebe Leser,

Großbauprojekte in Deutschland laufen immer mehr aus dem Ruder und sind kein Ruhmesblatt für den Wirtschaftsstandort in unserem Land. Prominente Beispiele hierfür sind der neue Flughafen in Berlin oder das Bahnprojekt Stuttgart 21. Ungeplante Kosten und gerissene Termine scheinen inzwischen an der Tagesordnung zu sein. Die verantwortlichen Architekten, Planer und Politiker ziehen sich aber oftmals aus der Affäre, Steuerzahler und Betroffene zahlen dann meist die Zeche.

Vor zwei Jahren hat daher die Bundesregierung die Notbremse gezogen und, noch unter dem damaligen Bundesminister Peter Ramsauer, die Reformkommission „Bau von Großprojekten“ ins Leben gerufen, die Abhilfe schaffen soll. Ende Juni wurde nun der Abschlussbericht präsentiert. In diesem legen die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlicher Hand konkrete Empfehlungen vor, wie sich Zeit- und Kostenpläne bei großen Bauprojekten künftig besser einhalten ­lassen. Im Mittelpunkt steht ein „10-Punkte-Aktionsplan“. Ganz oben auf der Liste verankert ist die Empfehlung, digitale Methoden in Form des Building Information Modeling zu nutzen. Ende des Jahres soll unter der Führung von Bundesminister Alexander Dobrindt sogar ein BIM-Gipfel stattfinden. Dobrindt hat einen Stufenplan angekündigt, der schrittweise digitale Anforderungen für die staatlichen ­Infrastrukturprojekte einführt. Der BIM-Zug kann somit an Fahrt aufnehmen und hat nun auch in der Politik wichtige Fürsprecher.

Für die Umsetzung der Digitalisierung in der Bauwirtschaft sind aber die richtigen Methoden und IT-Werkzeuge unerlässlich. In unserem Fachmagazin „Bauen aktuell“ präsentieren wir Ihnen deshalb Softwarelösungen für die Bauwirtschaft und zeigen, wie sich diese Tools in der Praxis schlagen.  

Viel Spaß bei der Lektüre von Bauen aktuell!

Rainer Trummer, Chefredakteur

 

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