Nachhaltige Wassernutzung in Vietnam: Strategisch planen mit IT

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Im BMBF-Projekt entstehen IT-Methoden für nachhaltige Wassernutzung. Das Ziel: eine strategische Planung der Wasser- und Landressourcen im Mekong-Delta.
Nachhaltige Wassernutzung im Mekong-DeltaQuelle: Foto: Sandra Greassidis

Im BMBF-Projekt ViWaT entwickeln Disy und Partner moderne IT-Methoden für die nachhaltige Wassernutzung.

Die Disy Informationssysteme GmbH aus Karlsruhe ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts, das zum Ziel hat, im vietnamesischen Mekong-Delta moderne IT-Methoden für die übergreifende strategische Planung der Wasser- und Landressourcen und damit die nachhaltige Wassernutzung zu etablieren. Disy entwickelt dazu ein Wasserplanungs-Dashboard auf Basis der Cadenza-Plattform.

Mekong-Delta: Wasserentnahme treibt Landabsenkung voran

Das südliche Mekong-Delta in Vietnam ist eine von intensiver Landnutzung gekennzeichnete Region. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden für den Reisanbau, der Einsatz von Antibiotika in der Aquakultur, der Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels, die Versalzung von Wasserressourcen und Böden sowie die Einleitung ungereinigter Abwässer in Oberflächengewässer gefährden den Lebensraum von 17,5 Millionen Menschen. Hinzu kommt die Übernutzung des Grundwassers für die städtische und ländliche Wasserversorgung sowie für Aquakulturen in Shrimp-Farmen, welche einen hohen Bedarf an sauberem Wasser haben. Die übermäßige Wasserentnahme treibt die Landabsenkung voran. In Kombination mit dem ansteigenden Meeresspiegel führt dies zu weitreichenden Problemen. Dies erfordert teure Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel mehr Deiche und Pumpwerke für den Hochwasserschutz.

Nachhaltige Wassernutzung: Gebündelte Kompetenzen mit vielen Projektpartnern

Strategien, das Wasser nachhaltig zu nutzen und mit den Folgen des Klimawandels besser zu leben, sind ein Ziel des Forschungsprojekts „Vietnam Water Technologies“ (ViWaT Mekong), das Ende 2018 gestartet ist. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Teil der Maßnahme „Client II – Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen” gefördert. Die Maßnahme gehört zum BMBF-Programm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung” (FONA³).

Im Rahmen des Projekts sollen Konzepte und Technologien mit Schwerpunkten auf Küstenschutz, Wassermanagement und Landabsenkung zum nachhaltigen Schutz von Wasser- und Landressourcen im Mekong-Delta entwickelt werden. Um integrierte Lösungen für diese komplexen Fragestellungen zu finden, bündelt das Projekt die breite Kompetenz aus den Bereichen der überregionalen Planung, der Ingenieurwissenschaft und des nachhaltigen Umweltmanagements in drei Teilprojekte „Engineering“, „Planning“ und „Operations“.

Das Wasserplanungs-Dashboard wird im Teilprojekt ViWaT-Mekong-Planning umgesetzt. Die Partner im Teilprojekt sind dabei neben zwei Lehrstühlen an der Ruhr-Universität Bochum (Projektleitung), die Technische Universität Dortmund, die Technische Hochschule Köln, das Fraunhofer-Institut UMSICHT, die Firma Ribeka GmbH und das National Center for Water Resources Planning and Investigation (NAWAPI) aus Vietnam.

Disy arbeitet in diesem Projekt als Spezialist für die Daten- und Informationsverarbeitung von Geoinformationen. Das Unternehmen entwickelt für das Projekt Instrumente, um Experten und Entscheidern vor Ort Planungskarten zur Verfügung zu stellen und die ihnen zugrundeliegenden Daten besser verständlich zu machen. Dies folgt der Maxime „Überblick, Vertiefung, Vergleich und Planung“.

Cadenza Web bietet nötige Funktionalitäten

Technisch setzt Disy dieses Vorhaben über die Entwicklung eines Wasserplanungs-Dashboards auf Basis von Cadenza Web um. Die Software bietet alle benötigten Funktionalitäten für ein webbasiertes Entscheidungssystem. Das System soll die Entscheidungsträger und Experten vor Ort bei der Planung der regionalen Wasserressourcen unterstützen. Hierfür werden neuartige Werkzeuge für Visualisierungen und interaktive Anfragen entwickelt, um diese komplexen, verknüpften Informationen auch produktiv nutzen zu können.

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