Mix aus Sonder- und Systemschalung für neue Dütebrücke

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Das anspruchsvolle Autobahnprojekt „Abriss und Neubau Dütebrücke“ kommt planmäßig voran. Nach erfolgreichem Teilabriss stehen bereits diverse Stahlbetonbauteile der ersten neuen Brückenhälfte. Das bauausführende Team hat die Baustelle perfekt im Griff – nicht zuletzt mit ausgefeilten Schalungslösungen.

huennebeck_duetebruecke_01

Das anspruchsvolle Autobahnprojekt „Abriss und Neubau Dütebrücke“ kommt planmäßig voran. Nach erfolgreichem Teilabriss stehen bereits diverse Stahlbetonbauteile der ersten neuen Brückenhälfte. Das bauausführende Team hat die Baustelle perfekt im Griff – nicht zuletzt mit ausgefeilten Schalungslösungen.

Der Ersatzneubau der 301 m langen A1-Autobahnbrücke über die Düte bei Osnabrück gehört zu den besonders herausfordernden aktuellen Brückenbauprojekten in Deutschland. Hintergrund ist die einteilige Bauweise der vierstreifigen Brücke aus dem Jahr 1968, die Platz machen muss für einen deutlich breiteren Neubau mit sechs Fahrstreifen. Der einteilige Brückenüberbau macht eine besondere Vorgehensweise erforderlich: Einfach gesagt wurde die Brücke der Länge nach mittig durchgeschnitten und zunächst eine Brückenseite abgebrochen, während über die verbliebene Brückenhälfte – die von einem zuvor errichteten Traggerüst unterstützt wird – derzeit der Verkehr fließt.

Nach rund fünf Monaten Abbruch hat im Sommer 2018 der erste Bauabschnitt des Brückenneubaus begonnen. Errichtet wird die neue Dütebrücke in sogenannter Stahlverbundbauweise: Auf den neu zu errichtenden Stahlbetonstützen und Auflagern wird ein Überbau aus Stahl montiert. Darauf wird dann die Brückenplatte aus Beton hergestellt. Ausführendes Unternehmen ist die Porr GmbH & Co. KGaA Infrastruktur Ingenieurbau. In Sachen Schalungsprojektierung verlässt sich das Porr-Team bei dieser komplexen Großbaustelle auf die Schalungsexperten von Hünnebeck. Sie haben die zum Bau der Brücken-Widerlager, -Pfeilerfundamente, -Pfeiler und -Querriegel benötigten Schalungslösungen in enger Abstimmung mit der Baustelle entwickelt und geliefert.

Herausgekommen ist ein effizienter und wirtschaftlicher Mix aus Standard- und Sonderlösungen, der exakt auf die speziellen Bedingungen dieser anspruchsvollen Brückenbaustelle abgestimmt ist. Bei der Herstellung der Pfeilerfundamente und der Widerlager kommt beispielsweise die Großrahmenschalung Manto zum Einsatz. Ihre große Einsatzflexibilität und besondere Belastbarkeit (Betondruck: 80 kN/m2) sorgen (nicht nur) bei diesen Bauteilen für schnelle Schalzeiten und hohe Effizienz.

Die Pfeilerschalung wiederum ist eine von Hünnebeck bereitgestellte Sonderschalungskonstruktion aus rund angeordneten H20-Trägerschalungselementen. Die geforderten Schalungsdurchmesser betragen 1,80 m und 2,40 m mit Elementhöhen von bis zu 10,25 m. Für die besondere Geometrie der Querriegel, die auf jeweils zwei Brückenpfeilern aufliegen, hat der Hünnebeck eigene Sonderschalungsbau eine maßgeschneiderte Sonderschalung mit senkrechter Brettstruktur angefertigt. An den Längsseiten wird diese Sonderkonstruktion außen von Standardtafeln der Manto Schalung ergänzt.

Neues Traggerüstsystem ST 60 

Abgestützt wird die Querriegel-Schalung von Traggerüsten aus dem neuen Hünnebeck ST 60-System, das bei den Bauausführenden gut ankommt. Den Baustellen betreuenden Hünnebeck Schalungsmeister, der zur Einweisung bereitstand, freut das: „Das ST 60 ist wirklich in allen Belangen baustellengerecht optimiert. Ob Montage, Demontage, Transport oder Lagerung – unser neues Traggerüstsystem für den Schalungsbau erfüllt schon jetzt zukünftige Anforderungen.“ So wiegt beispielsweise kein Teil dieses Systems, das sowohl der DIN EN 12810 wie auch der DIN EN 12811 entspricht, mehr als 15 kg; hinzu kommen eine jederzeit gesicherte Montage und Demontage durch vorlaufenden Seitenschutz sowie ein von Hünnebeck patentiertes ergonomisches Belagumsetzverfahren.

Das System zeichnet sich durch besondere Simplizität und Sicherheit aus: So besteht der ST 60 Baukasten aus lediglich sechs Basisteilen. Mit nur zwei Rahmen lassen sich drei Turmbreiten herstellen: 113 cm x 113 cm, 150 cm x 150 cm und 113 cm x 150 cm. Bis zu 240 kN Belastbarkeit pro Stützturm (60 kN pro Stiel) und die Kombinierbarkeit des Systems mit Alu- und Stahlträgern wie auch mit Holzschalungsträgern (H 20 und R 24) sorgen für hohe Tragfähigkeit und eine sichere Lastableitung in den typischen Einsatzhöhen zwischen 3 m und 15 m. Zu den wesentlichen Eigenschaften des ST 60-Turms zählt ein besonderes Belagumsetzverfahren: Die Beläge (Lastklasse 4) werden mit einer speziellen Belaghebevorrichtung einfach und ergonomisch auf die nächste Ebene versetzt. Ist der Turm fertig montiert, kann er zum einfachen Transport innerhalb der Baustelle komplett mit vier Strängen an einen Kran gehängt werden.

Das Porr-Baustellenteam zeigt sich äußerst zufrieden mit den von Hünnebeck bereitgestellten Schalungslösungen: „Man merkt an allem, dass hier Praktiker am Werk sind, die genau wissen, worauf es im Baustellenalltag ankommt. Ob maßgeschneiderte Sonderlösung oder Systemlösung von der Stange, Sicherheit und Praktikabilität stehen an erster Stelle.“ Diese Zufriedenheit manifestiert sich auch im termingerechten Baufortschritt: Voraussichtlich Anfang 2020 wird der Verkehr bereits über die dann fertige erste neue Brückenhälfte geleitet werden. Dann kann mit dem Abbruch des noch bestehenden Brückenteils und dem anschließenden Neubau begonnen werden. Dabei werden wiederum die bewährten Hünnebeck-Schalungslösungen zum Einsatz kommen.

Bild oben: Neubau der Düte-Autobahnbrücke: Links die noch bestehende alte Brückenhälfte unterstützt von einem Traggerüst, rechts entsteht die erste neue Brückenhälfte.
(Foto: Hünnebeck)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Top Jobs

Keine Top-Jobs gefunden
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: So Digitalisiert die Bauwirtschaft

.

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.