IIoT-Lösung: Joint Venture sorgt für Fernüberwachung von Brücken

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IIoT-Lösung: Joint Venture sorgt für Fernüberwachung von Brücken

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Eine IIoT-Lösung ermöglicht im Rahmen eines Joint Ventures die Fernüberwachung des Zustands von Brücken. Sie wird von den Partnern Xerox und VicTrack im australischen Bundesstaat Victoria eingeführt.
IIoT-Lösung für die Infrastruktur: Joint Venture Eloque

Quelle: Greg Brave/Shutterstock.com

  • Globales Problem alternder Infrastruktur: In den Vereinigten Staaten sind 42 Prozent aller Brücken mindestens 50 Jahre alt und fast 231’000 Brücken müssten repariert werden, in Deutschland sind rund 11’000 der 25’000 Eisenbahnbrücken über 100 Jahre alt.
  • Xerox und der Staat Victoria (Australien) arbeiten im Rahmen eines Joint Ventures zusammen.
  • Die IIoT-Lösung von PARC ermöglicht Fernüberwachung des strukturellen Zustands von Brücken sowie Optimierung der Lebensdauer von Anlagen.

Xerox und die Regierung des australischen Bundesstaats Victoria geben ihre Zusammenarbeit im Joint Venture Eloque bekannt. Damit wollen die Partner eine neue Technologie kommerzialisieren, die den baulichen Zustand von Brücken aus der Ferne überwachen kann. Eloque bietet eine IIoT-Lösung (Industrial Internet of Things). Dabei werden kleine Glasfasersensoren an Brücken angebracht, um die strukturelle Dehnung, das thermische Verhalten, die Biegung, die Lasten, die Vibration und die Korrosion genau zu messen und abzuschätzen. Diese Messgrößen ermöglichen Rückschlüsse auf den Zustand der Brückenstruktur. Mit Hilfe fortschrittlicher Analysen werden die Daten der Sensoren ausgewertet und Erkenntnisse in Echtzeit an die Brückenbesitzer und -betreiber geliefert. So können sie überwachen, ob eine Brücke über- oder unterausgelastet ist und ob sie strukturelle Probleme beziehungsweise Schäden aufweist, die repariert werden müssen.

IIoT-Lösung ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand der Brückenstruktur

Der Bedarf für diese neue Technologie ist hoch: Laut der Report Card for America’s Infrastructure der American Society of Civil Engineers 2021 sind allein in den Vereinigten Staaten 42 Prozent aller Brücken mindestens 50 Jahre alt und fast 231’000 Brücken müssten repariert und erhalten werden. Doch auch in anderen Ländern besteht Bedarf. So sind schätzungsweise 70 Prozent der Brücken in Australien älter als 50 Jahre. In Deutschland sind rund 11’000 der 25’000 Eisenbahnbrücken über 100 Jahre alt und sieben Prozent der Brücken in Frankreich sind bereits einsturzgefährdet.

„Alte und dadurch verschlechterte öffentliche Infrastruktur ist ein globales Problem. Mit unserer Technologie leisten wir Pionierarbeit, die die Sicherheit von Brücken aufrechterhält, ihre Nutzungsdauer verlängert und sich positiv auf die Planung der übrigen Infrastruktur auswirkt“, so John Visentin, Vice Chairman und CEO von Xerox. „Unsere Partnerschaft mit der Staatsregierung von Victoria ermöglicht es uns nicht nur, dieses Problem für Victoria zu lösen, sondern es auch auf Kunden in der ganzen Welt auszuweiten, die vor diesen Herausforderungen stehen.“

Die Technologie wurde im Palo Alto Research Center (PARC) von Xerox entwickelt und im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Xerox und VicTrack, einem staatlichen Unternehmen der Landesregierung Victoria, das alle Eisenbahn- und Straßenbahnlinien im Bundesstaat besitzt, getestet. Bei der IIoT-Lösung von PARC werden Sensoren und fortschrittliche Analysen zur Überwachung des baulichen Zustands von Brücken genutzt, um die Lebensdauer der Anlagen zu optimieren. „Dies trägt dazu bei, Probleme früher zu erkennen, Verzögerungen durch Straßensperrungen für manuelle Inspektionen und Reparaturen zu reduzieren und im Falle von Brückenstreiks oder anderen unerwarteten Ereignissen Probleme schneller und genauer zu identifizieren“, erklärt Jacinta Allan, Verkehrsministerin von Victoria. Im Zuge dessen hat die Landesregierung von Victoria bereits 50 Millionen Dollar für die Einführung der Eloque-Technologie auf vorrangigen Brücken bereitgestellt.

Chief Executive Campbell A. Rose AM von VicTrack hat die Rolle des CEO von Eloque übernommen, um das Unternehmen bei seiner frühen Gründung zu unterstützen. Zum aktuellen Stand und Vorgehen äußert er sich zuversichtlich: „Die Technologie wurde bereits bei sieben Brücken in Victoria eingesetzt und wird nach und nach bei weiteren Brücken installiert – vor allem auf solchen, die regelmäßig schweren Lasten standhalten müssen und bei denen das Risiko des Verfalls am größten ist. Dies adressiert ein wichtiges Anliegen von Kunden (und Nutzern der Infrastruktur) und ermöglicht es, die Anlagen besser zu verwalten.“

Für zukünftige Projekte stehen kritische Infrastrukturanlagen wie Tunnel, Häfen oder mehrstöckige Parkhäuser im Fokus, wie Ersin Uzun, General Manager IoT bei Xerox und Vorstandsmitglied von Eloque mitteilt: „Zu Beginn liegt unser Fokus auf Eisenbahn- und Straßenbrücken, wobei die Technologie von Eloque vielseitig ist. Deshalb planen wir, sie in Zukunft auch für andere kritische Infrastrukturen einzusetzen.“

Xerox ist Mehrheitseigentümer von Eloque, was Teil der Geschäftsstrategie für einen breiten Einstieg in den IoT-Markt mit neuen industriellen Angeboten ist. Wie Xerox schon im vergangenen Jahr bekannt gab, arbeitet PARC im Rahmen des Programms Ocean of Things mit der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) der Vereinigten Staaten an der Entwicklung einer Technologie zusammen, um eine großflächige Überwachung der Meere zu ermöglichen.

Bild: Brücke über den Snowy River bei Orbost, Victoria. Foto: Greg Brave/Shutterstock.com

Weitere Informationen: https://www.xerox.com/, https://www.victrack.com.au/ und https://www.parc.com/

Erfahren Sie hier mehr über digitale Zwillinge für die Infrastruktur.

Lesen Sie auch: „Webbasierte AVA-Lösung: Auktionsmodul für Preisverhandlungen“

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