Hoch und klimafreundlich bauen mit Holz

Derzeit scheint ein Wettstreit um den Titel des höchsten Holzhauses entbrannt. Ein Kandidat dafür entsteht gerade in Norwegen, anderthalb Stunden Fahrt nördlich von Oslo an einem See in der Gemeinde Brumunddal. Mit 18 Stockwerken soll das Haus schließlich eine Höhe von 81 Metern erreichen und unter anderem Wohnungen, Pool, Hotel, Büros, Restaurant und öffentliche Einrichtungen beherbergen.

Der Name des Bauwerks, Mjøstårnet, leitet von Norwegens größtem See Mjøsa her, an dessen Ufern es entstehen soll. Derzeit sind von 81 Metern total rund 33 Meter fertiggestellt. Investor Arthur Buchardt betont, dass man trotz der schwierigen Arbeiten in großen Höhen ohne externe Gerüste auskomme. Vielmehr setze man Kräne und unterstützende Aufzüge ein, wenn nötig.

Das Bauen mit Holz kommt nach Ansicht von Buchardt dem Klima zugute. So habe eine Projektgruppe der norwegischen Straßenverwaltung die Option einer Holzbrücke über den See Mjøsa evaluiert, welche die weltweit längste ihrer Art wäre. Die Experten seien zu dem Schluss gekommen, dass die Verwendung von Holz anstelle von Beton bis zu 30 Prozent CO2 einsparen könne.

Internationale Standards

Buchardt sieht das Bauwesen in die Fußstapfen der Autobranche treten. In 15 Jahren werde es illegal sein, Autos mit fossilen Kraftstoffen herzustellen und zu verkaufen, so glaubt er. Auf dieselbe Weise würden sich dann klimafreundliche Baustoffe als Standard durchsetzen.

  • Generalunternehmer: HENT AS
  • Material und Bauausführung als Unterauftragnehmer: Moelven Industrier ASA
  • Kunde: AB Invest AS
  • Bauzeit: 2017 – 2019
  • Fläche: 15.000 m²
  • Architekten: Voll Arkitekter
  • Ort: Brumunddal / Norwegen
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