Gebäudeautomatisierung: Nutzerstudie und neue Lösungen

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Bosch bietet Smart-Home-Lösungen für viele unterschiedliche Bereiche im Haushalt. Das Bosch Smart Home System funktioniert interoperabel: die vernetzten Geräte werden über den Controller verbunden und sprechen miteinander. Mit einer App können Licht, Heizung, Rauch- und Bewegungsmelder mit Tablet oder Smartphone gesteuert und überwacht werden. An der CES 2017 präsentiert das Unternehmen mit dem Rauch- und Bewegungsmelder sowie dem Szenario-Manager erweiterte Funktionen des Systems.
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Bosch bietet Smart-Home-Lösungen für viele unterschiedliche Bereiche im Haushalt. Das Bosch Smart Home System funktioniert interoperabel: die vernetzten Geräte werden über den Controller verbunden und sprechen miteinander. Mit einer App können Licht, Heizung, Rauch- und Bewegungsmelder mit Tablet oder Smartphone gesteuert und überwacht werden. An der CES 2017 präsentiert das Unternehmen mit dem Rauch- und Bewegungsmelder sowie dem Szenario-Manager erweiterte Funktionen des Systems.

Der Rauchmelder alarmiert den Besitzer bei Rauchentwicklung akustisch durch die Sirene im Gerät. Außerdem wird eine Nachricht über die App ans Smartphone gesendet. Als clevere Zusatzfunktion wird die Sirene des Rauchmelders auch zur Abschreckung ungebetener Gäste eingesetzt. Mit dem Szenario-Manager wird das vernetzte Zuhause noch intuitiver und er erleichtert Nutzern den Alltag: Wenn Nutzer zum Beispiel das Haus verlassen, müssen sie nicht mehr selbst prüfen, ob Heizung, Elektrogeräte und Licht ausgeschaltet sind.

US-Amerikaner und Briten möchten ihr Zuhause „on the road“ steuern

Erst kürzlich hat Bosch gemeinsam mit Twitter Nutzer befragt, was sie über ein Smart Home wissen und was sie sich wünschen: in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und den USA. Für Briten und Amerikaner hat das vernetzte Zuhause einen Platz im Alltag. Das gilt zumindest, wenn man sie fragt, in welchen Situationen sie sich wünschen, ihr Smart Home von unterwegs steuern zu können. 60 Prozent der Briten und Amerikaner haben diesen Wunsch beispielsweise, wenn sie mit der Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Unter den Spaniern, den Deutschen und den Österreichern sind es nur etwa halb so viele, bei den Franzosen immerhin noch 45 Prozent. Ähnlich sieht der Ländervergleich aus, wenn die Befragten in Eile sind. Übrigens ist in Eile zu sein eine Situation, in der vor allem Frauen glauben, die Vorzüge eines Smart Home genießen zu können. Das haben sie mit den jüngsten Befragten (16 bis 24 Jahre) gemein, die sich zudem besonders auf dem Sofa ein schlaues Zuhause wünschen. Länder-, alters- und geschlechtsübergreifend übt die Vorstellung, aus dem Urlaub Zugriff auf sein Zuhause zu haben, eine gewisse Faszination aus, die mit dem Alter nochmal zunimmt – sei es, um nach dem Rechten zu sehen oder um die Heizung schon vor der Rückreise hochzudrehen.

Energiesparen weltweit wichtiges Argument

Das Smart Home erledigt lästige Routineaufgaben automatisch, ermöglicht Kontrolle auch weit weg von Zuhause und vermittelt so ein beruhigendes Gefühl. Noch stärker überzeugt die Befragten aber das Potenzial, Energie zu sparen, wenn sich zum Beispiel die Heizung bei geöffneten Fenstern selbstständig abschaltet. Insbesondere Spanier, Franzosen und Engländer zeigen sich sparfreudig, zwischen 71 und 75 Prozent nannten bei der Umfrage Energiesparen als überzeugendes Argument. Bei den befragten Deutschen ist dies zwar ebenfalls die häufigste Antwort, mit 59 Prozent der Nennungen landen sie hier aber auf dem letzten Platz im Ländervergleich. Das überrascht, sind die Deutschen ja eigentlich bekannt für ihr Umweltbewusstsein. Vermutlich sind es jedoch eher finanzielle als ökologische Gesichtspunkte, die in Ländern wie Spanien, Frankreich oder England Energiesparmöglichkeiten so interessant machen.

Beruhigt in Urlaub fahren

Beruhigung und Sicherheit liegen als Argumente insgesamt auf dem zweiten und dritten Platz und wurden von 59 beziehungsweise 58 Prozent der Befragten genannt. Ein Smart Home, das bei einem Einbruch automatisch einen Alarm auslöst und die Bewohner per Push-Nachricht auf dem Smartphone warnt, überzeugt genauso wie der Gedanke, jederzeit über eine vernetzte Kamera nach dem Rechten sehen zu können. Sicherheit spielt vor allem bei Frauen eine wichtige Rolle: Sind sie von allen anderen Argumenten generell weniger überzeugt als Männer, ist es hier genau umgekehrt. Nur ein Drittel der Befragten findet es besonders bequem, den Cappuccino schon aus dem Bett vorzubrühen. Hier geben die Franzosen den Ton an: 42 Prozent schätzen es sehr, ihren Café au Lait vorzufinden, wenn sie in die Küche kommen.

Franzosen trauen dem vernetzten Haus mehr zu als US-Amerikaner

Ein Smart Home hilft, den Alltag bequemer zu gestalten, Energie und Geld zu sparen und das Zuhause besser abzusichern. Wozu ein vernetztes Zuhause heute schon in der Lage ist, ist vielen Twitter-Nutzern noch nicht bewusst. So wissen zwar zwei Drittel der Befragten, dass das Smart Home das Licht automatisch ausschalten kann, wenn sie aus dem Haus gehen. Dass aber der Ofen heute schon passende Rezepte vorschlagen kann, können sich lediglich 22 Prozent vorstellen. Im Ländervergleich ist bemerkenswert, dass Twitter-Nutzer aus Frankreich der Smart-Home-Technologie durchweg mehr zutrauen als beispielweise Briten, US-Amerikaner oder Österreicher. Deutsche hingegen halten – wie auch die Spanier –, vieles noch für Zukunftsmusik, was bereits zur Verfügung steht.

Besonders auffällig ist, dass insbesondere die 25- bis 34-jährigen mit ihrer Einschätzung der Realität am nächsten kommen. Dass mit höherem Alter das Bewusstsein für die Möglichkeiten abnimmt, überrascht nicht so sehr wie die Tatsache, dass auch Digital Natives viele der heute schon möglichen Funktionen nicht kennen: Gerade für die 16- bis 24-jährigen, die keine Welt ohne Internet kennen, ist das intelligent vernetzte Zuhause noch überraschend unbekannt. Grund hierfür könnte die fehlende Relevanz sein, die Wohnthemen für diese Altersgruppe haben. Ein Argument, das allerdings nicht für Frauen zutrifft, die mit ihren Einschätzungen, was ein Smart Home alles leisten kann, durchweg zurückhaltender waren als Männer.

Zudem wissen nur rund 50 Prozent der Befragten, dass heutige Smart-Home-Systeme es bereits ermöglichen, unterschiedliche Gerätetypen miteinander sprechen zu lassen, also interoperabel sind, auch unabhängig vom Hersteller.

Viele vermuten hohe Kosten, Datenschutz hat hohen Stellenwert

Befragt nach den Gründen, warum sie ihr Heim noch nicht vernetzt haben, nennen mehr als die Hälfte der Befragten hohe Anschaffungskosten, wobei dieser Faktor mit zunehmendem Alter an Bedeutung verliert. Besonders Spanier (70 Prozent) und Franzosen (68 Prozent) geben an, dass Ihnen die Technik zu teuer sei. Einem Drittel der Befragten ist der Datenschutz ein wichtiges Anliegen. Ein Thema, mit dem sich auch Bosch intensiv beschäftigt. So erfüllen sämtliche Smart-Home-Lösungen von Bosch höchste Sicherheitsstandards. Jeder Nutzer kann selbst entscheiden, ob seine Daten nur im Haus bleiben, oder für bestimmte Services in die Cloud geladen werden.

31 Prozent der Befragten haben sich bislang noch nicht mit einem vernetzten Zuhause beschäftigt. Das überrascht, insbesondere mit Blick auf die vielen verschiedenen Bereiche, in denen ein Smart Home seinen Bewohnern nützlich sein kann. Aber immerhin etwa jeder Zehnte in Deutschland und in Österreich hat sich bereits überzeugen lassen, lebt also schon in einem vernetzten Zuhause oder plant dies zumindest – mehr als in allen anderen Ländern der Umfrage.

Das Internet ist Informationsquelle Nummer eins

Zwei von drei der befragten Twitter-Nutzer geben an, dass sie vor dem Kauf von Smart-Home-Anwendungen Internetseiten von Herstellern und Händlern besuchen würden. 42 Prozent setzen auf Blogs und Foren. Damit ist das Internet eindeutig die wichtigste Informationsquelle, erst an dritter Stelle kommen mit 35 Prozent Geschäfte und der stationäre Handel. Insbesondere in Großbritannien und in den USA spielt der stationäre Handel eine untergeordnete Rolle, nur halb so viele Befragte würden sich hier informieren wie in den übrigen Ländern. Bemerkenswert ist zudem, dass gerade die Jüngsten unter den Befragten sich eher offline informieren und dazu ein Geschäft aufsuchen würden.

Zur Studie:

Die Umfrage unter Twitter-Nutzern wurde zwischen dem 26. Juli und dem 3. August 2016 durchgeführt. Teilgenommen haben 6.265 Befragte aus Österreich, Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und USA; pro Land mehr als 1 .000 Twitter-Nutzer, aus Österreich knapp 500.

 

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