Fernwärmestation: Weniger Wartung, mehr Leistung

Das Säge- und Hobelwerk der Gebr. Küng AG in Willisau (CH) verfügt über eine Fernwärmestation, die mit Produktionsresten befeuert wird. Aufgrund hoher Wartungskosten wurde sie 2018 umfassend saniert. Dabei wurde auch die Druckhaltung erneuert. 

Konstante Temperaturen und eine zuverlässige Wärmeversorgung sind für den reibungslosen Betrieb eines Sägewerks Voraussetzung. Bei der Gebr. Küng AG mit Sitz in Willisau, eine gute Autostunde von Bern entfernt, verlässt man sich dafür auf die hauseigene Fernwärmestation, die mit Produktionsresten befeuert wird.

Um den Wartungsaufwand zu verringern und die Leistung ausbauen zu können, wurde die Anlage 2018 generalüberholt und im Zuge dessen auch die Druckhaltung erneuert. Mit dem Flamcomat von Flamco schlagen die Betreiber zwei Fliegen mit einer Klappe: Der pumpengesteuerte Druckhalteautomat kompensiert nicht nur die temperaturbedingte Ausdehnung des Anlagenwassers, auch führt er eine Entgasung und automatische Nachspeisung durch. Das reduziert den Instandhaltungsbedarf auf ein Minimum und steigert die Wirtschaftlichkeit.

Die Kleinstadt Willisau liegt im Luzerner Hinterland der Schweiz. Nicht weit vom historischen Stadtkern entfernt unterhält die Gebr. Küng AG in einem Industrie- und Gewerbegebiet seit über 140 Jahren ein Säge- und Hobelwerk. Das Familienunternehmen legt seit seinen Anfängen großen Wert auf Nachhaltigkeit und betreibt seit dem Jahr 2000 eine eigene Fernwärmestation. Aus Rinde, Hobelspänen, Hackschnitzeln und Briketts wird hier Wärme gewonnen, die nicht nur zum Beheizen des Firmenareals genutzt, sondern auch umliegenden Geschäfts- und Wohnhäusern zur Verfügung gestellt wird. Weil die Anlage zu aufwendig in der Wartung wurde und mehr Leistung gefragt war, veranlassten die Betreiber 2018 eine umfassende Sanierung.

Am Platz sparen, nicht an den Funktionen

Die neue Fernwärmestation hat eine Erzeugerleistung von 1'100 kW. Ihr Volumen beträgt 11'000 Liter, hinzu kommt ein Speicher mit 20'000 Litern Fassungsvermögen. „Um die Anlage optimal mit thermischer Energie versorgen zu können, ist ein störungsfreier Betrieb und damit ein funktionierender Druckausgleich unerlässlich“, sagt Geschäftsführer Andreas Küng. Bislang besorgte diesen ein kompressorgesteuerter Druckhalteautomat. Um dem größeren Kessel gerecht zu werden, wurde das Gerät durch den pumpengesteuerten Flamcomat von Flamco ersetzt.

Der Druckhalteautomat wurde mit einem 800-Liter-Grundbehälter und einem Beistellbehälter derselben Größe installiert. „Weil der Flamcomat ein druckloses Gefäß und somit zur Atmosphäre offen ist, kommen wir mit den zwei Behältern aus – einem weniger als bei einer kompressorgesteuerten Druckhaltung nötig gewesen wäre“, erklärt Ante Jurisic, Technischer Berater für Flamco in der Schweiz. „Weiterer Platz konnte außerdem aufgrund der integrierten Entgasung und Nachspeisung eingespart werden. Auch der Wartungsaufwand reduziert sich dadurch.“

Frei von Lufteinschlüssen und Verschlammungen

Die Entgasung erfolgt mittels PALL-Ringen. Dank des Entlüfters mit Belüftungsstopp entsteht ein leichter Unterdruck im Gefäß, was die Entgasungsleistung steigert. Sinkt der Druck, pumpt der Flamcomat das entgaste Wasser zurück in die Anlage. Auf diese Weise bleibt der Systemdruck nahezu konstant. „Fällt der Wasserstand wiederum durch Wassermangel im Gefäß zu stark ab, wird kontrolliert und vollautomatisch Wasser nachgespeist“, so Ante Jurisic. „Somit entfällt die manuelle Nachspeisung gänzlich und unerwartete Serviceeinsätze gehören der Vergangenheit an.“

Des Weiteren wurde im Zuge der Sanierung auch der Schlammabscheider Flamco Clean Smart mit Flanschanschluss eingesetzt. Er reduziert die Strömungsgeschwindigkeit bis auf weniger als ein Prozent von der des Hauptvolumenstroms. Dadurch sinken größere Schmutzpartikel auf den Gehäuseboden und können abgeschieden werden. Zusätzlich sorgen vier Neodym-Supermagnete dafür, dass auch kleinste Teilchen ab einer Größe von 4 µm und eisenhaltige Partikel abgefangen werden. „Das Vermeiden von Lufteinschlüssen und Verschlammungen verlängert die Lebensdauer der Komponenten und fördert den reibungslosen Betrieb“, sagt Ante Jurisic.

Rundum-sorglos-Paket für die Heizungsanlage

Der Betrieb musste während der Montage der neuen Druckhaltung nicht unterbrochen werden. „Unser Ziel war es, den Wartungsaufwand ebenso wie den Platzbedarf zu minimieren. Das ist uns mit dem Flamcomat gelungen“, schließt Andreas Küng. „Die neue Fernwärmestation läuft seit August 2018 und bis jetzt ohne Störung. Wir sind vollends zufrieden.“ Mit der thermischen Energie aus Produktionsresten können das Sägewerk und die umliegenden Gebäude mit Wärme aus einer regenerativen Quelle versorgt werden. Die Flamco-Druckhaltung leistet einen essenziellen Beitrag für die Funktionstüchtigkeit der Anlage und bietet, dank integrierter Entgasung und vollautomatischer Nachspeisung, ein Rundum-sorglos-Paket.

Bild oben: Die Fernwärmestation des Säge- und Hobelwerks der Gebr. Küng AG in Willisau (CH) wird mit Produktionsresten befeuert. Wegen hoher Wartungskosten wurde sie 2018 umfassend saniert. Dabei wurde auch die Druckhaltung erneuert. Foto: Gebr. Küng AG

  • Foto: Gebr. Küng AG
  • Der Betreiber entschied sich für den Flamcomat von Flamco. Ein Argument dafür: Die pumpengesteuerte Druckhaltung kam beim vergrößerten Anlagenvolumen von 11'000 Litern und dem zusätzlichen Speicher von 20'000 Litern Fassungsvermögen mit nur zwei 800-Liter-Behältern aus, während bei einem kompressorgesteuerten Automat ein drittes Gefäß notwendig gewesen wäre. Foto: Flamco
  • Die integrierte Entgasung und vollautomatische Nachspeisung des Flamcomat spart weiteren Platz ein. Gleichzeitig erhöht sich die Funktionstüchtigkeit der Anlage und unnötige Wartungseinsätze werden vermieden. Foto: Flamco
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