Digitalisierung im Bauwesen: BIM als Strategie

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Die „digitale Revolution“ beeinflusst weiterhin fast jeden Aspekt der menschlichen Lebensweise – auch die Bauindustrie ist da keine Ausnahme. Sie verändert sich durch neue und stetig weiterentwickelte digitale Lösungen: von Architektur über Bauprojekte bis hin zur Entwicklung der Infrastruktur und dem laufenden Asset Management.
Digitalisierung im Bauwesen

Quelle: gettyimages.at/Alexander Spatari

Eine echte digitale Transformation in der Baubranche zu erreichen, scheint eine fast unlösbare Aufgabe zu sein. Mit den Herausforderungen bei der Lieferung, der Vorschriften, der Urbanisierung und den steigenden Ansprüchen an die Nachhaltigkeit, befinden sich Unternehmen bei der Digitalisierung im Bauwesen auf einem schmalen Grat, um diese Prioritäten abzuwägen und gleichzeitig ihre Dienstleistungen zu modernisieren.

Digitalisierung im Bauwesen: Umstellung bietet neue Möglichkeiten

Doch der Einfluss der digitalen Technologie auf das Bauwesen wird immer stärker zunehmen und BIM ist ein wichtiger Bestandteil dessen. Die Spezifikation und Implementierung von BIM-Prozessen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Die Veröffentlichung des internationalen Standards ISO 19650 trug dazu bei und verstärkt zusätzlich den Wachstumszwang.

In Anbetracht der weltweiten Entwicklung von BIM in der Branche, können Unternehmen diese Methode nicht mehr ignorieren oder ihre eigene BIM-Kompetenz verbergen.

Die Umstellung auf die neue Arbeitsweise erfordert Veränderungen, sowohl organisatorisch als auch branchenweit. Aus Sicht der BSI-Zertifizierung waren zu Anfang die größeren Bauunternehmen Vorreiter bei der BIM-Einführung. Allerdings ist zu beobachten, dass die gesamte Lieferkette immer mehr an Einfluss gewinnt. So gibt es bereits eine wachsende Anzahl an kleineren Unternehmen, die ihre eigene BIM-Zertifizierung unter Beweis stellen und ihren Mitbewerbern damit den Wind aus den Segeln nehmen.

Auch, wenn zum Beispiel die Facility-Management-Branche weniger ausgereift ist, so gewinnt sie dennoch an Tempo, da die BIM-Nutzung nach der Planungs- und Bauphase fließend in die Betriebsphase übergehen kann. Auch andere Technologien treiben den Wandel voran. So sind Offsite-Bau, 3D-Druck, künstliche Intelligenz und Robotik auf dem Vormarsch und bieten neue Möglichkeiten zur Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Rentabilität.

Smart Cities

Eine weitere spannende Chance für die Baubranche sind die so genannten Smart Cities. BSI Group zertifizierte beispielsweise 2018 die erste „Smart Cities Kitemark“ für Sejong City in Südkorea und hat das System jetzt auf weitere Städte und Gemeinden ausgeweitet.

Digitalisierung im Bauwesen
Brückenbau in Novi Sad, Serbien. Bild: istockphoto.com/Nastasic

Der Etablierung von Smart Cities lebt durch den kollaborativen Austausch von Informationen aus verschiedenen Disziplinen und Quellen aller Beteiligten. Auch hier kann BIM die Generierung und Verwaltung von strukturierten Informationen spezifizieren, die als Grundlage für ein Smart Cities Framework dienen können. Ziel der Branche ist es, dass BIM und Smart Cities in Zukunft zusammenarbeiten. Derzeit gibt es jedoch erst wenige Beispiele von Städten, die BIM als Instrument für das Asset Management nutzen. Um dies zu erreichen, muss die Baubranche die Voraussetzungen für diese neue Art des Informationsmanagements schaffen, was sich durch die Festlegung einer Roadmap und die Fokussierung auf das angestrebte Ziel erreichen lässt.

Digitalisierung im Bauwesen
Skyscrapers in London. Bild: BSI Group

Digitalisierung im Bauwesen: Die Vorteile von BIM

BIM kann die Art und Weise, wie Anlagen entworfen, gebaut und verwaltet werden, verändern. Zudem haben Bauexperten die Chance, veraltete und ineffiziente Praktiken hinter sich zu lassen sowie daraus resultierende Zeit- und Ressourcenverschwendung. Der wirkliche Nutzen für Unternehmen liegt in der Chance, ihre Arbeit mit BIM zu verbessern, nicht aber darin, durch BIM-Prozesse einen Hürdenlauf zu starten, um Zugang zu mehr Ausschreibungen zu erhalten.

Auch wenn BIM noch vergleichsweise jung ist, stellt es eine Investition dar, die sich auszahlt – vorausgesetzt man erkannt das Potenzial. Für viele Firmen, die mit BSI zusammenarbeiten, ist Building Information Modeling bereits Business as usual. Wichtig bei der Einführung von BIM sollte der kommerzielle Antrieb sein. Unternehmen, die sich selbst als Vordenker im Bausektor sehen, gehen da mit gutem Beispiel voran und sind die ersten, die davon profitieren können.

Entwicklung digitaler Fähigkeiten

Weltweit sucht die Bauindustrie nach Möglichkeiten, BIM-Wissen in ihre Strukturen einzubinden. Obwohl dies ein schwieriger Prozess sein kann, gibt es viele Möglichkeiten, um Unternehmen auf diesem Weg zu unterstützen.

Welches Maß an BIM-Wissen ist dafür erforderlich? Braucht man zusätzliche externe Ressourcen und Kenntnisse? Und wie soll sich BIM in die eigene Unternehmensstrategie einfügen? Wie sieht es mit der Geschäftsleitung aus, steht sie voll und ganz hinter der Einführung und hat sie das zu entstehende Wettbewerbs- und Geschäftspotenzial bereits erkannt?

Digitalisierung im Bauwesen
3D-Gebäude als Blueprint. Bild: istockphoto.com/Maxiphoto

Wie bei allen neuen Arbeitsweisen, nimmt die Einführung von BIM Zeit in Anspruch. Die Nutzung von Fachwissen, etwa die Teilnahme an BIM-Schulungen, kann helfen, Wissen schnell zu erweitern. Um diesen Wandel voranzutreiben, sollte man BIM aus einer unternehmensweiten Perspektive betrachten und im gesamten Unternehmen verankern.

BSI hat dazu einen neuen Bericht herausgegeben, der Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation unterstützen soll. Der „Digital Transformation Report“ steht zum kostenlosen Download bei BSI bereit.

Von Andy Butterfield

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