Damit sich die Bären wie zuhause fühlen

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Meng Meng und Jiao Quing sind die beiden Pandas, die das eigens für sie neu erbaute Gehege des Zoo Berlin jetzt bewohnen. Die Tiere haben sich von der Hektik und dem ganzen Drumherum zur Eröffnung des Panda Garden naturgemäß nicht anstecken lassen. 

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Meng Meng und Jiao Quing sind die beiden Pandas, die das eigens für sie neu erbaute Gehege des Zoo Berlin jetzt bewohnen. Die Tiere haben sich von der Hektik und dem ganzen Drumherum zur Eröffnung des Panda Garden naturgemäß nicht anstecken lassen.

Die offizielle Eröffnung der Panda-Anlage wurde von einem Staatsakt begleitet. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel nahmen auch der chinesische Präsident Xi Jinping sowie der Berliner Bürgermeister Michael Müller an dem Zeremoniell teil. Hintergrund für den hohen Besuch ist die 15-jährige Leihgabe der beiden Panda-Bären von der chinesischen Forschungsstation Chengdu.

Chinesischer Pavillon neu interpretiert

Geplant wurde die gesamte Anlage und das zentrale Hauptgebäude vom Berliner Architekturbüro dan pearlman Erlebnisarchitektur. Schon von weitem ist der rotleuchtende chinesische Besucherpavillon zu erkennen. Von seiner Außenplattform aus lassen sich schon erste Eindrücke von der Außenanlage des Panda-Weibchens sammeln. Nur wenige Schritte weiter gelangt man durch ein chinesisches Tor und über eine Brücke mitten hinein in die Besucher-Plaza des Panda Garden. Als architektonisches Highlight und überzeugende Neuinterpretation des traditionellen, chinesischen Pavillonbaus trennt das Hauptgebäude die Außengehege der beiden Bären.

Organischen Formen an Boden und Decke

Über der Plaza schwebt ein Betondach und die als Bambus stilisierten Stahlstützen sind als solche kaum zu erkennen. Das Gebäude, in dem auch die Innengehege und der Stall von Meng Meng und Jiao Qing sowie die Pflegerbereiche und ein Labor untergebracht sind, wirkt dadurch luftig und zurückgenommen. Beim Landschaftskonzept der Panda-Anlage orientierten sich die Architekten an der Heimat der seltenen Tiere, der östlich des tibetischen Hochplateaus gelegenen Provinz Sichuan. So fließt die von Bambus, Gesteinsformationen und kleinen Wasserläufen geprägte Landschaft von den Außengehegen durch die gesamte Anlage. Organische Formen an Boden und Decke sowie Pflanzinseln mit Bambusstauden heben die Grenzen zwischen Innen und Außen weitgehend auf. Eine Ausstellung ergänzt den Ausflug nach Fernost und thematisiert Habitat und Leben der Großen Pandas.

3D-Beeteinfassung und Sitzbank in einem

Im Besucherbereich des Hauptgebäudes fungieren zwei radiale Einfassungen als Beetbegrenzung und Sitzbänke für die Besucher. Die anspruchsvollen Betonelemente sind Sonderanfertigungen und wurden von der Potsdamer BNB Beton und Naturstein Babelsberg GmbH hergestellt. Die geschwungenen und fließenden Formen stellten besondere Ansprüche an den Fertigungsprozess. Um den nahtlosen Übergang der komplexen Rundungen zu realisieren, mussten die einzelnen Segmente exakt gefertigt werden. Gleich mehrere, aufwändige Arbeitsschritte waren allein für den Formenbau der Betonfertigteile notwendig. Um die dreidimensionalen Rundungen passend zu fertigen, bedienten sich die Betonfertigteilprofis nicht nur der 5-Achsen CNC-Technik sondern auch handwerklicher Arbeiten von Bootsbauern. Für die Erstellung der Elemente in hochwertiger Sichtbetonqualität kam ein CEM I 52,5 R (ft) aus dem Werk Karsdorf der Opterra Zement GmbH zum Einsatz.

Perfekt montiert

Nach der Herstellung der einzelnen Elemente wurden die wuchtigen Sonderbauteile von der Glass Ingenieurbau Leipzig GmbH, Niederlassung Berlin, montiert. Die vor Ort im Besucherbereich des Hauptgebäudes zusammengesetzten Segmente umschließen als Pflanzinseln auch einige der Stahlstützen. Anschließend wurden die Beete mit Erde für den Bambus befüllt. Vor der offiziellen Eröffnung konnten die Oberflächen nochmals komplett gereinigt werden.

Tunnel für Kontaktaufnahme

5’480 m² groß ist das Areal, auf dem in 14-monatiger Bauzeit die beiden großzügigen Außengehege sowie das moderne Gebäude mit Besucher-Plaza entstanden sind. Große Pandas sind in der Regel Einzelgänger. Deshalb werden sie auch im Panda Garden vom Zoo Berlin bis auf wenige Tage im Jahr getrennt voneinander gehalten. Während die Besucher über die Brücke zur neuen Plaza gelangen, ermöglicht ein darunterliegender Tunnel den Tieren die Kontaktaufnahme.

Botschafter für den Artenschutz

Als weltweit beliebter Bär gilt der Große Panda zugleich als Botschafter für den Artenschutz. In freier Wildbahn leben nur noch ca. 2’000Exemplare, und auch in Zoos und Tiergärten sind Große Pandas selten. Der Panda Garden des Zoo Berlin als neuer Lebensraum für Meng Meng und Jiao Quing wurde bei den Giant Panda Global Awards 2017 mit dem dritten Platz in der Kategorie “Schönstes Pandagehege” ausgezeichnet. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fühlen sich die sensiblen Publikumslieblinge auch ein wenig heimisch. Trotz Berliner Luft.

Bild oben: Durch ein chinesisches Tor und über eine Brücke gelangt man mitten hinein in die Besucher-Plaza des Panda Garden. Foto: Opterra/Sven-Erik Tornow

 

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