CO2-Abscheidung: So wird die Zementproduktion umweltfreundlicher

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Baustoffhersteller LafargeHolcim entwickelt mit Partnern ein Carbon-Capture-System, die weltweit erste Komplettlösung zur CO2-Abscheidung und -Wiederverwertung in Zementwerken.
CO2-Abscheidung im ZementwerkQuelle: LafargeHolcim

Baustoffhersteller LafargeHolcim entwickelt mit Partnern ein Carbon-Capture-System, die weltweit erste Komplettlösung zur CO2-Abscheidung und -Wiederverwertung in Zementwerken.

LafargeHolcim macht seinen Zement CO2-effizienter und hat dazu das CO2MENT-Projekt in Kanada lanciert. Das Unternehmen führt das Projekt zusammen mit Inventys und Total durch.

Als Teil des CO2MENT-Projekts werden in den kommenden vier Jahren das Carbon Capture-System von Inventys und Technologien von LafargeHolcim zur Nutzung von CO2 im Zementwerk Richmond in Kanada kombiniert. Das Projekt umfasst drei Phasen und soll bis Ende 2020 vollständig umgesetzt werden. Abhängig vom Erfolg des Pilotprozesses, ist es das Ziel, das Projekt auszuweiten und zu prüfen, wie die Lösung auch in anderen Werken von LafargeHolcim genutzt werden kann.

CO2-Abscheidung aus dem Rauchgas

In der ersten Phase werden die Partner das bei der Zementherstellung entstehende Rauchgas in Vorbereitung auf die CO2-Abscheidung reinigen. In der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf der Abscheidung des CO2 aus dem Rauchgas. Dabei kommt im Pilotmaßstab eine CO2-Abscheidungstechnologie von Inventys zum Einsatz, die speziell an die Zementherstellung angepasst wurde. In der dritten Phase bereitet man das abgeschiedene CO2 für die Wiederverwendung auf. Im Rahmen dieser Phase wird die Wirtschaftlichkeit von CO2-Umwandlungstechnologien wie Beton und Flugasche mit eingeleitetem CO2 geprüft.

Reduktion des Klinkeranteils und des Energiebedarfs

Neben der Entwicklung von neuartigen Lösungen wie dem CO2MENT-Projekt, investiert LafargeHolcim zudem weiter in Maßnahmen zur Reduktion des Klinkeranteils im Zement und des Energieverbrauchs pro Tonne Zement durch Nutzung kohlenstoffarmer Brennstoffe. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, auch seine Prozesse effizienter zu gestalten. Im Werk in Richmond hat LafargeHolcim ein neues Lower Carbon Fuel (LCF)-System in Betrieb genommen, um die Treibhausgasemission bei der Zementherstellung weiter zu reduzieren. Der Einsatz des Systems hilft, zu vermeiden, dass Abfall, darunter nicht-recycelbare Kunststoffe, auf Kanadas Deponien landet.

Reduzierte Emissionen, weniger Abfall

LafargeHolcim investiert 28 Millionen CAD in das System, das bis zu 50 Prozent der eingesetzten fossilen durch kohlenstoffärmere Brennstoffe ersetzen kann. So sollen die Verbrennungsemissionen um 20 Prozent reduziert werden. Zudem kann Lafarge Canada die lokalen Deponien dadurch jährlich um rund 100’000 Tonnen Abfall – entsprechend rund 8’300 beladener Müllwagen – entlasten.

„LafargeHolcim hat sich dazu verpflichtet, seine CO2-Emissionen weiter zu senken. Wir freuen uns deshalb mit Inventys und Total beim Projekt CO2MENT zusammenzuarbeiten. Unser Ziel ist es, neue Wege zur Abscheidung von Emissionen aus unseren Produktionsprozessen zu finden, um diese in unseren Produkten wiederzuverwerten. So bauen wir unser bestehendes Engagement für eine Kreislaufwirtschaft weiter aus. Das neue LCF-System in unserem Werk in Richmond wird den Standort zum CO2-effizientesten Zementwerk in Kanada machen. Unsere Investitionen und die finanzielle Unterstützung des British Columbia Ministry of Environment and Climate Change Strategy haben die Wirtschaftlichkeit dieses Systems ermöglicht. Damit zeigen wir erneut, dass wir uns für die Umwelt und die Zukunft des lokalen Zementmarktes in British Columbia engagieren.“

René Thibault, Konzernleitungsmitglied für die Region Nordamerika

Zement von LafargeHolcim gehört bereits heute zu den kohlenstoffeffizientesten der Welt. Seit 1990 hat das Unternehmen seine Kohlenstoffemissionen pro Tonne Zement netto um 25 Prozent reduziert. Damit erreichte LafargeHolcim gegenüber dem Basisniveau von 1990 den größten Rückgang aller internationalen Zementhersteller. Lafarge Canada wird auch in Zukunft weiter daran arbeiten, den CO2-Fußabdruck des Unternehmens durch den Einsatz von kohlenstoffärmeren Brennstofffen, eine stärkere Verwendung von zusätzlichen zementähnlichen Materialien sowie Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz weiter zu senken.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lafargeholcim.com

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