Brückenbaustelle, in Szene gesetzt

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Nur wenige Monate vor Fertigstellung hat Deutschlands größte Brückenbaustelle ein Spektakel der besonderen Art erlebt: Pfeiler Nummer 4 der Hochmoselbrücke in Zeltingen-Rachtig wurde am Abend des 23. Mai zum Kunstobjekt. Der international bekannte Künstler R.O. Schabbach verwandelte den gut 150 Meter hohen grauen Betonpfeiler in ein farbenfrohes Lichtkunstmonument. Der im Hunsrück ansässige Schabbach sah diese Aktion einerseits als Dank für den ihm verliehenen "Kulturpreis Bernkastel-Wittlich" und wollte gleichzeitig nochmals für die Idee werben, das Brückenbauwerk durch eine tägliche Illuminierung zum Touristenmagneten werden zu lassen.

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Nur wenige Monate vor Fertigstellung hat Deutschlands größte Brückenbaustelle ein Spektakel der besonderen Art erlebt: Pfeiler Nummer 4 der Hochmoselbrücke in Zeltingen-Rachtig wurde am Abend des 23. Mai zum Kunstobjekt. Der international bekannte Künstler R.O. Schabbach verwandelte den gut 150 Meter hohen grauen Betonpfeiler in ein farbenfrohes Lichtkunstmonument. Der im Hunsrück ansässige Schabbach sah diese Aktion einerseits als Dank für den ihm verliehenen „Kulturpreis Bernkastel-Wittlich“ und wollte gleichzeitig nochmals für die Idee werben, das Brückenbauwerk durch eine tägliche Illuminierung zum Touristenmagneten werden zu lassen.

Das imposante Lichtspektakel hat Passanten wie auch Baufachleute beeindruckt. So auch die Ingenieure der Abteilung Projektentwicklung des Ratinger Unternehmens Hünnebeck, die im Auftrag der Porr Deutschland GmbH Schalungslösungen für den Bau der Widerlager, Fundamente und Pfeiler entwickelt haben. „Man bekommt einen ganz neuen Blick auf das Bauwerk“, so die Meinung der Schalungs-Experten zur Verwandlung des Pfeilers in ein Kunstobjekt. Die Techniker haben das entscheidende Arbeitsmittel zur Errichtung der Pfeiler konzipiert: Hydraulisch betriebene Selbstkletterschalungen (SCF), mit deren Hilfe acht der insgesamt zehn Brückenpfeiler Meter um Meter in die Höhe wuchsen. Die Kunst der Ingenieure bestand darin, die modular aufgebauten „Pfeilerfabriken“ optimal auf die Herstellung der stark variierenden, taillierten Pfeilergeometrie abzustimmen. Das Konzept der hydraulisch kletternden Schaleinheiten ermöglichte es dabei, jeden Pfeiler von unten bis oben ohne Bühnendemontage zu bauen. Alle notwendigen Anpassungen an die Pfeilergeometrie wurden ausschließlich über teleskopierbare Bereiche vorgenommen – und das, obwohl beispielsweise die höchsten Pfeiler am Fuß ca. 16 Meter breit sind, in der Taille 9,50 Meter messen und sich dann bis zum Pfeilerkopf wieder auf gut 13 Meter verbreitern.

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