Blitzumfrage vom DAI: Wie Architekten mit der Krise zurechtkommen

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Der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. (DAI) hat Planerbüros aus fünf Fachrichtungen zu ihrer aktuellen Situation befragt.
DAI: Mitgliederbefragung zur aktuellen Lage in Ingenieur- und Architekturbüros

Quelle: DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V.

Der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. (DAI) hat eine Blitzumfrage durchgeführt. Vom 8. bis 16. April wurden über die Plattform www.baukultur.plus Planerbüros aus fünf Fachrichtungen hinsichtlich ihrer aktuellen Situation anonymisiert befragt. Zehn Fragen zum Büro, zur Auftragslage, zur Arbeits- und Baustellensituation wurden gestellt. Rund 40 vollständige Antworten über das Bundesgebiet verteilt, konnten ausgewertet werden.

Die Struktur der Mitglieder in den Architekten- und Ingenieurvereinen (AIVe) und damit mittelbar im Dachverband DAI ist überwiegend geprägt von kleinen und mittleren Bürogrößen. So kamen die meisten Antworten aus Büros mit bis zu fünf Mitarbeitern, die Fachrichtung Architektur überwiegt. Der geografische Tätigkeitschwerpunkt liegt zum größten Teil im städtischen Umfeld bzw. sowohl Stadt als auch Land. Die meisten Büros haben zudem Möglichkeiten, alle oder einige Mitarbeiter im Home-Office arbeiten zu lassen.

Kleine und mittlere Bürogrößen unter dem Dachverband DAI

Es überwiegt die Aussage, dass aktuell noch keine oder nur leichte Einschränkungen (rund 70%) zu spüren sind. Demzufolge haben 72 Prozent auch noch keinerlei Hilfen wie Kurzarbeitergeld oder andere Corona-Förderungen beantragt. Fast 80 Prozent geben eine positive Prognose ab, wenn eine baldige Normalisierung der Lage eintritt. Sie können umgehend wieder voll durchstarten.

Bei der Baustellenversorgung ergibt sich ein nicht ganz so gutes Bild: Über 40 Prozent der Befragten geben an, dass es bei verschiedenen Baumaterialien insbesondere aus dem internationalen Umfeld bereits zu spürbaren Engpässen kommt.

Abschließend wurde gefragt, was aktuell und für die nahe Zukunft wichtig wäre. „Hier kam fast unisono die freie Antwort, dass jetzt insbesondere die öffentlichen Auftraggeber rascher genehmigen, vergeben und beauftragen sollten. Vielleicht sogar erst später geplante Vorhaben vorziehen“, erläutert Udo Sonnenberg, Geschäftsführer des DAI und Initiator der Vernetzungsplattform Baukultur+. In der Krise zeige sich zudem, wie es um die Zuverlässigkeit gerade öffentlicher Bauherren bestellt sei: „Politische Ankündigungen sind gut, richtig und wichtig. Entscheidend ist aber am Ende, was beim einzelnen ankommt. Hier steht es oft nicht zum Besten mit der Zahlungsgeschwindigkeit auf öffentlicher Seite“, so Sonnenberg.

Weitere Informationen: https://baukultur.plus/

Erfahren Sie hier mehr über Coronavirus und Konjunktur.

Lesen Sie auch: „Autodesk BIM 360 Design: Plant 3D wird Teil der Cloud-Lösung“.

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