BIM-Software mit neuem Workflow: Nie wieder Statikmodelle nachbauen

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BIM-Software mit neuem Workflow: Nie wieder Statikmodelle nachbauen

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Graphisoft hat bei der Entwicklung der 2020er Version der BIM-Software Archicad die Funktionen für die interdisziplinäre Teamarbeit un den Workflow zwischen Architekten und Tragwerksplanern weiter ausgebaut.
BIM-Software optimiert interdisziplinäre Zusammenarbeit

Quelle: Graphisoft 2020, München

  • Mit der BIM-Software Archicad 24 will Graphisoft die Zusammenarbeit von Architekten und Fachplanern optimieren.
  • Die neue Version, die ab 8. Juli bereitsteht, rückt den ganzheitlichen und fachübergreifenden Planungsprozess in den Fokus.
  • Etablierte Teamwork-Prozesse wurden aus der Nutzerperspektive weitergedacht und um wichtige Funktionen ergänzt.
  • Ein komplett neuer Workflow verbindet Architekturplanung und Tragwerksplanung.

Die vergangenen Monate des Arbeitens in Corona-Zeiten haben es erneut bestätigt: Die dezentrale Zusammenarbeit von Projektteams, gleichzeitig und an einem gemeinsamen Architekturmodell in Archicad erstellt, ist machbar. Möglich wird dies durch die Teamwork-Lösung in Verbindung mit der BIM-Software und der BIMcloud – und zwar mit dem Zugriff von mehreren Planungspartnern auf eine gemeinsame Projektdatei.

Teamwork mit flexiblen BIMcloud-Modellen

Graphisoft hat bei der Entwicklung der 2020er Archicad-Version die Teamwork-Fähigkeiten in Archicad 24 weiter ergänzt. Dabei wurden vor allem die Prozesse in der Zusammenarbeit von internen und externen Projektpartnern erneut geprüft und an wichtigen Stellschrauben optimiert. Wie schon in den vorangegangenen Versionen, flossen hier umfassendes Anwenderwissen und Anregungen aus der User-Community ein, die die Archicad-Programmierer umsetzen konnten.

Das Rückgrat des interdisziplinären Teamworks mit Archicad ist die BIMcloud. In ihr ist eine zentrale Projektdatei abgelegt, auf die alle Nutzer parallel zugreifen. Die zentrale Nutzer- und Rechteverwaltung, also wer welche Bereiche verändern darf, ist mit der BIMcloud ebenso möglich. Ein weiterer Vorteil: die BIMcloud ist auf einem Büroserver installiert. Hat das Architekturbüro mehrere Standorte, ist dies kein Problem: Die Mitarbeiter an anderen Standorten können sich via Internet mit dem zentralen Gebäudemodell auf dem Büroserver verbinden. Neu hinzu kommt mit Archicad 24 BIMcloud as a Service. Graphisoft stellt hierbei dem Kunden eine komplett konfigurierte Cloudlösung im Netz bereit, auf die er sofort zugreifen kann. Der Anwender spart mit BIMcloud as a Service sämtliche Kosten und Aufwände für IT, Administration und Wartung sowie notwendiger Projekt-Backups. Über eine Monats- oder Jahresgebühr kauft ein Architekturbüro diese Leistungen als Paket ein. Weitere Infos dazu unter www.archicad.de/teamwork.

Der schnelle Check des Modells auf Schlüssigkeit ist für jeden Architekten wichtig, um die Entwurfsarbeit zu überprüfen. Das ist nun direkt mit einer Modellprüfung in Archicad 24 möglich. Hinzu kommt der softwareübergreifende Austausch von Issues (Problempunkten) über das Austauschformat BCF 2.1. Bildquelle: Graphisoft 2020, München

Offener Workflow für Architekt und Tragwerksplaner

Die wichtige, aber bisher nicht immer reibungslos verlaufende Zusammenarbeit von Tragwerksplaner und Architekt ist in der neuen Version der BIM-Software in einem alltagstauglichen Prozess abgebildet. Denn es gibt eine Herausforderung: Der Statiker erhält nach der Entwurfsphase im BIM-Prozess zwar das Archicad-Gebäudemodell vom Architekten als IFC-Datei. Doch konnte er dieses bis dato nicht direkt für die Tragwerksplanung in seinem Statikprogramm verwenden. Er baut das Modell also mit den für ihn wesentlichen Parametern und Informationen zeitaufwändig nach.

Das Nachbauen entfällt nun; der Prozess sieht in Archicad 24 zukünftig wie folgt aus: Der Architekt gibt dem Tragwerksplaner eingeschränkten Zugriff auf sein frühes Entwurfsmodell. Das heißt, dass dieser die für ihn relevanten Bereiche im Modell bearbeiten kann. Über die Teamwork-Funktion in Archicad 24 nimmt der Planer nun einen ersten „Check“ vor und vermerkt Problempunkte, so genannte Issues, direkt am Bauteil und gibt diese zur Bearbeitung zurück. Nachdem der Entwurf abgestimmt ist, kann der Tragwerkplaner das vorbereitete Modell aus Archicad 24 übernehmen. Es enthält nur für ihn relevante Planungsdaten, die er direkt in seinem vertrauten Statikprogramm über das SAF-Format einliest. 

Kristina Brandt von der Assmann Gruppe in Dortmund sieht großes Potenzial für die vertiefende Zusammenarbeit von Architekten und Statikern. Als Generalplaner verbindet ihr Unternehmen Architektur- und Ingenieurleistungen für verschiedene Projekte. Kristina Brandt: „Bei der assmann gruppe bilden wir sowohl Architektur- als auch Tragwerksplanungen ab. Wir haben Workflows in Archicad 24 ausgemacht, die sich bestens für die enge Zusammenarbeit von Architekten und Tragwerksplanern anbieten. Die BIM-Software stellt uns hierfür maßgeschneiderte Tools zur Verfügung, die interne Prozesse vereinfacht und eine optimale externe Kommunikation mit den Tragwerksplanern ermöglicht. Wir sehen einen großen Mehrwert und werden das Potenzial für uns nutzen.“

Weitere Neuerungen der BIM-Software:

  • Issue-Management: Egal ob im kleinen oder großen Büro, beim Einfamilienhaus oder im Krankenhausbau: Der schnelle Check des Modells auf Schlüssigkeit von wichtigen Parametern ist für jeden Architekten wichtig, um die Entwurfsarbeit zu überprüfen. Das ist nun direkt in Archicad 24 möglich. Hinzu kommt der softwareübergreifende Austausch von Issues (Problempunkten) über das Austauschformat BCF 2.1. Sie lassen sich im Projekt gezielt organisieren. Denn nicht jedes Problem bedarf sofortiger Lösung – während andere besser schon gestern gelöst sind. Daher hilft das Strukturieren, Zuweisen und Verwalten von Issues direkt aus Archicad 24 jedem projektleitenden Architekten und BIM-Manager.
  • Neuer Objektkatalog: editierbare Wohnmöbel für eine perfekte Präsentation.
  • Aus Revit importieren: BIM-Objekte können im programmübergreifenden Datenaustausch sofort in die Archicad-Planung übernommen werden.
  • Phyton-Script Einbindung: Das Phyton-Script in Archicad 24 erlaubt es, Befehle zu automatisieren oder Befehlsketten auszugeben. Sinnvoll ist dies vor allem bei großen Datenmengen in einem Projekt, mehreren Entwurfsvarianten mit veränderten, aber ähnlichen Parametern oder für vielfach wiederkehrende Aufgaben.

Bild oben: Tragwerksplaner und Architekt arbeiten gemeinsam und sehr früh am Projekt: Das Tragwerksanalysemodell (Mitte) kann einfach aus dem Archicad 24-Modell (links) abgeleitet werden. Es enthält nur die für den Tragwerksplaner relevanten Daten, die er direkt in seinem vertrauten Statikprogramm über das SAF-Format einliest und wie gewohnt seine statischen Berechnungen (rechts) vornimmt. Bildquelle: Graphisoft 2020, München

Mehr Wissen zu Archicad 24: Das Building Together Graphisoft Digital Event

Am 8. und 9. Juli 2020, jeweils ab ab 14:00 Uhr (MESZ) findet das Building Together GRAPHISOFT Digital Event statt, in dem in Vorträgen auch Archicad 24 vorgestellt wird. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung unter: https://buildingtogether.graphisoft.com/de.

Mit der Veröffentlichung von Archicad 24 bieten die Graphisoft-Partner darüber hinaus ergänzend individuelle Informationsveranstaltungen an. Weitere Informationen: www.graphisoft.de/archicad.

Erfahren Sie hier mehr über Standards und Normen für BIM.

Lesen Sie auch: „Teilchenbeschleuniger: So wird der Ringtunnel in Form gebracht“

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