BIM-Server für alle

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Österreich hat bereits 2015 eine eigene BIM-Norm definiert, nun folgt der logische zweite Schritt. Aufbauend auf der österreichischen BIM-Norm und den Vorleistungen des Merkmalservers der Universität Innsbruck, ist es gelungen, entlang der Forderungen aller Stakeholder die Voraussetzungen für einen kostenlos und frei zugänglichen Generischen Property Server für Building Information Modeling (BIM) zu schaffen.

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Österreich hat bereits 2015 eine eigene BIM-Norm definiert, nun folgt der logische zweite Schritt. Aufbauend auf der österreichischen BIM-Norm und den Vorleistungen des Merkmalservers der Universität Innsbruck, ist es gelungen, entlang der Forderungen aller Stakeholder die Voraussetzungen für einen kostenlos und frei zugänglichen Generischen Property Server für Building Information Modeling (BIM) zu schaffen.

Der BIM-Server wird von einer durch die öffentliche Hand anerkannten und dauerhaft abgesicherten Institution getragen. Austrian Standards International ist bereit, als neutralen Träger für die Errichtung und den Betrieb eine 100%ige Tochtergesellschaft als gemeinnützige GmbH zu gründen.

Standardisiert und öffentlich

„Dieser Schritt war längst notwendig, denn ein frei zugänglicher Property Server ist eine große Chance für die ganze Branche”, erklärt Univ.-Prof. Christoph M. Achammer, TU Wien, zur geplanten Datenbank, die in dieser Form noch in keinem anderen Land existiert. „Erstmals werden sich Bauherrn und alle Planungsbeteiligten, ausführende Firmen und Baumaterialhersteller bis hin zu Betreiberorganisationen einer standardisierten und öffentlichen digitalen Infrastruktur bedienen können.”

Länderspezifisch erweiterbar

Die Konzeption des Servers soll darüber hinaus alle Möglichkeiten eröffnen, in gleicher Systematik länderspezifisch erweitert zu werden, und stellt damit ein Role Model für die Internationalisierung dar. Dies wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass ein kontinuierlicher, redaktioneller bSDD-Abgleich und die Abbildung der vollständigen IFC-Struktur Grundlage des Serverbetriebes ist.

Praxisorientierung und Qualitätssicherung

Es geht nunmehr darum, in einer Fundraising-Runde bis Jahresende die notwendigen Mittel – gemäß beiliegendem Business-Plan – für Aufbau und Betrieb für drei Jahre über „Besteller“ sicherzustellen. Diese „Besteller“ treten vierteljährlich zu einem Bestellerbeirat zusammen und melden ihre praxisorientierten Bedürfnisse, die durch einen wissenschaftlichen Beirat neutralisiert und qualitätssichernd als Aufträge an die Gesellschaft weitergegeben werden.
 

Leistungsbeschreibung: Aufbau und Betrieb eines generischen Property Servers

1. Aufbau des Servers
Der Aufbau des Servers erfolgt in nachstehenden Milestones:

  • Festlegung der Entwicklungsprozesse
  • Bereitstellung der Infrastruktur (Soft- und Hardware)
  • Entwicklung der logischen Struktur der Datenbank
  • Umsetzung der Datenbank
  • Migration der strategischen Inhalte Merkmalserver
  • POC-Migration des Merkmalservers
  • Umsetzung der Migration
  • Restliche Fertigstellung des API-Konzepts
  • POC-API
  • Finale Umsetzung API

Diese erste Phase wird sechs Monate nach Beauftragung abgeschlossen und damit kann der Server mit einem verbesserten Frontend in Betrieb gehen.

2. Erarbeitung von Webtools

  • Überarbeitung der Datensicherung des Merkmalservers
  • Erarbeitung eines Feature List-Frontend
  • Erstellung eines Mockups-Frontend
  • Erstellung eines Mockups der Berichtsformate
  • POC-Frontend
  • Finale Umsetzung Frontend

Dieses neue Frontend steht nach weiteren zweieinhalb Monaten zur Verfügung.

3. Datenoptimierung und -erweiterung

Während der gesamten Aufbauphase wird schrittweise die Betriebsphase mit Optimierung der Bestandsdaten, Datenerweiterung und kontinuierlicher Datenpflege eingeleitet.

  • Konzeptionelle Erarbeitung und Umsetzung Change-Management
  • Konzeptionelle Erarbeitung und Umsetzung Fremddaten-Hosting
  • Datenerhebung für noch nicht vorhandene Bestände

Dieser Leistungsteil beginnt mit einem Softbetrieb drei Monate nach Beauftragung und geht nach sechs Monaten ab Beauftragung in Vollbetrieb.

Bild: IMP Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, von ATP Wien mit BIM integral geplant. BIM Rendering: ATP

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