13.01.2022 – Kategorie: Haustechnik/TGA

BIM im Handwerk: Forschungsprojekt BIMPUT soll Planungs- und Bestandsdaten sichern helfen

BIMPUT, Forschungsprojekt für BIM im HandwerkQuelle: Formitas AG

Im Forschungsprojekt BIMPUT entstehen Lösungen, die ausführenden Gewerken die Integration in den BIM-Lebenszyklus eines Gebäudes ermöglichen.

  • Das Forschungsprojekt BIMPUT soll maßgeblich zu erhöhter Akzeptanz und Verwendungstiefe der BIM-Methode in den Bau- und Ausbaugewerken beitragen.
  • Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Maßnahme ist im Oktober 2021 gestartet und bis 30. September 2024 angelegt.
  • Zu erforschende digitale Feedback-Mechanismen sollen ausführenden Gewerken erstmals eine einfache, aber vollständige Integration in den BIM-Lebenszyklus eines Gebäudes ermöglichen.

Gebäude werden zunehmend sowohl baulich als auch technisch komplexer. Somit entsprechen sie zum einen den gestiegenen gesetzlichen Anforderungen und zum anderen den steigenden Komfortansprüchen der Gebäudenutzer. Auf der Seite der beteiligten Gewerke führt das zu einer intensiven und detaillierten Planung sowie Ausführung der einzelnen Arbeiten. Speziell bei den ausführenden Gewerken finden BIM-basierte Arbeitsabläufe aber oft noch wenig Anklang. Hier setzt das Forschungsprojekt BIMPUT an, indem es den ausführenden Gewerken erstmals eine einfache, aber vollständige Integration in den BIM-Lebenszyklus eines Gebäudes verspricht.

Die Universität Siegen leitet das aus insgesamt sechs Partnern bestehende Projektkonsortium für das Forschungsprojekt BIMPUT. Als ausführende Gewerke sind die Bäcker Haustechnik GmbH & Co. KG sowie Büdenbender Dachtechnik GmbH mit dabei. Die G-TEC Ingenieure GmbH und die Formitas AG fokussieren auf die BIM-Datenkonsolidierung und Bereitstellung der technologischen Basisinfrastruktur. Der Partner Wirbauen.digital entwickelt in enger Kooperation mit der Universität Siegen die digitalen Feedback-Mechanismen.

Informationen aus dem Handwerk von der Baustelle ins BIM-Modell überführen

Ausgehend von einer umfangreichen qualitativ empirischen Anforderungserhebung werden gemeinschaftlich Konzepte und Designs der Feedback-Komponenten erarbeitet. Dazu entwickeln die Forscher zwei Feedback-Module. Das erste Modul ermöglicht den ausführenden Gewerken die Integration in die BIM-unterstützte Planungsphase. Das zweite Modul stellt die Erfassung so genannter As-built-Modelle in der Ausführungsphase sicher. Ergänzt werden beide Komponenten durch eine zu entwickelnde Konsolidierung der BIM-Daten. Neben den ausführenden Gewerken des Handwerks, welche direkt am Bau beteiligt sind, werden zudem Handwerker im Bereich des Service und der Instandhaltung bis hin zum Abbruch eines Gebäudes mit einer hohen BIM-Datenqualität versorgt.

Mit methodischen Grundlagen aus der Aktionsforschung und beteiligungsorientierten Technikentwicklung erfolgt gemeinsam mit Nutzern und Nutzerinnen, aber auch Kammern und Sozialpartnern die Analyse, Gestaltung und Evaluierung der Konzeption und Veränderung des sozio-technischen Gefüges von Organisationen und Arbeit in der Praxis.

Forschungsprojekt BIMPUT durch BMBF gefördert

Das Forschungs– und Entwicklungsprojekt BIMPUT wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ in der Fördermaßnahme „Handwerk 4.0: digital und innovativ“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Projektpartnern.

Weitere Informationen gibt es unter www.bimput.de.

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