Barrierefrei zum Baumwipfelpfad

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Die Hauptattraktion der Landesgartenschau in Bad Iburg, der Baumwipfelpfad mit dem Aufzugsschacht für den barrierefreien Zugang, wurde unter Mitwirkung des Schalungsherstellers Paschal im sportlichen Zeitplan verwirklicht.

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Die Hauptattraktion der Landesgartenschau in Bad Iburg, der Baumwipfelpfad mit dem Aufzugsschacht für den barrierefreien Zugang, wurde unter Mitwirkung des Schalungsherstellers Paschal im sportlichen Zeitplan verwirklicht.

Der Aufzugsschacht ermöglicht allen Besuchern barrierefrei den Zugang zu den stählernen Wegen in luftiger Höhe von 10 bis 28 Metern. Der 440 Meter lange Wipfelweg schlängelt sich an 630 kartierten Bäumen entlang.

Das Highlight der Landesgartenschau

Der 31 Meter hohe Stahlbetonturm beherbergt den Aufzugsschacht und dient der v-förmigen Stahlkonstruktion mit umlaufenden Treppen als Auflager und Stützpunkt. Mehrere Plattformen unterbrechen die Himmelsleiter. Der Aufzug bietet auf beiden Plattformen die Möglichkeit des barrierefreien Ein- oder Aussteigens.

Die ortsansässige Holtmeyer Bauunternehmen GmbH erhielt kurzfristig den Auftrag, die Stahlbetonkonstruktion für den Fahrstuhlschacht noch vor Wintereinbruch fertigzustellen, damit anschließend die Stahlbauarbeiten beginnen konnten.

Als langjähriger Kunde von Paschal wandte sich Jens Holtmeyer an den Steinacher Schalungshersteller. Die Holtmeyer Bauunternehmen GmbH verfügt über eigene Paschal-Systeme, jedoch nicht über Klettersysteme, die bei einem „Turmbau“ aus Stahlbeton unerlässlich sind.

Sportlicher Bauzeitenplan – aufwändige Gründungen

Bedingt durch die kurzfristige Auftragserteilung und den nahenden Winter war Eile geboten. Hinzu kam, dass alle Gründungsarbeiten, sowohl für den Aufzugsschacht sowie für die Fundamente der stählernen Baumwipfelpfadstützen mittels Bohrpfählen aufwändig und zeitintensiv gegründet werden mussten.

Gründungskonstruktion für den Aufzugsschacht mit tragender Bodenplatte für die Stahltreppenkonstruktion

Die 8,5 x 8,5 Meter große Tragplatte mit einer Dicke von 0,80 Meter wurde auf 16 Bohrpfählen gegründet. Die Aufzugsunterfahrt ist mit 1,20 m dicken Stahlbetonwandungen eingefasst und ragt 1,30 m in die Tiefe. Darunter befindet sich eine Stahlbetonplatte mit 0,50 m Dicke. Die Holtmeyer Bauunternehmen GmbH nutzte zum Einschalen der Basiskonstruktion das Schalungssystem LOGO.3 der Marke PASCHAL. Die 0,30 m dicken Stahlbetonschachtwände mit einem lichten Maß von 2,75 m / 2,75 m sind auf der 0,80 m dicken Stahlbetontragplatte gegründet. Der darauf aufbauende Aufzugsschacht wurde mit nur zwei Systemen von PASCHAL von der Holtmeyer Bauunternehmen GmbH betoniert.

Ausgereifte Schalsysteme und perfekte Arbeitsvorbereitung

Als Innenschalung kam die LOGO.3 mit Ausschal-Innenecken zum Einsatz. Die Ausschal-Innenecken eignen sich zum raschen Ein- und Ausschalen. Nach dem Zurückspindeln wurde die komplette Innenschaleinheit mit einem Kranhub zum nächsten Betoniertakt gehoben. Dies geschah 11-mal mit dem Baustellenkran.

Zum Schalen der Schachtaußenseiten wurde die LOGO.3 mit dem Klettersystem 240 cm kombiniert.

Praktische und effiziente Schalungsplanung 

Die Schalungsexperten von Paschal entwarfen in kürzester Zeit einen optimalen Schalungsvorschlag für das Team der Holtmeyer Bauunternehmen GmbH. Sie sah vor, dass das Bauunternehmen lediglich vier Klettereinheiten benötigte.

Sicher verankert mit dem Kletterkonus M30/DW15

Der von Paschal entwickelte Kletterkonus ist vom DIBt zugelassen, für Verankerungstiefen von 250 bis 400 mm als normale Wandverankerung, (Zulassungs-Nr.: Z-21.6.2042). Damit steht für alle Paschal-Kletter- und Bühnensysteme ein einheitliches System zur Verankerung von Konsolgerüsten zur Verfügung.

In Abstimmung mit dem Tragwerksplaner planten die Steinacher Schalungsexperten die Betoniertakte und die Verankerungshöhe so ein, dass der 1. Betoniertakt eine Höhe von 3,05 m hatte, damit die nachfolgenden Betoniertakte mit einer Höhe von 2,90 m 9-mal wiederholt werden konnten.

Für den Schachtabschluss war dann nur noch ein Betoniertakt in einer Höhe von 2,00 m auszuführen, der mit der horizontalen Schachtabdeckung abgeschlossen wurde.

Eine „Hochzeit“ reicht aus

Eine komplette Klettereinheit aus senkrechter Schaleinheit mit Bühne/n und Schutzgerüst/en wird nur einmal verheiratet und mit nur einem Kranhub an den jeweiligen Einsatzort gehoben. Am Einsatzort angekommen wird die komplette Einheit mit insgesamt zwei Verankerungen in der fertiggestellten Stahlbetonkonstruktion verankert.

Zum Befestigen der nachfolgenden Ankerstellen war für den Aufzugsschacht in Bad Iburg eine Aushärtezeit des Frischbetons von 36 Stunden vorgegeben. Für die letzten Betoniertakte, Mitte November 2017 verwendete die Holtmeyer Bauunternehmen GmbH einen Beton C 35/45 aufgrund der kühlen Witterung.   

Arbeitsvorbereitung das A und O

Jens Holtmeyer und sein Team hatten erstmals das Klettersystem von Paschal im Einsatz. Er und seine Mitarbeiter sind auch, was den Service des Unternehmens angeht, voll des Lobes. Kurz vor Fertigstellung des Stahlbetonschachtes hatte die Holtmeyer Bauunternehmen GmbH zahlreiche Kollegen auf der Baustelle zu Besuch, die sich vom raschen und exakten Baufortschritt selbst überzeugen wollten.

Anlässlich dieses Baustellenbesuches führte Jens Holtmeyer und Vorarbeiter Daniel Hehmann am Schalungsplan von Paschal aus: „Die Unterlagen der Arbeitsvorbereitung von Paschal sind so detailliert und verständlich geplant, dass mein Team auf Anhieb die Klettereinheiten fix montieren konnte. Vor dem ersten Klettereinsatz überzeugte sich ein Monteur des Unternehmens vor Ort von der exakten Montage und hatte nichts zu beanstanden”.

Wie Paschal die Bauaufgaben seiner Kunden unterstützt, dokumentiert eine anschauliche Zeichnung, angefertigt mit der hauseigenen Software Paschal-Plan pro.

Gang über den Baumwipfelpfad im Video: https://www.youtube.com/watch?v=1Du9RtHUJPI

Bild oben: Mitte November 2017 waren die Stahlbetonarbeiten für den 31 m hohen Aufzugsschacht fast abgeschlossen. Der zügige Baufortschritt wurde signifikant durch die Paschal-Systeme unterstützt, denn eine komplette Klettereinheit aus senkrechter Schaleinheit mit Bühne/n und Schutzgerüst/en wird nur einmal verheiratet und mit nur einem Kranhub an den nächsten Einsatzort gehoben. Foto: Paschal

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