Ariane 6: System für Entwässerung der Abschussbasis

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Aufgrund des tropischen Klimas mit Regenzeit und immensen Niederschlagszahlen kommt der Oberflächenentwässerung der südamerikanischen Raketen-Abschussbasis für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 eine besondere Bedeutung zu.

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Aufgrund des tropischen Klimas mit Regenzeit und immensen Niederschlagszahlen kommt der Oberflächenentwässerung der südamerikanischen Raketen-Abschussbasis für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 eine besondere Bedeutung zu.

In zwei Jahren ist es soweit: 2020 startet die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 ins All. Schon jetzt herrscht Hochbetrieb am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana: Unter der Federführung der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES wird hier die Plattform für das ehrgeizige Projekt auf einer gigantischen Baustelle konstruiert.

Hauraton ist dabei: Aufgrund des tropischen Klimas mit Regenzeit und immensen Niederschlagszahlen kommt der Oberflächenentwässerung der südamerikanischen Raketen-Abschussbasis eine besondere Bedeutung zu. Das Unternehmen begleitet das Projekt seit 2015 mit hydraulischen Studien und komplexen Berechnungen. Aktuell befindet es sich in der Einbauphase von rund 820 Metern Rinnen.

Laurent Ney und Virginie Schmitt von Hauraton Frankreich steuern das Vorhaben als Experten vor Ort. „Für die Entwässerung der Raketenplattform sind technische Speziallösungen gefragt, die die vielfältigen Herausforderungen des Ortes und seines Zwecks zugleich auffangen. Die Abschussbasis muss nicht nur den klimatischen Bedingungen standhalten, sondern auch den hohen Belastungen durch Bau und Raketenstart.“ Große Mengen Beton und Stahl werden täglich für den Startplatz angeliefert. Auf den spektakulären Starttisch, der mit seinen 650 Tonnen über die Grube gehoben werden musste, werden auch beim Start immense Druckkräfte ausgeübt. Wenn die Rakete abhebt, treffen außerdem Feuer, flüssige Gase und Motorabgase auf den Flammengraben und werden durch den großen Tunnel – eine Betonstruktur von 200 Metern Länge – abgeleitet.

Ariane 6-Startfläche ist so groß wie 340 Fußballfelder

170 Hektar beträgt die Gesamtfläche, das entspricht 340 Fußballfeldern. Hauraton bespielt mit seinen Rinnen mehrere Zonen der Rampe: den Startbereich, die Lagerplattform sowie das Montagegebäude. . Ausgestattet wird der Standort mit Faserfix Super Rinnen der Nennweite 300, 400 und 500 mit hochwertigen Gussabdeckungen. Die Rinnen sind aus faserverstärktem Beton mit maximaler Stabilität. Die Abdeckungen sind einfach und schnell mit dem Schnellverschlusssystem Side-Lock auf den Rinnenzargen aus verzinktem Stahl zu installieren. Verwendet werden verschiedene Abdeckungen der Belastungsklassen D 400 bis F 900 und Gugi-Guss-Gitterroste.

Während ihre Startrampe am Guyana Space Center (CSG) entsteht, wird auch die neue europäische Trägerrakete selbst gebaut – erstmalig nicht aufrecht, sondern horizontal, um Zeit und Geld zu sparen. Nach Fertigstellung und Transfer zur Abschussbasis wird sie dann aufgerichtet, die Booster und das obere Teilstück mit dem ins All zu transportierenden Satelliten werden angebracht. Anschließend wird die große mobile Stütze von neunzig Metern Höhe zurückgezogen und der Jungfernflug eingeleitet.

Von Französisch-Guayana aus starten seit über 50 Jahren Raketen ins All. Mit der Nähe zu Äquator und Meer ist es ein idealer Standort und Europas Tor zum Universum. Ziel des Ariane 6-Starts ist die Implementierung eines europäischen Trägerraketensystems und die Entwicklung der Raumfahrtindustrie.

Hauraton Frankreich wurde 1989 als französische Tochtergesellschaft des badischen Unternehmens gegründet. Firmensitz ist das elsäßische Schweighouse-sur-Moder. Hauraton Frankreich zeichnet sich durch ein besonderes Know-how im Bereich „Maßanfertigung“ für komplexe Entwässerungslösungen aus.

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