Architektur: Vitalisierung einer historischen Wintersportstätte

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Wo 1950 die ersten Wintersportmeisterschaften der DDR eröffnet wurden, sollen nach der erfolgreichen Vitalisierung ganzjährig Veranstaltungen stattfinden. In den Sommermonaten sind Kulturveranstaltungen vorgesehen. Mit der Baumaßnahme im Stadtteil Schierke verknüpft Wernigerode die Hoffnung, sukzessive die touristische Attraktivität zu steigern und den Brocken zum Wintertourismuscenter auszubauen.

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Wo 1950 die ersten Wintersportmeisterschaften der DDR eröffnet wurden, sollen nach der erfolgreichen Vitalisierung ganzjährig Veranstaltungen stattfinden. In den Sommermonaten sind Kulturveranstaltungen vorgesehen. Mit der Baumaßnahme im Stadtteil Schierke verknüpft Wernigerode die Hoffnung, sukzessive die touristische Attraktivität zu steigern und den Brocken zum Wintertourismuscenter auszubauen.

Nach den Entwurfsplänen von GRAFT Architekten aus Berlin führt die ARGE, bestehend aus den beiden den beiden ortsansässigen Bauunternehmen, der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, verantwortlich für die Bautechnik und der STRATIE Bau GmbH, verantwortlich für den kaufmännischen Bereich , im Auftrag der Stadt Wernigerode die Um- und Neubauten an der „Schierker-Feuerstein-Arena“ durch.

Stahlbetonkonstruktionen als Projektbasis mit besonderen Anforderungen

Zum Ausführen der Stahlbetonarbeiten holten die Bauunternehmen den Schalungsexperten PASCHAL mit ins Boot, um auf Nummer Sicher zu gehen. Denn, den ortskundigen Bauunternehmen waren die Besonderheiten des Baugrunds bekannt, er war nicht besonders tragfähig und bedurfte der Tragfähigkeitsverbesserung. Alleine hierfür wurden 700 m³ Beton eingesetzt, um den Baugrund zu verfestigen.

Generell machten sich die regelmäßigen Baustellenbesprechungen zum Abstimmen der nächsten Arbeitsschritte positiv bemerkbar. Denn trotz sorgfältigster Planung und Arbeitsvorbereitung war bei dieser Baumaßnahme die gleitende Projekt- und Detailplanung, bedingt durch die speziellen Anforderungen und Baugrundbedingungen, unabdingbar notwendig.

Schalungsplanung

Auf der Basis der Werkpläne fertigte PASCHAL zusammen mit der Planungsabteilung der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH in Kombination der beiden Softwaresysteme PPL 10.0 von PASCHAL und AutoCAD die Schal- und Rüstpläne an, die bei der Materialplanung das eigene Schalungsmaterial der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH berücksichtigte.

 

Fundamentblöcke und Stahlbetonzugbänder

Um die enormen Kräfte der 76 m langen und gebogenen Dachkonstruktion sicher abzuleiten wurden zwei gegenüberliegende Fundamentblöcke mit dem Schalsystem LOGO.3 eingeschalt und betoniert.

Zur Aufnahme der enormen Schubkräfte aus der Dachkonstruktion wurden die Fundamente zusätzlich mit zwei jeweils 90 m langen Stahlbetonzugbändern verbunden. Jedes Stahlbetonzugband hat eine Bauteilhöhe von 5,00 m. Auch hierzu wurde das Schalungssystem LOGO.3 eingesetzt. Für die Fundamentierung waren 500 m² der LOGO.3-Schalung im Einsatz.

Funktionsgebäude aus Stahlbeton

An die Stahlbetonfundamentkonstruktionen schließen zwei Funktionsgebäude an, die die Stadiontechnik aufnehmen, die Umkleide- und Sozialräume beheimaten und Platz für einen Gastronomiebetrieb bieten. Auch der Rohbau beider Funktionsgebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion. Zum Erstellen der Betonkonstruktionen wurden zum Schalen der Betonwände rund 1’500 m² LOGO.3 eingesetzt und zum Schalen der Betondecken kamen 500 m² des Deckenschalsystems PASCHAL-Deck und das Traggerüst GASS zum Einsatz.

Baubeteiligte:

 

  • Planung: Architekt GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, www.graftlab.com
  • Gründungspartner: Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit
  • Projektleitung: Stefanie Götz, René Lotz
  • Projektteam: Aleksandra Zajko, Alexandra Tobescu, Aurelius Weber, Dennis Hawner, Dorothea von Rotberg, Evgenia Dimopoulou, Inga Anger, Marta Piaseczynska, Marvin Bratke, Oliver O. Rednitz, Primoz Strazar, Sven Bauer
  • Tragwerksplanung: schlaich bergermann partner, www.sbp.de
  • TGA:  IMF – Ingenieurgesellschaft Meinhardt Fulst GmbH, www.i-mf.de
  • Landschaftsplaner: WES GmbH LandschaftsArchitektur, www.wes-la.de
  • Bauausführung: ARGE, bestehend aus: Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, www.umwelttechnik-wasserbau.de und STRATIE Bau GmbH www.stratie.com
  • Schalungshersteller und Schalungsplanung: PASCHAL-Werk G. Maier GmbH, www.paschal.de

Bild: 2013 konnte GRAFT die europaweite Ausschreibung für die Reaktivierung des ehemaligen Natureisstadions für sich entscheiden und die Jury mit einer unverwechselbaren Dachkonstruktion überzeugen. Aufgabenstellung des Wettbewerbs war die Stadionanlage in eine multifunktional nutzbare Arena zu verwandeln. Diese soll für sportliche als auch kulturelle Veranstaltungen das ganze Jahr über witterungsunabhängig nutzbar sein. Die bestehenden Natursteinterrassen und ein unter Denkmalschutz stehender Schiedsrichterturm aus Holz sollten dabei erhalten und in das neue Bild eingefügt werden. Zwei Funktionsgebäude für die benötigten Sanitär-, Umkleide-, Technik- und Verwaltungsräume sowie für ein angemessenes Gastronomieangebot sollen die Arena vervollständigen. Quelle: GRAFT GmbH

 

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