Architektur: Fassade mit Tiefenwirkung

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Der Name ist Programm: Wie große Fenster erlebt der Betrachter die von ausladenden Rahmen aus Corian eingefassten Gebäudeteile der neuen Microsoft Deutschlandzentrale in der Parkstadt Schwabing im Norden Münchens. Das moderne Bürogebäude bietet seit seiner Eröffnung im Oktober 2016 ideale Bedingungen für zeitgemäße Formen der Zusammenarbeit und entspricht damit ganz den Kriterien von Microsoft für ein offenes und flexibles Arbeitsumfeld. 

dupont_corian_bei_microsoft

Der Name ist Programm: Wie große Fenster erlebt der Betrachter die von ausladenden Rahmen aus Corian eingefassten Gebäudeteile der neuen Microsoft Deutschlandzentrale in der Parkstadt Schwabing im Norden Münchens. Das moderne Bürogebäude bietet seit seiner Eröffnung im Oktober 2016 ideale Bedingungen für zeitgemäße Formen der Zusammenarbeit und entspricht damit ganz den Kriterien von Microsoft für ein offenes und flexibles Arbeitsumfeld. 

Der von GSP Architekten, München, entwickelte Firmensitz mit seinen gestaffelten Baukörpern, zahlreichen begrünten Terrassen und lichtdurchfluteten Innenhöfen besticht mit seinem offenen Campuscharakter und bietet ein freundliches Ambiente für die 1’900 Mitarbeiter von Microsoft. Dementsprechend wurden die 26’000 Quadratmeter Geschossfläche auf bis zu sieben Stockwerken ganz im Sinne von Microsoft als „Smart Workspace“ gestaltet. Jeder Mitarbeiter kann selbst bestimmen, wann, wo und wie er arbeitet. Vier unterschiedliche „Workspaces“, die sich über das gesamte Gebäude verteilt wiederfinden, berücksichtigen die unterschiedlichen Bedürfnisse des Arbeitens. 

Von außen prägt die weithin sichtbare, leuchtend weiße Fassade aus Corian das Gebäude. „Wichtiges Kriterium für die Gebäudehülle war eine glatte, homogene Außenwirkung, die wir dank Corian exakt umsetzen konnten. Besonders faszinierte uns die vom Material generierte Tiefenwirkung bei Lichteinstrahlung“, erklärt Ingo Schäfer, verantwortlicher Planer bei GSP Architekten. „Als zusätzlichen Vorteil besitzt die glatte, porenlose Oberfläche einen natürlichen Selbstreinigungseffekt, wodurch sich Verschmutzungen kaum festsetzen können.“

5’100 m² Fassade in sechs Monaten

Der gesamte Fassadenbau wurde von der Firma HAGA Metallbau GmbH aus Hofheim realisiert. Dank der vom HAGA- Konstruktions-Team entwickelten, flexiblen, dreidimensional justierbaren Unterkonstruktion konnte eine quasi toleranzfreie Endmontage der vorgefertigten Corian-Platten passgenau erfolgen. HAGA beauftragte den Corian Quality Network Partner Hasenkopf aus Mehring mit der Verarbeitung des High-Tech-Materials. Das Hasenkopf-Team lieferte die vorgefertigten Platten und Formteile nach einem strengen Zeitplan. Im Rahmen einer logistischen Meisterleistung entstanden innerhalb von sechs Monaten insgesamt 5100 Quadratmeter Corian-Fassade in der Farbe Glacier White mit 1’400 exakt zugeschnittenen Einzelelementen. Der langlebige, witterungsbeständige und UV-resistente Werkstoff überzeugt mit seiner besonderen Ästhetik und berührungsfreundlichen Haptik sowie seinen hervorragenden Pflegeeigenschaften. Selbst Graffiti können in der Regel problemlos vor Ort beseitigt werden. 

Aus technischer Sicht handelt es sich bei dem System um eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade (VHF). Die auf der Rückseite der Corian-Platten eingelassenen Hinterschnittanker tragen das Eigengewicht sowie sämtliche auftretende Kräfte über ein Agraffen- und Schienensystem in die Außenwand ab.

Während der gesamten Planung und Fertigung stand das kompetente Corian-Team den Architekten und Verarbeitern unterstützend zur Seite. Dazu gehörte beispielsweise, dass DuPont als Antragsteller für die Zulassung im Einzelfall (ZiE) des Fassadenmaterials fungierte. Die Experten führten dafür diverse Zulassungen und Prüfungen aus bereits realisierten Projekten in Deutschland und ganz Europa zusammen. Die damit verbundenen Überwachungsprüfungen wurden aufgrund der umfangreichen Produktkenntnisse sicher bestanden. Auch die vorliegende Europäische Technische Zulassung (European Technical Approval, ETA) für Corian als Fassadenmaterial half dabei, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Wie überdimensionierte Fenster

Die weithin sichtbare Fassade aus Corian strahlt auf ihre Umgebung aus und erleuchtet sie selbst in der Dämmerung noch. Die Rahmen aus dem neuartigen Material umschließen zwei- bis dreigeschossige Fensterelemente, die durch schmale, raumhohe Drehflügel die direkte Außenbelüftung ermöglichen. Damit erinnert die innovative Gebäudehülle an überdimensionale Fenster, die den Blick in die Umgebung freigeben. Und sie erlauben gleichzeitig die Assoziation an das Produkt, mit dem das Unternehmen Microsoft zu einer der weltweit bedeutendsten Marken geworden ist.

Die Microsoft Deutschlandzentrale in der Parkstadt Schwabing im Norden Münchens. Die weithin sichtbare Gebäudehülle aus dem High-Tech-Material Corian entwickelt bei Sonneneinstrahlung eine faszinierende Tiefenwirkung. Planung: GSP Architekten München, Fassadenbau: HAGA Metallbau GmbH, Hofheim, Verarbeitung Corian: Hasenkopf GmbH, Mehring, Fotos: Andreas Frisch, GSP architekten, alle Rechte vorbehalten.

 

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