Architektur: Blick in den Sternenhimmel

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Zwei Jahre dauerte der Umbau des vor 30 Jahren erstmals eröffneten Zeiss-Großplanetariums an der Prenzlauer Allee in Berlin. Nun ist das Planetarium europaweit eines der modernsten Wissenschaftstheater mit einer Projektionsfläche von 830 m², die den Blick auf 9'200 Sterne sowie die Sonne, die Planeten und den Mond ermöglichen. Obermeyer, Anbieter von Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Bauwesen, war mit der Objektplanung Gebäude, der Planung der Medien- und Elektrotechnik, der Tragwerksplanung sowie der SiGe-Koordination für die Sanierung beauftragt.

obermeyer_versenkbarer_sternenprojektor

Zwei Jahre dauerte der Umbau des vor 30 Jahren erstmals eröffneten Zeiss-Großplanetariums an der Prenzlauer Allee in Berlin. Nun ist das Planetarium europaweit eines der modernsten Wissenschaftstheater mit einer Projektionsfläche von 830 m², die den Blick auf 9’200 Sterne sowie die Sonne, die Planeten und den Mond ermöglichen. Obermeyer, Anbieter von Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Bauwesen, war mit der Objektplanung Gebäude, der Planung der Medien- und Elektrotechnik, der Tragwerksplanung sowie der SiGe-Koordination für die Sanierung beauftragt.

Der fünfgeschossige Gebäudekomplex mit der markanten silbernen Halbkugel umfasst eine Bruttogrundfläche von ca. 7’600 m² mit Ausstellungsflächen, einem Kinosaal mit ca. 160 Besucherplätzen und dem Planetariumssaal. Letzterer weist nach der Sanierung ein von ehemals 296 auf jetzt 307 Plätze sowie vier Rollstuhlplätze erhöhtes Platzangebot auf. Neues Herzstück des Planetariumssaals ist der Sternenprojektor „Universarium IX“. Er ist der erste Projektor mit LED-Technik aus dem Hause Zeiss, der als Besonderheit dieses Planetariums – wie auch sein Vorgänger – im Boden versenkt werden kann.

Obermeyer war mit der Objektplanung Gebäude, der Planung der Medien- und Elektrotechnik, der Tragwerksplanung sowie der SiGe-Koordination beauftragt. Darüber hinaus sorgten die unternehmensinternen Ingenieure aus dem Fachbereich für Bau- und Raumakustik dafür, dass neben der Optik auch die Akustik den Planetariumsbesuch zu einem Genuss für (fast) alle Sinne werden lässt. Dabei wurden durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche außerordentlich anspruchsvolle ingenieurtechnische Lösungen gefunden und realisiert. So mussten beispielsweise in den beengten Zwischenraum zwischen der inneren und äußeren Kuppelschale des Planetariumssaals Paneele eingebracht werden, um die Akustik zu optimieren.

Für die Baumaßnahmen stand ein Budget von 13 Millionen Euro zur Verfügung. Die Erneuerung der Medientechnik mit dem Sternenprojektor, den Fulldome-Projektoren, einer Laser- und Beschallungsanlage sowie einem 3D-Tonstudio machen aus dem Planetarium eines der modernsten „Sternentheater“ weltweit. Das noch umfangreichere und breiter gefächerte Angebot an Veranstaltungen im modernisierten Haus begeistert seit Ende letzten Jahres Jung und Alt. Im ersten Quartal nach Wiedereröffnung haben so viele Besucher das Haus besucht, wie zuletzt im gesamten Jahr vor Schließung des Hauses.

Kenndaten:

  • Auftraggeber: BIM – Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  • Bruttogrundfläche: ca. 7’600 m²
  • Ausstellungsfläche: ca. 800 m²
  • Durchmesser Innenkuppel: 23 m
  • Durchmesser Außenkuppel: 30 m
  • Planetariumssaal: 307 Plätze / 4 Rollstuhlplätze
  • Kinosaal: 160 Plätze

Bild oben: Anflug auf den Planeten Mars.. (c)Frank-Michael Arndt

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