Architektur: AR lässt in die Zukunft blicken

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Der US-Bauspezialist und Projektentwickler Mortenson Construction hat eine neuartige Augmented Reality-App vorgestellt. Mit ihr kann man das CSE2 Computer Science Building der University of Washington betrachten, noch bevor es im Januar 2019 seine Pforten öffnen wird. Ähnlich wie mit Pokémon Go richtet man das Smartphone auf die vorgesehene Baustelle oder, wenn außerhalb des Universitätsgeländes, auf eine gedruckte Darstellung, und hat so ein immersives digitales Modell des zukünftigen Bauwerks lebensnah vor Augen.

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Der US-Bauspezialist und Projektentwickler Mortenson Construction hat eine neuartige Augmented Reality-App vorgestellt. Mit ihr kann man das CSE2 Computer Science Building der University of Washington betrachten, noch bevor es im Januar 2019 seine Pforten öffnen wird. Ähnlich wie mit Pokémon Go richtet man das Smartphone auf die vorgesehene Baustelle oder, wenn außerhalb des Universitätsgeländes, auf eine gedruckte Darstellung, und hat so ein immersives digitales Modell des zukünftigen Bauwerks lebensnah vor Augen.

Entwickelt hat die App Mortensons hauseigenes Team für immersive Technologie in Seattle unter der Leitung von Marc Kinsman. Die Anwender können das Äußere des Gebäudes in AR erkunden und sich dann in Form einer Virtual-Reality-Erfahrung in das Innere teleportieren lassen. Dort können sie einen Blick in die Lobby, die Arbeitsräume, die Robotik-Labore und die Büros werfen. Das Gebäude wird in einem beliebten Bereich des Campus angesiedelt sein. Die App soll im Fachbereich, bei Studenten und Besuchern Interesse und Begeisterung wecken. Eine vorläufige Version der Mortenson AR/VR-App kann für iPhone und Android-Geräte heruntergeladen werden.

Ein Projekt wie das CSE2 könne zwei oder mehr Jahre beanspruchen, gibt Kinsman zu bedenken. Dieses Zeitfenster eröffne eine unglaubliche Möglichkeit, die Öffentlichkeit zu begeistern und die Vorfreude auf den Campus zu tragen. AR und VR stellten eine enorme Verbesserung gegenüber traditionellen Informationsmedien wie Flyern, Bautafeln oder Websites dar.

Doch AR dient nicht nur als immersives, die Öffentlichkeit einbeziehendes Verfahren. Mit den entsprechenden Tools lässt sich auch der Bauplatz neu denken. In diesem Sinne hat sich Mortenson mit DAQRI zusammengetan, einem Hersteller von smarten Helmen, um im vergangenen Jahr die AR-Bauanwendungen zu testen. AR-Headsets und Brillen könnten für Projektteams in Zukunft beispielsweise zeitnahe Anweisungen liefern, einen Installationsplan auf eine Betonplatte projizieren oder Daten einblenden, die zeigen, wie jedes Gebäudesystem sich über die Zeit verhält.

Mit CSE2 kann sich die UW an die wachsende Zahl von Informatik-Studenten und Dozenten anpassen und schließlich auch helfen, den eklatanten Fachkräftemangel der Puget-Sound-Region zu lindern. Das rund 12‘500 m² umfassende CSE2-Projekt wurde von LMN Architecs entworfen, dasselbe Architekturbüro, das mit Mortenson bereits am ursprünglichen UW Computer Science and Engineering Building zusammengearbeitet hat, das vor 4 Jahren eröffnet hat. Mit Baukosten von 105 Millionen US-Dollar wird CSE2 sowohl aus öffentlichen als auch privaten Quellen finanziert. Neben den Unterrichtsräumen, Laboren und Arbeitsräumen für Dozenten, Studenten und Wissenschaftler wird das Bauwerk einen 250 Personen fassenden Hörsaal, Seminarräume und Möglichkeiten für Konferenzen bieten.

Das Büro von Mortenson in Seattle hat die VR und AR-Innovationen im gesamten Unternehmen vorangetrieben. Erstmals kam die virtuelle Architektur- und Baumodellierung für die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles im Jahr 2000 zum Einsatz. Für unbaubar hielten manche dieses Projekts aus der architektonischen Idee und dem Fehlen von rechten Winkeln heraus. Zusammen mit der Stanford University und Disney Imagineering hat sich das Team jedoch fortschrittlicher Verfahren aus der Fertigung und der Luftfahrt bedient und diese auf den Bau angewandt. Bereits Jahr 2006 hat Mortenson eine CAVE eingesetzt, um das Benjamin Hall Interdisciplinary Research Building der UW zu modellieren und das Projektionsverfahren noch für weitere Bauprojekten nutzbar gemacht. 

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