Antriebstechnik für Brückenbau in Kasachstan

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In Kasachstan hat im letzten Jahr ein Großbauprojekt begonnen, das den Fährhafen in Kuryk am Ufer des Kaspischen Meeres zur Drehscheibe für den umladungsfreien Transport von Gütern nach Europa etablieren soll. Columbus McKinnon Engineered Products rüstet nun in enger Zusammenarbeit mit der russischen Landesgesellschaft in St. Petersburg auf dieser Baustelle zwei riesige Verladebrücken mit je 24 Pfaff-silberblau Spezialhubgetrieben SHE 150.1 sowie 48 Sondergetriebemotoren aus.

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In Kasachstan hat im letzten Jahr ein Großbauprojekt begonnen, das den Fährhafen in Kuryk am Ufer des Kaspischen Meeres zur Drehscheibe für den umladungsfreien Transport von Gütern nach Europa etablieren soll. Columbus McKinnon Engineered Products rüstet nun in enger Zusammenarbeit mit der russischen Landesgesellschaft in St. Petersburg auf dieser Baustelle zwei riesige Verladebrücken mit je 24 Pfaff-silberblau Spezialhubgetrieben SHE 150.1 sowie 48 Sondergetriebemotoren aus und schafft damit die technische Basis dafür, dass noch in diesem Jahr komplette Güterzüge zügig in die Fähren ein- und ausfahren können.

Redundante Antriebe gewährleisten den sicheren Betrieb

Die Brücke mit einem Eigengewicht von 400 Tonnen wird mit insgesamt 12 Spindelhubelementen SHE150.1 angehoben. Insgesamt sind dafür 180 kW Antriebsleistung erforderlich. Mit einer Antriebsleistung von 15 kW und einer maximalen Hubkraft von 1’500 kN kann jedes einzelne SHE von Pfaff-silberblau circa 40 Tonnen dynamisch mit einer Hubgeschwindigkeit bis 5 mm/s heben oder absenken. Bei beladener Brücke (einschließlich dem Gewicht eines Güterzugs) beträgt die Belastung etwa 900 Tonnen. In diesem Fall müssen die Hubelemente eine Last von maximal 150 Tonnen halten können, wobei auch eine ungleiche Lastverteilung von bis zu 40 % in der technischen Auslegung berücksichtigt wurde.

Ein Slave-Master-System mit Absolutwertgebern sorgt für den exakt synchronisierten Lauf der Spindeln mit einem Maximalhub bis 3’500 mm. Die Sicherheitsanforderungen des Betreibers sahen eine hohe Verfügbarkeit vor – diese ist nur über ein redundantes Konzept möglich. Deshalb werden die Getriebemotoren und Hubbegrenzungen redundant verbaut. Beim Ausfall eines Antriebs kann allein der redundante Motor die Brücke komplett anheben und absenken.

Die Hubgetriebe nach Schutzart IP 66 zeichnen sich in puncto Sicherheit neben einer selbsthemmenden Spezialspindel, redundanten Antrieben und Hubbegrenzungen auch durch zusätzliche gleichstromerregte Elektromagnet-Scheibenbremsen an den Motoren aus. Eine im Spindelhubelement formschlüssig integrierte Sicherheitsmutter dient zur optischen Verschleißüberwachung. Im Ernstfall könnte dieses Mutternsystem die gesamte Last übernehmen. Ein Faltenbalg aus einem für den Außeneinsatz geeignetem Material und ein spezielles Schmierfett schützen die Spindel des SHE vor den sehr rauen Bedingungen am Kaspischen Meer. Eine Stillstandheizung gewährleistet den zuverlässigen Betrieb bei eisigen Temperaturen bis -20 °C.

Fährbetrieb in neuen Dimensionen

Kuryk liegt etwa 70 km südlich von Aktau, der größten Hafenstadt am Kaspischen Meer. Es wird erwartet, dass der Neubau die Fährenkapazität verdreifacht und dass die Abfertigung von Gütern wie Polyethylen, Öl oder Eisenerz bis zu fünfmal schneller gehen wird als derzeit im Hafen von Aktau. Pro Tag sollen fünf Fähren fahren, sie transportieren dann vier Millionen Tonnen Fracht im Jahr. Kasachstan will mit dem Neubau seinen Transit-Transport von gegenwärtigen 18 Millionen Tonnen Fracht auf 50 Millionen Tonnen im Jahr 2030 erhöhen.

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