Alles Digital oder was? Warum uns die Print Werbung noch lange begleiten wird

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Alles Digital oder was? Warum uns die Print Werbung noch lange begleiten wird

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Die Digitalisierung lauert an jeder Ecke: Bücher werden nicht mehr in Papierform sondern als E-Books konsumiert, Anträge werden online gestellt und der Brief wurde schon längst von der E-Mail abgelöst. Warum also sollten Marketing- und Werbeabteilungen sich diesem Trend widersetzen und weiterhin auch Print-Materialien verwenden?

Die Digitalisierung lauert an jeder Ecke: Bücher werden nicht mehr in Papierform sondern als E-Books konsumiert, Anträge werden online gestellt und der Brief wurde schon längst von der E-Mail abgelöst. Warum also sollten Marketing- und Werbeabteilungen sich diesem Trend widersetzen und weiterhin auch Print-Materialien verwenden?

Dem digitalen Abstumpfen entgegenwirken

Die Antwort auf diese Frage ist recht simpel: Print-Werbung und -Marketingmaterial wirkt.

Bei digitaler Werbung hingegen hat sich ein immer stärkeres Abstumpfen eingestellt. E-Mails zum Beispiel gehen oft in der Flut der Nachrichten unter oder werden von Spam-Programmen abgefangen. Werbebanner und Pop-Up-Fenster werden mithilfe von AdBlocker-Programmen ausgeblendet oder ignoriert und von Werbung, die von selbst Ton abspielt wenn man darüber fährt, fühlen sich viele User eher genervt als angesprochen. Schrill, bunt und auffällig kann mittlerweile jeder – und gerade deswegen ist es schwer, sich in der digitalen Werbewelt abzuheben.

(Bildquelle: MIndjet)

 

Print-Werbung hingegen bietet ein haptisches Erlebnis. Die Werbung kann in die Hand genommen und erlebt werden. Auch bleiben die Botschaften durch die Anregung mehrerer Sinne besser in Erinnerung, denn bedrucktes Papier kann man nicht nur anschauen, sondern auch fühlen und riechen. Print-Werbung hat zudem bei vielen Konsumenten einen Vertrauensbonus. Angebote und Informationen die einmal gedruckt wurden, sind fix und beweissicher – sie können also nicht nachträglich geändert werden. Das Print beim Thema Vertrauen ganz oben steht, zeigen auch Studien: Laut einer Umfrage des Instituts Allensbach vertrauen 88% der Befragten Print-Medien, während dies bei Online-Medien nur bei 38% der Fall ist. Auch bei der Bekanntheit liegen Print-Medien weit vor ihren Online-Pendants.

Auf den Tisch der Entscheider kommen

Auf dem Schreibtisch vieler Manager, die über die Anschaffung eines bestimmten Produktes für ihre Firma entscheiden, liegen nach wie vor Printmaterialien wie z.B. Produktkataloge, Imagebroschüren und klassische Flyer. Diese bieten nicht nur eine optische und haptische Gedankenstütze zum Angebot, sondern lassen auch einen schnellen Vergleich verschiedener Anbieter zu. Dies verdeutlicht gleichzeitig auch die Möglichkeit, die aus einer engen Verzahnung von Online- und Print-Marketing erfolgen kann. Denn um ihren Produktflyer auf den Tisch des Entscheiders zu bekommen, nutzen viele Unternehmen Online-Marketing-Tools. Dieses Cross-Channel-Marketing ermöglicht es Unternehmen, die Vorteile beider Medienformen optimal zu nutzen. Online-Marketing-Tools wie Google AdWords erlauben es Unternehmen, zielgruppengenaue Werbung ohne große Kostenaufwände zu betreiben.

Allerdings sind hier „Zufallstreffer“ unwahrscheinlich. Dabei handelt es sich um Käufer, die eigentlich nicht zur vorher definierten Zielgruppe gehören, aber trotzdem an dem Produkt interessiert sind. Print-Werbung hingegen kann diese Zufallstreffer produzieren, hat jedoch im Gegensatz zur gezielten Online-Werbung mit großen Streuverlusten zu kämpfen. Durch die Kombination der beiden Maßnahmen werden die Nachteile negiert.

Dies geschieht zum Beispiel durch Kommunikationsmaterialien, die einen Verweis auf die Webseite oder die Social-Media-Kanäle der Firma haben. QR-Codes machen in diesem Kontext allerdings nur Sinn, wenn die Website mobil optimiert ist. Ein weiterer Vorteil der zweigleisigen Strategie: Im Idealfall wird ein potentieller Kunde mehrfach mit einem Produkt konfrontiert, sowohl beim Surfen im Internet als auch bei umblättern eines Mediums wie zum Beispiel einer Broschüre. Dadurch bleibt die Werbewirkung präsenter und der potentielle Kunde wird sich im Bedarfsfall an das Produkt erinnern.

Die Frage, ob Marketing-Verantwortliche angesichts der vielen Online-Möglichkeiten auch weiterhin auf Print-Werbung setzen sollten, kann also ganz entschieden mit Ja beantwortet werden. Während das Marketing in beiden Medienformen auch unabhängig voneinander existieren wird, liegt die Zukunft in der Mischung aus Print- und Online-Marketing. Nur so können Unternehmen die Vorteile beider Medienformen geschickt nutzen und ihre Produkte über verschiedene Kanäle hinweg zum Kunden bringen.

Autorin: Linda Mierke ist Marketing Manager bei CEWE-PRINT.de

(jm)

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