3D-Technologie zur Kontrolle von Bahnstrecken

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

3D-Technologie zur Kontrolle von Bahnstrecken

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Ob »Friederike« oder »Burglind« – immer wieder hinterlassen Stürme eine Spur der Verwüstung. Mit mehr als 33'000 Kilometern Streckennetz sind die Verkehrslinien der Deutschen Bahn besonders gefährdet, vor allem umgestürzte Bäume bergen ein hohes Risiko. Um die aufwändige Kontrolle und Instandhaltung der Strecke und umliegenden Vegetation zu verbessern, entwickeln namhafte Partner aus Eisenbahnwesen und Forschung eine Technologie zur 3D-Rekonstruktion und -analyse des Streckennetzes. 

fraunhofer_bahn

Ob »Friederike« oder »Burglind« – immer wieder hinterlassen Stürme eine Spur der Verwüstung. Mit mehr als 33’000 Kilometern Streckennetz sind die Verkehrslinien der Deutschen Bahn besonders gefährdet, vor allem umgestürzte Bäume bergen ein hohes Risiko. Um die aufwändige Kontrolle und Instandhaltung der Strecke und umliegenden Vegetation zu verbessern, entwickeln namhafte Partner aus Eisenbahnwesen und Forschung eine Technologie zur 3D-Rekonstruktion und -analyse des Streckennetzes.

Für das Forschungsprojekt »Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes« (ZuG) stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 2,5 Millionen Euro im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND zur Verfügung.

Initiiert wurde »ZuG« von einem Konsortium aus Eisenbahn-Bundesamt (EBA), dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, der Professur für Schienenfahrzeugtechnik an der Universität Stuttgart, der ASCI-Systemhaus GmbH und der DB RegioNetz Verkehrs GmbH. »Ziel ist eine verbesserte Nachprüfbarkeit und Verlässlichkeit der Streckeninstandhaltung«, erklärt Projektleiter Markus Reinhardt vom EBA.

In ZuG werden Technologien entwickelt, die künftig das Bahnpersonal entlasten: Denn zurzeit übernimmt der Lokführer beim Fahren noch alleine eine wichtige Sicherheitsfunktion, indem er die Infrastruktur rund um die Gleise beobachtet und Auffälligkeiten an eine koordinierende Stelle weiterleitet. Ziel von ZuG ist es, künftig auch die Funktion der Streckenbeobachtung zu automatisieren.

Im Rahmen des Projekts liefern auf ein Triebfahrzeug der DB RegioNetz Verkehrs GmbH montierte Stereokameras Bilder, die in regelmäßigen Intervallen in 3D-Modelle der Strecke umgewandelt werden. Der Vergleich mit den Daten des Vortages erlaubt es, kurzfristige Veränderungen zu detektieren, die eine hohe oder akute Gefahr darstellen. Der Vergleich mit Vorjahreswerten zeigt längerfristige, aber stetige Veränderungen, die zu Problemen führen können. So sollen Sicherheitsrisiken, zum Beispiel durch umsturzgefährdete Bäume oder Verschiebung einer Böschungsmauer, minimiert werden.

Für die Auswertung der Daten entwickelt das Fraunhofer IAIS eine Bilderkennungssoftware auf Basis von Künstlicher Intelligenz, die Abweichungen zwischen den jeweiligen 3D-Modellen automatisch erkennt, einem Objekt zuweist und bewertet. Ausgewählte, relevante Objekte detektiert die Software automatisch und vergleicht deren Verschiebungen mit Referenzwerten, um abzuschätzen, wie gravierend die erkannten Abweichungen sind. Die Ergebnisse der Analyse visualisiert eine Anwendung von ASCI Systemhaus, mit deren Hilfe Nutzer die nötigen Instandhaltungsprozesse anstoßen und planen können.

Bild: Das Fraunhofer IAIS entwickelt eine Bilderkennungssoftware auf Basis von Künstlicher Intelligenz, die potenzielle Risiken auf der Strecke erkennt. Quelle: Eisenbahn-Bundesamt

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Dichtungen von Trelleborg dichten, dämpfen und schützen – auch an ungewöhnlichen Orten. So wurde unlängst die Flügelfalz- und Überschlagdichtung D3630 in der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf im Obersten Allgäu eingesetzt. Das Bauwerk zählt zu den höchsten seiner Art und wurde jüngst modernisiert. In der neuen Glasfassade – am Schanzenkopf – trotzen die Dichtungen von Trelleborg der Witterung.  

Das internationale Ingenieurbüro Bouygues Construction und HTC Vive arbeiten zusammen, um eine Virtual-Reality-Training für die Unfallverhütung auf Baustellen zu entwickeln. Ein erstes Testmodul betraf die Risiken in Verbindung mit dem Platzieren von Schalungselementen. Das hat die Vertreter beider Unternehmen vom Potenzial der Virtual Reality für erhöhte Aufmerksamkeit und Training überzeugt.

Gemeinsam mit dem Architekturbüro Kaden+Lager realisiert Brüninghoff derzeit 46 Eigentumswohnungen und ein Café für eine Baugruppe im Stadtteil Weißensee in Berlin. Das Projekt umfasst einen offen gestalteten Wohnblock mit unterschiedlichen Gebäudehöhen. Das sogenannte „P1“ wurde partizipativ geplant. Es zeichnet sich vor allem durch seine Primärkonstruktion aus Holz aus. Erstmals kommt dabei der Werkstoff BauBuche in der Decke zum Einsatz. Das Material vereint Eigenschaften wie eine hohe Oberflächengüte, Tragkraft und Zugfestigkeit.

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Wir sind die Zukunft des Bauens

BAU 2021: Weiter auf Kurs

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.