2. Stammstrecke München: Schlitzwandarbeiten am Hauptbahnhof

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2. Stammstrecke München: Im April 2020 begann die Herstellung der Baugrubenumschließung für die spätere unterirdische S-Bahn-Station „München Hauptbahnhof“. Beim Bau kommt die Schlitzwand-Deckelbauweise zum Einsatz.
Stammstrecke München: Baustelle am Hauptbahnhof

Quelle: Bauer AG

  • Alle S-Bahn-Linien unterqueren die Münchner Innenstadt in einem einzigen Tunnel.
  • Dieser Streckenabschnitt ist schon seit Längerem an die Grenzen seiner Kapazität angelangt.
  • Abhilfe soll die 2. Stammstrecke München mit 7 km Tunnel und drei unterirdischen Stationen schaffen.
  • Beim Bau der unterirdischen Station am Hauptbahnhof kommt die sogenannte Schlitzwand-Deckelbauweise zum Einsatz.

Rund elf Streckenkilometer, davon 7 km Tunnel und drei unterirdische Haltestellen – die 2. Stammstrecke München ist ein Infrastruktur-Großprojekt und für die gesamte Metropolregion von enormer Bedeutung.

Die Deutsche Bahn hatte die ersten beiden Aufträge für die Hauptbaumaßnahmen an der 2. Stammstrecke München (VE 10 + VE 30) an die Firmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Max Bögl Stiftung & Co. KG, Ed. Züblin AG und Bauer Spezialtiefbau GmbH vergeben. Die Leistungen umfassen den Bereich „Oberirdisch West“ – von der Station Laim bis zur Donnersberger Brücke – und den Hauptbahnhof inklusive der Tunnelstrecke von der Donnersberger Brücke bis zum Marienhof.

Nach dem teilweisen Abriss des alten Empfangsgebäudes am Hauptbahnhof und dem Ausführungsstart der Primärstützen für die Bauwerksdecken begann am 23. April 2020 für das zweite Baulos VE 30 (Federführung Wayss & Freytag) schließlich eine neue Etappe des Mega-Projekts: Die Herstellung der Baugrubenumschließung für die spätere unterirdische S-Bahn-Station „München Hauptbahnhof“ mittels Schlitzwänden bis in eine Tiefe von ca. 65 m.

Unterirdische Station in Schlitzwand-Deckelbauweise

Beim Bau der unterirdischen Station am Hauptbahnhof kommt die sogenannte Schlitzwand-Deckelbauweise zum Einsatz. Für die jeweilige Station wird zunächst eine tiefe, die Baugrube umschließende Wand aus Stahlbeton errichtet. Diese besteht aus aneinandergereihten Schlitzen, die in den Boden gefräst und dann mit Beton verfüllt werden. Die Schlitzwand bildet die spätere Außenhülle der Station. Bautechnisch wird sie benötigt, um die Baugrube gegen das anstehende Erdreich und gegen Grundwasser abzusichern. Innerhalb dieser Schlitzwandumschließung wird die Baugrube für die jeweilige Station Ebene für Ebene ausgehoben. Dies findet jeweils nach Herstellung der jeweiligen Deckenebene statt.

2. Stammstrecke München am Hauptbahnhof unter allen bestehenden Bahnsteigebenen

Am Münchner Hauptbahnhof wird die 2. Stammstrecke unter allen bereits bestehenden Bahnsteigebenen hindurchführen. In 41 m Tiefe entsteht hier die neue S-Bahn-Station „München Hauptbahnhof“. Zu dieser neuen Station und allen weiteren Ebenen gelangen die Fahrgäste schnell und bequem über einen zentralen Hauptzugang.

Weitere Informationen: https://www.bauer.de/

Erfharen Sie hier darüber, wie hyperkonvergente Infrastruktur und Tablet-PCs Baustellen papierlos machen .

Lesen Sie auch: „CFK schlägt Stahl: Warum die Stadtbahnbrücke an Carbon-Seilen hängt“

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